Stadthalle Alsdorf
HomeImpressum
 

Keine News in dieser Ansicht.

 

60 Jahre

 

KULTURGEMEINDE ALSDORF

 

Hier einige Auszüge aus unserem Buch, hier allerdings ohne Bilder.

 

dargestellt von

 

Dr.Franz Schneider

 

Vorwort

 

Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass es in jeder Stadt, erst recht in jeder kommu-nalen Gemeinde eine Kulturgemeinde gibt, die auf 60 Jahre wirksames Leben zurück-blicken kann. Die Kulturgemeinde Alsdorf kann das.

 

Kultur ist eigentlich die Summe des schöpferischen Wirkens der Menschen in einem örtlich geschlossenen Raum, in einem Volk und in seinem Staatsgebilde; und dennoch greift eine Kultur über die nationalen Grenzen hinweg, wo die geistige Verwandtschaft die Völker verbindet. Die Kulturen anderer Völker wirken belebend, ohne dass sie die angestammte Kultur verdrängen und ohne sich selbst in Frage zu stellen oder gar auf-zugeben. Voraussetzung ist und bleibt allein, dass der Mensch in seinem Volk und in seiner geistigen Verbundenheit mit den Nachbarvölkern sich seiner eigenen Kultur be-wusst ist, bewusst bleibt, aus ihr zehrt, in ihr wirkt und sie immer neu belebt .

 

Kultur wird vorwiegend als das Produkt der geistigen Schöpferkraft des Menschen ver-standen und hier zumeist bezogen auf Baukunst, Skulpturen, Malerei, Dichtung und Musik. Ganz allgemein schließt sie aber auch die technischen Errungenschaften und Schöpfungswerke ein, gewissermaßen als eine materielle Grundsubstanz, ohne die das schon Genannte kaum ihre Darstellung erfahren kann, seien es die Instrumente für die Musik, die Materialien und die mathematischen und statischen Erkenntnisse für die Er-stellung von Bauwerken und Skulpturen, auch von Gemälden; seien es die Materialien für Bühnenausstattungen bis hin zu Beleuchtungskörpern, Lautsprechern usw. Mittel-punkt der Kultur ist der schöpferische Geist des freien Menschen, der die Gesellschaft und in ihr die Menschen bewegen, ja bestimmen soll und damit auch das herrschende System; der aber nie selbst vom herrschenden System bestimmt sein darf, mag der künstlerische Mensch in der Geschichte auch oft genug aus materiellen Gesichtspunk-ten den persönlichen Vorstellungen von Herrschern unterworfen gewesen sein, ohne dass aber in jenen frühen Zeiten die Kunst zum Mittel der politischen Macht erniedrigt worden war.

 

1945 erfuhr der Deutsche jedenfalls im Westen die Befreiung von einem anderen Sy-stem; die Befreiung von einer Tyrannei, der selbst die Eigenständigkeit der Kultur zum Feind geworden war. 1945 begriff der Mensch im Westen sich wieder als ein freier Mensch. Er war nicht mehr allein in seinen Gedanken frei, wie wir oft singen; er hatte die Freiheit, seine Gedanken zu äußern und seinen Gedanken Bild und Gestalt zu ge-ben. Er hatte wieder die Freiheit, sich dem geistigen Schaffen seiner alten Vorfahren anzuschließen und in der kulturellen Tradition sich erneut zu entdecken und zu entfal-ten.

 

Und dennoch war es notwendig, den Anfang zu setzen, den Weg zu zeigen, sich der kulturellen Werke und Werte erst wieder bewusst zu werden, um in ihnen aufzugehen und aus ihnen die Kraft zum eigenen Schaffen zu gewinnen. Das war das hohe Anliegen der Kulturgemeinde Alsdorf.

 

Dazu braucht eine Kulturgemeinde die Mitwirkung vieler Kräfte; vor allem die Bereit-schaft zur Mitwirkung von Rat und Verwaltung der politischen Gemeinde oder Stadt und genauso die der Kirchen. Damit fing es in Alsdorf an. 60 Jahre lang setzte sich diese fruchtbare Zusammenarbeit fort. Allen Verantwortlichen, den Gemeinde- und Stadtdirektoren für die Verwaltung und den Bürgermeistern als Vertretern des Rates und damit der ganzen Bürgerschaft und nicht zuletzt den Vertretern der Kirchen gilt hier der tief empfundene Dank.

 

Nicht weniger gilt all denen der besondere Dank, die durch ihre Informationen, durch Hinweise und durch persönliche Unterlagen mit dazu beigetragen haben, dass diese Ar-beit in dem vorliegenden Umfang überhaupt geschaffen werden konnte.

 

Es wäre ein schlechter Abschluss, würden die vergessen, die in aufopfernder Arbeit, aber auch in Liebe zur Sache über viele Jahre dem Ziel der Kulturgemeinde Alsdorf mit großem Erfolg gedient haben. Auf diese Menschen in den Vorständen der Kulturge-meinde Alsdorf darf die Bürgerschaft der Stadt, aber auch die, die jenseits der Grenzen der Stadt Alsdorf leben, stolz sein.

 

Diese Arbeit erhebt nicht den Anspruch, ein vollständiges und abgeschlossenes Bild von der Entwicklung und von der Leistung der Kulturgemeinde Alsdorf zu geben. Es gibt in der Forschung noch manche Lücken. Ob sie geschlossen werden können, hängt weitgehend davon ab, wie jeder sich engagiert fühlt, selbst mit in die Forschung zu steigen. Was gefunden und erfahren wurde, soll in einen Zusammenhang gebracht wer-den. Dabei kommt es dem Verfasser vor allem darauf an, immer wieder den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, ohne den Geschichte letztlich nur Auflistung von Ge-schehnissen bleibt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass hier oder dort sich ein Irrtum eingeschlichen hat. Insofern wird um Nachsicht, Information und Berichtigung gebeten.

 

Sicher ist, dass die Kulturgemeinde Alsdorf nicht die einzige Gemeinschaft ist, die sich in Alsdorf um das kulturelle Leben bemüht. Da gibt es viele Organisationen. Da ist die Volkshochschule; der Alsdorfer Männergesangverein und das Schaufenberger Männer-quartett; da sind vor allem die Kirchengemeinden als gewaltige Kulturträger von ihren Urgründen an; da sind private Theater- und Konzertvereine. Das sind der Alsdorfer Ge-schichtsverein und der Kulturverein. Hierzu gehört die Vereinigung des Bergbaumu-seums. Es gehören hierzu genauso die Vereine zur Pflege und Förderung der Tradition des Karnevals. Sie alle leisten mit ihren Programmen ihren Beitrag. In diesem Bild haben vor allem die Schulen ihre wahrzunehmende Aufgabe. Sie alle hier zu erwähnen, bricht der Kulturgemeinde keinen Zacken aus der Krone. Sie hat sich ihre eigene Auf-gabe gestellt. Vielfach wirkte und wirkt sie bei Veranstaltungen mit anderen zusammen. Auch das sind Erscheinungen, die in der Darstellung genannt werden und genannt wer-den müssen. Eigentlich bleibt nur der Wunsch, dass der Kulturgeist immer neu belebt und nicht mehr aus dem Bewusstsein unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger verdrängt wird. Das ist und bleibt eine hohe Aufgabe der Kulturgemeinde Alsdorf, aber auch eine hohe Verpflichtung eines jeden Mitbürgers allezeit selbst.

 

 

Alsdorf, im Oktober 2005

 

 

Dr. Franz Schneider

 

Die Bürgermeister der Gemeinde bzw. Stadt Alsdorf seit 1945

 

 

25.10.1945

 

 

Josef Schmitz Heinrich Küffen Nikolaus Jenniches (1945-1947) (1946-1947) (1947-1948)

 

 

Anton Schleibach Peter Küpper Josef Thelen

(1948-1972) (1972-1984) (1984-1989)

 

Helmut Janus Friedel Frings Helmut Brandt

(1989-1993) (1993-1996) (1996-1999)

 

 

 

Die Gemeinde- bzw. Stadtdirektoren von Alsdorf seit 1946;

ab 1999 folgte die Stelle des hauptamtlichen Bürgermeisters,

der die Repräsentanz und Verwaltungsspitze in sich vereinigt.

 

 

Wilhelm Kochs Christian Wilhelm Berling Dr.Helmut Eckert

(1947-1949) (1949-1951) (1951-1975)

 

Klaus Pohlmann Klaus Michael Kohls Hans Puchert

(1975-1987) (1987-1989) (1989-1991)

 

 

Wolfgang Schwake Helmut Klein

(1991 –2004 ) (seit 2004 )

seit 1999 hauptamtlicher Bürgermeister

 

 

Das alte Rathaus, erbaut 1905/06, abgerissen 1976

Das neue Rathaus, erbaut 1969-71

Das ehemalige Zentrum „Anna-Betriebe“ des Aachener Steinkohlenbergbaus in Alsdorf

Gedenkstätte für die 271 beim Grubenunglück vom 21.10.1930 tödlich verunglückten Bergleute

 

Einleitung

 

Der Zweite Weltkrieg tobte. Die deutschen Führungskräfte gaben nicht auf. KdF, die nationalsozialistische Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, tat ihr Letztes, um den Men-schen durch musikalische und „theatralische“ Veranstaltungen Abwechslung zu ver-schaffen und Mut zum Durchhalten zu machen. Sie war eine Organisation der Partei mit der Aufgabe, von der Wirklichkeit des Alltags zumindest vorübergehend abzulenken und der Bevölkerung geistig mit allem zu begegnen, was im Sinne der Partei geeignet war, die breiten Schichten an das System zu binden. In den Gräben und unter den Trüm-mern verbluteten die Menschen. Halbwüchsige, die noch mehr Kinder als Erwachsene waren, wurden in die kriegerische Ausweglosigkeit hineingestoßen, missbraucht und verbraucht, um einem politischen System die Macht zu erhalten, jedenfalls ihr Ende zu verzögern, obwohl diese Macht längst schon dem Untergang geweiht war. Einfach ein Wahnsinn; der Mensch als Kanonenfutter für die Macht der Partei. Das ist die größte Mahnung an uns alle und an alle Parteien heute.

 

Der 7. November 1944 brachte in Alsdorf eigentlich das Ende des unmittelbaren Krie-ges, aber für die Alsdorfer an der Front noch lange nicht. Die Amerikaner hatten die Gemeinde Alsdorf ohne großen Widerstand eingenommen. Dann aber setzte das brutale Schlachten im Süden zwischen Ofden und Euchen ein. Es ging um die Eroberung von Würselen, um auch von Norden her Aachen in die Zange nehmen zu können. Das par-teipolitische System des Nationalsozialismus stürzte am 8.5.1945 mit der Kapitulation, nachdem die oberste Führungsschicht in Feigheit zum Teil durch Selbstmord sich der Verantwortung vor dem Volk entzogen hatte.

 

Alsdorf hatte in der NS-Zeit unter der Führung von Bürgermeister Claus Lux gestan-den, der am 1.2.1934 den schon Anfang Juni 1933 beurlaubten Alt-Bürgermeister Ri-chard Becker, Zentrum, abgelöst hatte. Richard Becker hatte Alsdorf vom 16.10.1895 bis zum 4.6.1933 gelenkt. Das war die Zeit des Kaiserreiches, des Ersten Weltkrieges, der Weimarer Republik mit der großen Inflation, den „goldenen 20er Jahren“ und mit der Weltwirtschaftskrise. Das war die Zeit des Regierungsantrittes und der frühesten Zeit der Machtausübung der Nationalsozialisten; das war die Zeit, in der KPD und SPD verboten und aufgehoben wurden. Das war die Zeit, in der das Zentrum vor der Alterna-tiven stand, sich selber aufzulösen oder durch den Zwang der NS-Partei erledigt zu werden. Dann folgte die Zeit der Einheitspartei, des Einheitsstaates, der Einheitsfüh-rung, des Einheitsgeistes, die Zeit der Uniformiertheit und der Uniform; letztlich die Zeit der Einheitskultur mit der Ächtung all dessen, was dem parteipolitischen Bild des neuen Systems widersprach: entartet; angefangen von der Religion bis hin zu den Kün-sten in allen denkbaren Formen, die der Vielfältigkeit des menschlichen Geistes ent-sprungen waren, entsprangen und immer wieder entspringen.

 

Bürgermeister Claus Lux lenkte die Geschicke der Gemeinde Alsdorf mit ruhiger Hand. Er war Mitglied der NSDAP. Er verstand es aber, in und aus seiner Verantwortung für die Bürgerschaft nur deren Belange zu sehen und zu vertreten, soweit sein Geschick ihm das Pendeln zwischen Parteigehorsam und Verantwortung vor der Bürgerschaft möglich machte; und dazu besaß er ein großes Geschick. Am 5.1.1945 setzten die Ame-rikaner den „NS-Mann“ Claus Lux ab und brachten ihn zunächst in ein Internierungsla-ger in der Zitadelle bei Maastricht. Im Mai 1945 wurde Lux entlassen. Die Amerikaner, die sein tadelloses Verhalten gegenüber den Bürgern während der NS-Zeit festgestellt hatten, setzten ihn sogleich bei der Kreisverwaltung Aachen ein, wo er zunächst Leiter des Ernährungsamtes wurde und von 1947 bis zu seiner Pensionierung am 30.11.1956 Kreiskämmerer war. Er starb am 9.4.1969.

 

Mit der Absetzung von Bürgermeister Claus Lux endete in Alsdorf eine Epoche, die für die Bevölkerung der Gemeinde Alsdorf, soweit sie dort lebte, dank der Persönlichkeit und Leistung von Claus Lux eigentlich erträglich war, wenn von den einzelnen Verbre-chen der Partei und des ihr folgenden Mobs einmal abgesehen wird.

 

Es folgte die Herrschaft der anwesenden Besatzung, zunächst die der Amerikaner, dann die der Engländer. Diese Herrschaft lief parallel neben der längst bestehenden wirt-schaftlichen Notlage der Menschen. Die Kontrollen der Besatzungsmächte prägten das Bild des Alltags. Anordnungen von vorübergehenden Ausgangssperren reihten sich ein. Es war den Amerikanern bald klar geworden, dass von der Verwaltung her nur durch die Einsetzung erfahrener Beamten ein Ordnungssystem wieder aufzubauen war. Die Amerikaner kannten das Bürgermeistersystem, wie es in Deutschland seit der Weimarer Republik bestanden hatte: ein Mann, der Vorsitzender des Gemeinderates war und zu-gleich die Leitung der Verwaltung in seiner Verantwortung hatte. Die Nationalsoziali-sten hatten aus dem Führergeist dieses Prinzip mit der Änderung übernommen, dass der Gemeinderat aufgehoben wurde und an seine Stelle eine Gruppe von Räten trat, die den Bürgermeister aber auch nur „zu beraten“ hatte. Damit hatte die Funktion des Ratsvor-sitzenden im Amt des Bürgermeisters sich erledigt. Maßgeblich war allein der Bürger-meister als Verwaltungsführer der Gemeinde, neben dem oder über dem der Ortsgrup-penleiter der Partei stand, mit dem Claus Lux in seiner Position aber „fertig geworden war“.

 

Nach der Kapitulation am 8.5.1945 beauftragte der amerikanische Ortskommandant den früheren Kommunalbeamten Johann Billmann mit dem Amt des kommissarischen Bür-germeisters. In einem Bericht über die Verabschiedung von Johann Billmann im „Aktu-ellen“ vom 28.9.1962 heißt es, das sei „unmittelbar nach dem Kriege“ gewesen, also wahrscheinlich noch im Mai 1945. Schon bald, vielleicht schon Juni/Juli 1945 folgte Schulrektor Heinrich Küper, den aber laut Mitteilung in den „Aachener Nachrichten“ vom 4.9.1945 schon am Montag, dem 3.9.1945, der 67jährige ehemalige Vollzugsbe-amte Mathias Eck ablöste. Das war in einer Zeit, als nach den Zonenabkommen von 1944 die Engländer in das hiesige Gebiet – seit Anfang Juli 1945 – eingerückt waren. Doch auch Mathias Eck war in dem Amt des kommissarischen Bürgermeisters nur bis spätestens zum 24.10.1945. Vom 25.10.1945 an bekleidete Josef Schmitz das Amt. Die Engländer hatten dieses Bürgermeistersystem zunächst beibehalten, obwohl sie im eige-nen Staatsgebiet das Dualsystem kannten, auf das später einzugehen ist.

 

Es kann davon ausgegangen werden, dass jedenfalls die kurze „Amtsperiode“ bei Johann Billmann durch das gegen ihn eingeleiteten „Entnazifizierungsverfahren“ sich erklärt, dem sich jeder zu unterziehen hatte, der Mitglied der NSDAP gewesen war, was während der NS-Zeit für die Übernahme in den öffentlichen Dienst überhaupt Vor-aussetzung war. Im Falle des Rektors Heinrich Küper war das anders. Ihn hatten die NS-Vorgesetzten aus dem Schuldienst entfernt, da er sich dem System nicht zugewandt hatte. Als am 14.8.1945 die Volksschule neu eröffnet wurde, trat er vorübergehend wieder als „Schulmeister“ in den Dienst; wenige Wochen durfte der Verfasser ihn als seinen Lehrer erleben. Dann wurde Heinrich Küper Schulrat für den Schul-aufsichtsbereich Aachen-Land II. Heinrich Küper starb am 27.10.1961 in Bad Godes-berg.

 

Johann Billmann kam nach jenem genannten Verfahren wieder in den Verwaltungs-dienst bei der Stadt. Er bekleidete von 1953 an das Amt des Ersten Beigeordneten bis zu seiner Pensionierung am 30.9.1962. Sein Nachfolger als Erster Beigeordneter war Hein-rich Bock seit dem 19.11.1962. Johann Billmann starb am 6.12.1971 in Alsdorf.

 

Der Grund für das baldige Ausscheiden aus dem Amt dürfte bei dem 70jährigen Sozia-listen Mathias Eck in seinem Alter gesehen werden. Er starb am 24.3.1953 in Alsdorf.

 

Der letzte „Übergangsbürgermeister“ war Josef Schmitz, der am 15.9.1885 in Aachen geboren, von 1917 bis 1921 Bürgermeister in Wittichenau Kreis Heyerswerda und von 1921 bis März 1933 Bürgermeister in Liebau im Kreis Landeshut war; ein Aachener also in Niederschlesien. Seine Funktion sollte sich gut ein halbes Jahr später ändern, als die Engländer schrittweise zu anderen demokratischen Formen im kommunalpoliti-schen Leben auch hier übergingen. Die Engländer kannten das sogenannten „Dual-system“ der Verwaltung, bei dem zwischen dem Vorsitzenden des Rates und dem Chef der Verwaltung unterschieden wird: Bürgermeister auf der einen und Gemeindedirektor auf der anderen Seite. Nachdem die Engländer am 14.Juni 1946 einen Gemeinderat einberufen hatten, wählten die berufenen Räte Josef Schmitz zum Gemeindedirektor. Am 15.9.1946 fand die erste Gemeinderatswahl statt. Der neue Gemeinderat wählte am 7.10.1946 Heinrich Küffen zum Bürgermeister und Ratsvorsitzenden der Gemeinde Alsdorf. Josef Schmitz blieb Gemeindedirektor. Damit war das „Dualsystem“ vollzo-gen.

 

Das Jahr 1945 ging unter Bürgermeister Josef Schmitz auf sein Ende zu; fast acht Mo-nate nach dem Zusammenbruch der NS-Herrschaft. Die Aufräumarbeit, die Aufbauar-beit und die Arbeit für den täglichen Unterhalt, wenn es solche Arbeit gab, bestimmten das Leben. Der Eschweiler Bergwerksverein mit seinen hiesigen Gruben hatte schnell wieder seine Tore weit geöffnet. Viele Menschen suchten Arbeiten in der Landwirt-schaft, um Naturalien, Brot, Getreide, Butter, Eier, auch Speck oder Fleisch als Ver-gütung zu erhalten. Die Reichsmark hatte ihren Wert verloren und war kaum noch „Zahlungsmittel“. Der Tauschhandel war an der Tagesordnung für den, der noch etwas an Wert zum Tauschen hatte. Der „Schmuggel“ mit Zigaretten, Kaffee, Schokolade und hier nicht erhältlichen Lebensmitteln aus dem nahen Ausland blühte, und aus dem „Schmuggel“ wuchs der „Schwarzmarkt“ auf, der gesetzwidrige Handel mit solchen Gütern. Doch die Kraft aus der Not war stärker als die Macht des Gesetzes, solange der „Schwarzmarkt“ nicht in das Licht der Behörden kam; aber auch die dort tätigen Be-schäftigten litten unter der Not. Eine Linderung der Not jedenfalls für die Bergleute setzte 1946 mit den Hilfssendungen von „CARE“ ein, der Vereinigung zur Organisation von Hilfssendungen an die unter den Kriegsfolgen notleidende Bevölkerung in Europa (Cooperative for American Remittances to Europe; später hieß es „to Everywhere“, also „für überall“). Für die Alsdorfer Bevölkerung waren es die „Kárre-Pakete“ mit Le-bensmitteln, Zigaretten und Schokolade, wie die Leute diese Hilfsgüter bezeichneten.

 

Die Menschen waren beschäftigt oder suchten Beschäftigung. Sie spürten aber auch, wieder frei, befreit zu sein. Sie spürten in sich Sehnsüchte, die über das Materielle hinausgingen. Sie fühlten sich geistig leer, entleert. Bekannte politische Parolen drangen nicht mehr an und in ihr Ohr, füllten nicht mehr ihre Köpfe und bestimmten nicht mehr ihr Verhalten. Die politische Täuschung in zwölf Jahren begründete die Enttäuschung, die bei vielen nach neuer Beseelung rief. Allein vermochten die Menschen es weit-gehend nicht, sich wieder aufzuschwingen, um ganzheitlich Mensch zu sein. Rückhalt und Hilfe fanden sie in den Kirchen, von denen sie sich hatten abwenden müssen und zu denen sie sich neu bekannten. Die Veränderung im Menschen selbst war so wichtig wie die Veränderung der politischen Landschaft allgemein. Stärker als vielleicht je zuvor waren die Menschen aufgeschlossen, sich einer Wertewelt zuzuwenden, die frei war von Macht und Despotismus. Die Menschen waren wieder frei für den Zugang zu Kulturwerten, die den älteren Generationen noch geläufig gewesen waren.

 

Das ist die Zeit, das ist die Lage, das ist die geschichtliche Wirklichkeit, in der Frauen und Männer in Alsdorf sich zusammenschlossen, um eine Kulturgemeinde zu gründen, die es in die Hand nahm und nimmt, den Bürgern der Gemeinde Alsdorf zur Seite zu stehen und sie in eine Geisteswelt zu führen, die über Generationen selbst aus der Kraft der Menschen geschaffen wurde: Kultur. Kultur ist wie eine weite Palette oder wie eine große Scheibe mit vielen einzelnen Elementen, die nebeneinander stehen, ineinander übergehen, einander tragen und ergänzen, insgesamt aber ein Ganzes, in dem ein jeder sich wiederfinden sollte – und alle diese „ein jeder“ sind das Kulturvolk; aufnah-mebereit und abgabebereit, doch immer verpflichtet, die eigene Kulturidentität sich zu erhalten und fortzuentwickeln.

 

Wie eine Kulturscheibe, vielschichtig und doch ein Ganzes

Kunstwerk von Prof.Ludwig Schaffrath im Rathaus Alsdorf.

Die Kulturgemeinde Alsdorf e.V.

 

Es war wohl schon Ende 1945, als Alsdorfer Bürgerinnen und Bürger sich trafen, um endlich wieder in freien Gesprächen sich selbst geistig neu zu beleben, aber auch Über-legungen anzustellen, wie der Bevölkerung der Zugang zu wahren Kulturwerten und Kulturgütern wieder ermöglicht werden kann. In Aachen hatten sich vor allem wieder Musiker zu Orchestergemeinschaften zusammengefunden, sei es zum Städtischen Or-chester oder sei es zu anderen Orchester-Ensembles. In Alsdorf war es der frühere Stei-ger Albert Brauns, der schon bald seine persönliche Begeisterung für Musik zum Anlass nahm, Kontakte zu gleichgesinnten Alsdorfern aufzunehmen. In Alsdorf hatte sich bis dahin noch wenig getan. Er hatte Beziehungen und verstand es zu organisieren. Er be-schaffte einen LKW. Auf die „Ladefläche“ kamen Bänke. So fuhren musikbegeisterte Alsdorfer zur Teilnahme an Konzertaufführungen nach Aachen. Das berichtet Frau Jo-sefine Vorhagen. Es war schwer, sich mit dem Gedanken zu befassen, ob es nicht mög-lich ist, die Veranstalter nach Alsdorf zu holen. Nichts ist zu schwer, wenn der Wille da ist, ein Ziel zu erreichen.

 

Diese Gruppe von Alsdorfern hatte sicher bald oder von Anfang an den damaligen Bür-germeister Josef Schmitz in eine solche Planung einbezogen. In der Ausgabe der „Aa-chener Nachrichten“ vom 5.2.1946 heißt es kurz: „Unter dem Vorsitz des Bürgermei-sters wurde in Alsdorf eine Kulturgemeinde gegründet, die die Aufgabe hat, sich für die Kulturwerte des deutschen Volkes, die Werke seiner Dichter und Denker, das deutsche Lied, gute Filme und Theaterstücke einzusetzen. Ein Arbeitsausschuss wurde gebildet, der sich aus Fachleuten und aus allen Kreisen der Bevölkerung zusammensetzt. Die er-ste Veranstaltung findet am 21.Februar, am Tage der Wiedereröffnung des Filmtheaters „Atrium“, statt“.

 

Am 15.2.1946 erschien in dieser Zeitung folgende Vorankündigung: „Am 21. Februar veranstaltet die Kulturgemeinde Alsdorf im Filmtheater „Atrium“ ein Festkonzert unter der Leitung von Ferdinand Schmitz-Arck. Als Solistin wirkt die bekannte Sopranistin Hilde Nicoll-Thönnissen mit. Das Programm sieht eine gute Auswahl musikalischer Darbietungen und Arien aus den Werken unserer großen Meister vor“.

 

Das war kurz notiert der Anfang der Kulturgemeinde Alsdorf nach den frühen Pressebe-richten. Wie der Anfang sich gestaltete, um das allgemein darzustellen, in welcher wirt-schaftlichen Notlage die Menschen waren und mit welcher Begeisterung sie das Ange-bot der jungen Kulturgemeinde annahmen, lässt sich 60 Jahre später kaum beschreiben. Deswegen soll insoweit der Bericht wörtlich wiedergegeben werden, den anlässlich des 15jährigen Bestehens sicher einer der Gründer oder der ersten Mitglieder, vielleicht Theodor Helpenstein oder Rechtsanwalt H.G.Mürkens, im „Aktuellen“ vom 25.August 1961 veröffentlichen ließ: „Es war am 30. Jan.1946, als sich auf Einladung des ver-storbenen Gemeindedirektors Schmitz einige Damen und Herren aus Alsdorf in seinem Arbeitszimmer einfanden, um die Kulturgemeinde Alsdorf zu gründen. Es war die Zeit der größten Not unseres Vaterlandes. Die Briten hatten unser Gebiet besetzt und be-herrschten es. Wir hatten nichts zu sagen, nur zu gehorchen. Dazu kam die große ma-terielle Not, in der wir nicht wussten, wovon wir am anderen Tage leben würden. In dieser bitteren Zeit wurde die Kulturgemeinde gegründet. Es zeigte sich, dass noch ein starker Lebenswille im deutschen Volk lebte. Die Hoffnung auf eine Gesundung unse-res Volkes war ein Lichtblick in jener trüben Zeit. Viele Bürger Alsdorfs erkannten, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, dass eine Gesundung nur möglich ist, wenn wir nicht nur an den materiellen, sondern auch an den geistigen und seelischen Wie-deraufbau unseres Volkes tatkräftig Hand anlegen. Diesem Zweck sollte der reiche Schatz aller Kulturwerke dienen, an denen das deutsche Volk und die Welt so reich ist. Dem Aufruf zur Gründung der Kulturgemeinde leisteten unsere Bürger willig Folge. Bereits bei der Eröffnungsfeier am 21.2.46 zählte der Verein 500 Mitglieder, deren Zahl bald auf über 800 stieg, trotzdem der Jahresbeitrag damals 8 RM betrug, während er heute nur 3,-- DM beträgt. Mit einem Festkonzert wurde die Kulturgemeinde im überfüllten Saal eröffnet. In eineinhalb Jahren bot die Kulturgemeinde 26 Auffüh-rungen, Symphoniekonzerte, beschwingte Musikabende, Lieder- und Balladenabende, konzertante Opernaufführungen, Schauspiele, Operetten und Lustspiele, und auch einen Tanzabend. Auch die Künstler waren erfreut über die innere und äußere Anteilnahme der Zuhörer an den Darbietungen. Für den Vorstand war es von Anfang an selbst-verständlich, dass nur das Beste gerade gut genug war. Selbstverständlich kamen auch manchmal Missgriffe vor, denn wo Menschen handeln, gibt es auch Fehler. Anfangs mussten wir uns wegen der schwierigen Verkehrs- und Unterbringungsverhältnisse hauptsächlich an Aachen halten, aber auch die künstlerischen Kräfte unserer Gemeinde zogen wir heran. Die schönen Leistungen des Alsdorfer Männergesangvereins, des Madrigalchors und der Alsdorfer Orchestervereinigung zeigten, dass wir den richtigen Weg beschritten hatten. Oft war es schwer, bei dem geringen Wert des Geldes Künstler zu gewinnen. Da kam unser Geschäftsführer auf den Gedanken, den Künstlern vor der Vorstellung eine warme Suppe anzubieten. Er fuhr über Land, bettelte bei den Landwirten Gries und anderes. Herr Metzgermeister Meertens lieferte gratis Knochen für die Suppe, die dann in der Küche des Kasinos gekocht wurde. Dankbar nahmen unsere Künstler diese Stärkung an, die ihnen oft lieber als das Geld war“.

 

Die Künstler nahmen aber nicht nur die Suppe an, auch sonstige Lebensmittel, aber vor allem Kohlen, echte Kohlen. Die waren nicht nur eine erwünschte Gegengabe für die Künstler. Kohlen und Briketts waren auch eine wesentliche Voraussetzung für die Be-heizung des „Atrium“-Theaters, das ja nicht dem EBV unterstand, in dem aber anfangs die Veranstaltungen stattfanden. So richtete sich der Ruf nach Kohlenspenden für das „Atrium“ an die Besucher, wie 1999 Frau Käthe Thelen-Kucharzik aus Würselen dem langjährigen Vorsitzenden Leo Kirfel mitteilte, was er sogleich skizzenhaft notierte.

 

Dieser „Geschäftsführer“ war wohl der erste Vorsitzende der Kulturgemeinde, der frü-here Steiger Albert Brauns. Zum eigentlichen Vorstand gehörten noch der tatsächliche Geschäftsführer. Studienrat Dr. Nicola Esser nahm nach der Gründung diesen Posten ein. Dann war da noch die „Sekretärin“ Käthe Thelen, die in Wirklichkeit die Eintrittskarten verkaufte und die Kasse verwaltete. Dafür erhielt sie im Monat eine Vergütung von 50 Reichsmark. Nach der neuen Währung wären das fünf Deutsche Mark gewesen; freilich nach dem hohen Wert dieser Währung damals ein Wert heute von vielleicht 50 DM oder 25 Euro. Schriftverkehr gab es kaum. Albert Brauns regelte nahezu alles in persönlichen Gesprächen oder über Telefon, wie Frau Käthe Thelen verheiratete Kucharzik, die heute in Würse-

len lebt, berichtete. Sie war damals etwa 20 Jahre alt und arbeitete beim Arbeitsamt in Alsdorf, da ihr früherer Arbeitgeber in Haaren seinen Betrieb noch nicht wiedereröffnet hatte. Als dort aber 1947 die Möglichkeit einer Einstellung sich wieder bot, schied sie beim Arbeitsamt aus. Gleichzeitig schied sie auch als „Sekretärin“ der Kulturgemeinde aus. Das bestätigt das Zeugnis, das ihr Dr.Nicola Esser als Geschäftsführer der Kultur-gemeinde am 1.November 1947 ausgestellt hatte.

 

Solche Mitteilungen, dazu noch mit einer Urkunde verbunden, sind ein großer Schatz für die Erforschung der Geschichte auch dieser Kulturgemeinde Alsdorf. Die Angaben über die Namen der verantwortlichen Persönlichkeiten im Vorstand der Kulturgemeinde sind mehr als dürftig. Die Vorstandsmitglieder arbeiteten ganz in der Stille. Ihnen war es wahrscheinlich auf die eigene Person gar nicht so sehr angekommen als mehr auf die Leistung für die Gemeinde, für die spätere Stadt Alsdorf mit ihrer Bürgerschaft. So blieb ein intensives Nachforschen und Befragen von älteren Mitbürgern notwendig, um auch ein wenig Licht in den Kreis derer zu bringen, denen die Bürgerschaft so vieles zu verdanken hat.

 

Albert Brauns war am 25.12.1895 geboren. Er war Steiger auf den Anna-Betrieben des EBV. So konnte er auch das EBV-eigene Haus in Alsdorf-Neuweiler, Linnicher Str.78, beziehen, ein „Steigerhaus“, in dem er mit seiner Ehefrau Martha geb. Setzer bis zu seinem Tod am 20.7.1966 lebte. Seine Witwe verzog dann in Stadtmitte, Naheweg 18, wo sie am 2.12.1967 starb. Nach dem NS-System bzw. nach dem Zweiten Weltkrieg war Albert Brauns beim EBV ausgeschieden und hatte bald eine Anstellung beim Ar-beitsamt in Alsdorf gefunden. Dem EBV blieb er über seine ehemaligen Kollegen treu. Er war hilfsbereit. Manch einem stand er zur Seite, wenn es da-rum ging, Anträge beim EBV oder bei der Aachener Knapp-schaft zu stellen; so berichtet Willy Goertz, der mit seinen Eltern viele Jahre in unmittelbarer Nachbarschaft der Eheleute Brauns in Neuweiler gewohnt hatte. Es ist nicht ganz sicher, ob er da-mals Knappschaftsältester war. Über seinen beruflichen Bereich hinaus prägte diesen Steiger ganz allgemein seine Begeisterung für Musik und Kultur. Er selbst spielte Klavier und das mit einer großen Freude. Schon in der Zeit vor 1945 besuchte er als Abonnent die Veranstaltungen des Aachener Stadttheaters. In der Martin Luther-Kirchengemeinde spielte er das Harmonium, dann die Orgel. Die Ehe-leute Brauns hatten zwei Söhne: Walter und Werner. Walter machte die Lehre als Fleischer im Betrieb der Eltern des Verfassers. Mutter erzählte oft, dass Walter Brauns ihr erster Lehrling war. Walter fiel im Zweiten Weltkrieg. Der Sohn Werner war musi-kalisch begabt und hoch interessiert. Er besuchte schließlich die Musikschule in Bücke-burg. Aber auch er wurde zum Kriegsdienst eingezogen. Seitdem ist er vermisst. Im Haushalt Brauns lebte noch der Pflegesohn August Sotowitz, ein Neffe von Frau Brauns, der nach dem Tod seiner Eltern in den Haushalt Brauns kam und dort seine frühen Lebensjahre verbrachte.

Steiger Brauns mit seinen Kollegen

vor Schacht Anna III, Neuweiler

jeweils vorne rechts

Albert Brauns mit Familie

 

seine ersten Ehejahre mit seiner Frau Irma, bevor er dann nach Aachen verzog. Nach den harten Schicksalsschlägen waren es wohl Musik und Kunst, die Albert Brauns einen festen Halt gaben. So war er aus diesem Geist heraus ein Mann der ersten Stunde beim Aufbau der Kulturgemeinde und schnell ihr erster Vorsitzender. Er war ein energischer Mann mit festem Willen, mit Organisationstalent; vielleicht auch mit einem „harten Kopf“. Was aber brauchte man mehr als das zur Gründung und beim Aufbau eines Un-ternehmens wie dieser Kulturgemeinde! Nach dem Zweiten Weltkrieg war er schon über 50 Jahre alt und kehrte nicht mehr zum Bergbau zurück. Beim Arbeitsamt lernte er seine Kollegin Käthe Thelen kennen und gewann sie für den Posten der Sekretärin der neuen Kulturgemeinde. Hinweise in den frühen Ankündigungen der Programme in den Tageszeitungen werden nun verständlich, nach denen der Kartenvorverkauf im Arbeits-amt erfolgte. Die Vorstandssitzungen fanden oft in der Wohnung Brauns in Neuweiler statt. „Die Herren kamen oft zu uns nach Hause und besprachen alles“, berichtet Frau Irma Sotowitz, die Witwe von August Sotowitz. All diese Informationen verdanken wir Frau Kucharzik, Frau Sotowitz und Frau Anni Söndgen geb. Liebert, die viele Jahre mit ihren Eltern neben „den Brauns“ in Neuweiler gewohnt hatte. Es war eine Freude, mit all diesen Bürgerinnen und Bürgern bei der Erforschung zusammenarbeiten zu können.

 

Ein Bericht in der Aachener Volkszeitung vom 15.10.1947 nennt schon das alte Gym-nasium als Verkaufsstelle. Der „Wechsel“ ist mit großer Wahrscheinlichkeit darauf zu-rückzuführen, dass der Geschäftsführer Dr.Nicola Esser an diesem Gymnasium tätig war und der Vorverkauf der Eintrittskarten möglicherweise vorübergehend nun dem Sekretär des Gymnasiums übertragen wurde, nachdem Frau Käthe Thelen aus dem Vorstand der Kulturgemeinde ausgeschieden war. In der nachfolgenden Zeit dürfte auch Albert Brauns schon bald den Vorsitz in der Kulturgemeinde abgegeben haben.

 

Vielleicht war Albert Brauns 20 Jahre nach Gründung der Kulturgemeinde Alsdorf be-reits in Vergessenheit geraten. Es ist keine Würdigung seiner Leistungen für die Kul-turgemeinde Alsdorf in diesen Anfangsjahren anlässlich seines Todes gefunden worden. Wenn es auch nur wenige Informationen über ihn und sein Wirken gibt, so dürften seine Erwähnung und die seiner Mitarbeiter in einer Chronik zum 60jährigen Bestehen der Kulturgemeinde Alsdorf mehr als geboten sein.

 

 

Dr.Nicola Esser, der am 9.8.1888 in Krefeld geboren war, hatte 1934 seine Tätigkeit an der Alsdorfer Oberrealschule aufgenom-men. Nach dem Wiederaufleben der Schule am 14.2.1946 lag die kommissarische Leitung der zwischenzeitlich zum Gymnasium aufgestiegenen Schule in seiner Hand, bis Dr. Dr. Willibald Gebel am 15.6.1946 Oberstudiendirektor des Staatlichen Neusprachlichen Gymnasiums wurde. Dr.Es-ser legte sein Amt als Geschäftsführer der Kulturgemeinde etwa Ende 1947 nieder, blieb aber noch einige Jahre als Beisitzer im erweiterten Vorstand. Dr.Esser gab als Pä-dagoge vor allem Lateinunterricht. Sein Hobby war aber die Alter-tumsforschung mit ihren Ausgrabungen, was für seine Schüler zum Thema wurde, den Herrn Doktor, der übrigens seinen Vornamen „Nicola“ als Spitz-namen erhielt, im Lateinunterricht erfolgreich abzulenken. „Haben Sie schon von den neuen Ausgrabungen in Aldenhoven gehört?“ Und schon ging es los und ohne Un-terbrechung, bis die Schulglocke das Ende der Unterrichtsstunde verkündete und dem „Nicola“ klar machte, dass er sein offizielles Unterrichtsthema verfehlt hatte. Erinne-rungen sind einfach herrlich. Dr.Nicola Esser wohnte Jahrzehnte im Haus Luisenstraße 45, wo er am 6.2.1965 verstarb.

 

Das war der erste geschäftsführende Vorstand, dem viele Bürgerinnen und Bürger zur Seite standen; vielleicht als Arbeitsausschuss, wie es in frühester Zeit hieß.

 

Mit dem Konzert zur Gründung am 21.2.1946 fing das öffentliche Wirken der Kultur-gemeinde Alsdorf an. Das wiedereröffnete „Atrium“-Theater aus dem Jahr 1938 in der Rathausstraße mit der Hausnummer 59 war der erste Ort für die Veranstaltungen. Das Kasino Anna war in der frühen Zeit sicher noch für die Briten beschlagnahmt. Das än-derte sich aber schon Ende 1946. Von nun an stand auch das Kasino mit seinem Saal zur Verfügung. Das „Atrium“ wurde von da an häufiger als Aufführungsort für reine Konzerte gewählt, während Veranstaltungen mit Chor und Orchester sowie die Auffüh-rung von Bühnenwerken meistens, aber nicht immer im Kasino stattfanden. Die Orte der Aufführungen wechselten aus den verschiedenen Gründen. Da gab es länger an-dauernde Renovierungen und Sanierungen im Kasino. Ausweichort war das alte Gym-nasium mit seiner Mehrzweckhalle – Aula und Turnhalle; also die „alte Brotfabrik“; Ausweichort war die Turnhalle der alten Marienschule in der früheren Marienstraße, der heutigen Straße „An der Mariensäule“. Dann wurde das Kasino Tagungsort für den „Contergan-Prozess“ und schließlich wurde es abgerissen. Die Aula des neuen Gymna-siums diente für die Aufführungen. Ausweichorte waren auch die alte Berufsschule in der früheren Kirchstraße, der heutigen Cäcilienstraße, wo heute der große Praxis- und Wohnkomplex Dr.Conrads steht; die Aula der Realschule, das Pädagogische Zentrum der Hauptschule und Gesamtschule „Am Klött“. Schließlich fand die Kulturgemeinde doch ihre feste Heimat in der heutigen Stadthalle am Denkmalplatz.

 

Hier fing das Leben der Kulturgemeinde Alsdorf am 21.2.1946 an

Das Atriumtheater (erbaut 1938)

 

Kasino Anna, abgerissen 1989 Die Bühne des Kasinosaales

Das alte Gymnasium mit Eingangshalle Abriss 1969

 

Das neue Gymnasium und seine Aula

Gustav Heinemann-Schule „Am Klött“und ihr Pädagogisches Zentrum

Aula der Realschule Alsdorf

 

In der Anfangszeit konzentrierte die Kulturgemeinde sich auf Konzerte, Lieder- und Balladenabende oder auf ein gemischtes musikalisches Programm mit Opern- und Ope-rettenarien. Die äußeren Umstände zwangen zunächst zu solchen Jahresprogrammen. Die städtischen Bühnen Aachen, also das Stadttheater, waren noch nicht oder erst spär-lich wieder im Aufbau. Es war damals zudem praktisch ausgeschlossen, ein Theater-ensemble mit allem Mobiliar zur Bühnengestaltung „auf´s Land“ zu transportieren. Da-zu fehlten einfach noch die erforderlichen Transportmittel. Es war schon mit Schwie-rigkeiten verbunden, die Mitglieder eines Orchesters mit ihren zum Teil „sperrigen“ Instrumenten heranzuholen. Aber das funktionierte bei der damaligen Bescheidenheit trotz der großen Bedenken und Besorgnisse wegen solcher Instrumente doch.

 

Die Presseberichte über die Aufführungen in der frühen Zeit werden nachstehend zi-tiert, um ein konkretes Bild vom Wirken der Kulturgemeinde und von ihrem Programm damals zu geben. Doch zunächst geht es noch um den Personenwechsel im Vorstand gegen Ende 1947/Anfang 1948.

 

 

Dr.Dr.Willibald Gebel, Oberstudiendirektor, übernahm im Amt des Vorsitzenden die Nachfolge von Albert Brauns. Anlässlich seines 80. Geburtstages heißt es im „Aktuellen“ vom 20.12.1968, dass er über 20 Jahre lang die Kulturgemeinde Alsdorf geführt hat. Der gebürtige Schlesier war am 30.11.1888 geboren, wurde mit seiner Familie durch die Folgen des Zweiten Weltkrieges erst nach Schleswig verschlagen und fand schließlich im rheinischen Alsdorf im Alter von 58 Jahren seine neue und endgültige Hei-mat. Von 1946 bis 1954 leitete er das Staatliche Neusprachliche Gymnasium in Alsdorf. Für alle war er der „Zeus“, also ein „Gottvater“; streng und gütig zugleich, allseits geachtet und ver-ehrt. Dem Menschen und der Gesellschaft wusste er sich als gläubiger Christ aus seiner geistigen Kraft verpflichtet. So war es ihm auch eine Selbstverständlichkeit, den ihm bald angetragenen Vorsitz in der Kulturgemeinde Alsdorf zu übernehmen, um seine Persönlichkeit för-dernd, aber selbstlos auf die Waagschale zum Wohl der Gemeinde zu legen. Wenn ihn auch ein gewisser Grad von preußischem Geist prägte, so war er zugleich von einem persönlichen Humor erfüllt, der es ihm verhältnismäßig leicht machte, sich in der rhei-nischen Lebensart zurechtzufinden und sogar am Karnevalstreiben aktiv teilzunehmen. Sein spezieller Humor bereicherte zudem seine Unterrichtsstunden z.B. in Geogra-phie. Sprach er im Unterricht über Afgha-nistan, so bedauerte er die „armen“ Mäd-chen, die das Wort nicht behalten konnten. Er gab eine „Eselsbrücke“: „Dat jeht Dich Aff gar nix an“. Er konnte aber auch ener-gisch und hart werden, wenn die Regeln des Anstandes und der Mitmenschlichkeit verletzt wurden. Die Verehrung durch seine Schüler zeigte sich in besonderer Weise auf dem Karnevalsfest wenige Mo-nate vor seiner Verabschiedung aus dem Schuldienst. Klassenkameraden des Verfassers geleiteten unter dem Beifall der Anwesenden den „Zeus“ auf einem Tragesessel durch den Saal seines geliebten Kasinos, in dem so viele Veranstaltungen der Kulturge-meinde schon aufgeführt worden waren. Ein geliebter Lehrer nahm Abschied. Bis zu seiner Pensionierung hatte er mit seiner Familie im “Direktorenhaus“, Rathausstraße 48, gewohnt, das 1974 abgerissen wurde, nachdem das alte Gymnasium schon seit 1969 abgerissen war. Seine neue Wohnung war im Haus Tischelkaulerweg 3. Es wundert nicht, dass dem 75jährigen „Zeus“ und das gemeinsam mit dem Heimatforscher Albert Kraemer am 9.1.1964 das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde. In dem Bericht im „Aktuellen“ vom 17.1.1964 heißt es u.a. „Als Vorsitzender der Kulturgemeinde trug er dazu bei, dass das kulturelle Leben eine wertvolle Bereicherung erfuhr“. In einem Festakt wurde der 80jährige Jubilar am 10.12.1968 von Rat, Verwaltung und von der Bevölkerung geehrt. Wegen einer Erkrankung musste er sich bei der Feier von seinem Sohn Wolfgang vertreten lassen; so das „Aktuelle“ vom 20.12.1968. Kurz darauf, am 25.2. des nächsten Jahres, verstarb Dr.Dr. Gebel. In seinem Amt als Vorsitzender der Kulturgemeinde Alsdorf erlebte er einen ersten Höhepunkt, dem kurz darauf ein ge-waltiger Rückschritt folgte. Dem stellte sich Dr. Dr.Gebel mit seiner Mannschaft macht-voll entgegen, um das kulturelle Leben in Alsdorf auf einen neuen Höhepunkt zu brin-gen. Sein Wirken in der Kulturgemeinde wird hier und da noch Anlass geben, ihn zu Wort kommen lassen.

Ehrung durch Oberkreisdirektor Dr.Korn v.l.: Albert Krämer, Dr.Korn, Dr.Dr.Gebel

 

Jakob Vonberg war einer seiner ersten Mitarbeiter in der Kulturgemeinde. Er folgte als Geschäftsführer 1947/1948 seinem Kollegen Dr.Nicola Esser. Als er auf einer Vor-standssitzung von Ende Juni 1954 wegen seines bevorstehenden Umzuges nach Aachen verabschiedet wurde, hieß es in der Aus-gabe des „Aktuellen“ vom 2.7.1954, dass er 7 Jahre Geschäfts-führer gewesen war. Jakob Vonberg war Mittelschullehrer gewe-sen. In dieser Position hätte er in Alsdorf einen festen Platz fin-den können, wenn der Ratsbeschluss vom 20.2.1948, in Alsdorf eine Mittelschule zu gründen, realisiert worden wäre. Das aber scheiterte an dem Desinteresse der Bevölkerung. Diese Gescheh-nisse werden erwähnt, weil mit dem Ratsbeschluss ein Aus-schuss zur Förderung und Vorbereitung geschaffen wurde, dem auch der jeweilige Vorsitzende der Kulturgemeinde angehören sollte; so die „Aachener Volkszeitung“ vom 28.2.1948. Die Kulturgemeinde hatte also in Alsdorf längst ihren festen Platz und ihre Bedeutung. 1948 kam Jakob Vonberg zum Lehrkörper des Gymnasiums, an dem er bis 1950 als Lehrer tätig war. Seine Wohnung behielt er in Alsdorf noch einige Jahre weiter. Gerade auf dem kulturellen Gebiet war er aktiv. Er verfasste für die Presse Berichte über kulturelle Veranstaltungen aller Art. Zu seinem „Markenzeichen“ als Presseberichterstatter wurde die Abkürzung seines Namens „Jvo“. „Jvo“ war auch schnell der Spitzname für diesen Menschen, der bei den älteren Alsdorfern sicher in lebendiger Erinnerung geblieben ist. Scharf waren oftmals seine Kritiken, weich bis ins Innerste und Innigste verankert sein Vertrautsein mit seiner von Gestalt wesentlich kleineren und von Jahren wesentlich jüngeren Ehefrau. Diese Verbundenheit mit einem innigen „Arm in Arm“ und mit der Ehefrau zugeneigtem Kopf gehörten mit zum Alltagsbild auf dem „Boulevard“ von Alsdorf zwischen Bahnhof und Rathaus, auf dem beide täglich ihre Spaziergänge machten. Es ist für viele ein unvergessliches Bild wie jenes, das der Alsdorfer Hilfsschullehrer und Stadt-historiker Albert Kraemer und seine Ehefrau Elisabeth zur gleichen Zeit und später boten; Albert Kraemer natürlich und locker, aber mit festem Schritt gehend, den Kopf ein wenig zur Seite geneigt; daneben frei wie auf Federn schwebend oder hüpfend seine Frau Elisabeth, eine pädagogisch fähige Frau, die damals als „einfache Lehrerin“ für die Unterstufe Deutsch- und Englischunterricht am alten Gymnasium erteilte; zwei Menschen, die ganz dem kulturellen Leben zugewandt waren. Warum diese persön-lichen Worte? Eine geschichtliche Darstellung kann nicht lebendig sein, wenn sie nicht den Menschen in den Mittelpunkt rückt und gerade ihm größere Bedeutung zukommen lässt als sachlich nüchternen Zahlen. Durch den Menschen bekommen Zahlen erst ihr Leben und ihren eigentlichen Wert.

 

Frühe Aufnahmen zeigen eine Sitzung wahrscheinlich mit Vertretern der Städtischen Bühnen Aachen. Bürgermeister Jenniches und Vorsitzender Dr.Dr.Gebel hören bei der Besprechung interessiert zu; zwischen ihnen wahrscheinnlich ein Mitglied der Aachener Bühnen. Im Anschluss gab es sicher ein gemeinsames Essen, wahrscheinlich im Posthotel, während die Besprechung vielleicht im Direktionszimmer des Kasinos statt-gefunden hatte. Räumlichkeiten und ihre Ausstattung lassen hierauf schließen. Die Fotos stammen wahrscheinlich aus dem Jahr 1948.

 

Jakob Vonberg war nun der eigentliche Manager, der gemeinsam mit dem Vorsitzen-den die Planungen der Programme vornahm, die Besprechungen mit Orchestern, Soli-sten und schließlich mit den Theatern führte und für das Gelingen der Veranstaltungen verantwortlich blieb, aber erst recht für die Werbung bei der Bevölkerung, das Engage-ment der Kulturgemeinde zu unterstützen. Die Zusammenarbeit mit den „Städtischen Bühnen“ von Aachen setzte 1947 ein. Nachdem 1950 Kurt Sieder in Aachen das „Zim-mertheater“ gegründet hatte, das 1962 den Namen „Grenzlandtheater“ erhielt, wurden langsam auch dorthin Beziehungen geknüpft. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Schriftverkehr im Sekretariat des Gymnasiums und später bei der Stadtverwaltung ausgeführt wurde, und dass Jakob Vonberg auch die Hand über die Kassenführung hielt, wobei der eigentlich Ausführende sicher Beisitzer des Vorstandes war, aber in der frü-hen Zeit noch nicht dem geschäftsführenden Vorstand angehörte. Das lässt sich einem späteren Bericht entnehmen, auf den noch zurückzukommen ist.

 

Nun ist es aber an der Zeit, die Veranstaltungen in diesen Anfangsjahren aufzulisten. Dabei ist auf die Vielzahl der Angebote hinzuweisen. Sie lässt das große Interesse in der Bevölkerung an solchen kulturellen Ereignissen damals erkennen.

 

März 1946: „Im 2. Konzert der Kulturgemeinde Alsdorf gelang es dem Städtischen Or-chester Aachen unter Leitung von Chordirektor Willy Pitz, Beethovens 5. Symphonie meisterhaft zu interpretieren. In dem Konzert für Violine und Orchester, e-moll, von Fe-lix Mendelssohn-Bartholdy gaben Dirigent und Orchester mit gutem Einfühlungsver-mögen dem Solisten Albert Ernst (Violine) für seine brillante Technik und sein anpas-sendes Spiel einen würdigen Rahmen“.

 

 

2. Mai 1946: „Das Städtische Orchester Aachen spielt unter der Leitung von Prof.Th.B. Rehmann für die Kulturgemeinde Alsdorf Werke von Wolfgang Amadeus Mozart. Kartenverkauf im Arbeitsamt“.

 

 

23. Mai 1946: „Die Kulturgemeinde veranstaltet ihr 5. Konzert mit Werken von Wolf-gang Amadeus Mozart, Carl Maria von Weber, Edward Grieg, Friedrich Smetana, Otto Nikolai, Albert Lortzing und Joh.Strauß. Das Städt.Orchester Aachen unter Leitung von Willy Pitz mit den Solisten Hanni Mack (Sopran) und Winand Esser (Bass) wird für ei-nige herzliche Stunden sorgen“.

 

(Ist von dem 5. Konzert die Rede, so muss außer dem Eröffnungskonzert vom 21.2. 1946 noch ein weiteres stattgefunden haben).

 

13. Juni 1946: „Die Kulturgemeinde Alsdorf hatte am 13.Juni zu einem Lieder- und Balladenabend im Atrium-Theater eingeladen. Solist des Abends war Hubert Wolks (Aachen). ..So wurden die einzelnen Gesänge, im besonderen „Der Doppelgänger“ von Schubert, „Die beiden Grenadiere“ von Schumann, „Weylas Gesang“ von Hugo Wolf, zu einem überzeugenden, mitreißenden Erlebnis. Matty Thelen-Diehl am Flügel war dem Sänger immer wertvolle Begleiterin ..“.

 

1. Juli 1946: „Der Einzugsmarsch aus „Tannhäuser“ führte den 7.Konzertabend der jun-gen Kulturgemeinde Alsdorf, „Beschwingte Musik“, im „Atrium-Theater“ an. Es folgte die „Freischütz-Ouvertüre“ und als Beschluß des ersten Teils das „Capriccio-Italien“ von Tschaikowsky. Der zweite Teil brachte Nicolais „Lustige Weiber“ und die altbe-kannten Walzerklänge von Joh.Strauß. Solist des Abends war Josef Connotte mit Arien von Lortzing, Flotow und Puccini ...Die musikalische Leitung des Abends mit dem Städt.Orchester Aachen lag in den Händen von Willi Pitz“.

 

11. August 1946: Die Kulturgemeinde führte im Atrium-Theater am Sonntagmorgen ein Sonderkonzert für die Belegschaften der Alsdorfer Gruben durch. Das Städtische Orchester Aachen unter Leitung von Willi Pitz brachte einen Strauß bekannter Melo-dien von Tschaikowski, Nicolai, Strauß und Lehar. Willi Hermann (Flöte) bewies in ei-ner „Carmen“-Fantasie in der geschickten Bearbeitung des Orchestermitgliedes Röhrig und in einer „Traviata“-Fantasie von Verdi-Poppe die virtuose Beherrschung seines In-strumentes“.

 

5. September 1946: „Die Kulturgemeinde hat die bekannte Rezitatorin Thea Poeten und das Höhne-Trio für einen Rezitationsabend gewonnen. Die Vortragsfolge sieht „Vertraute Wesen“, „Kobolde und Spukgeister“ und „Amor lächelt“ vor“.

 

19. September 1946: „Das Städtische Orchester Aachen eröffnete die Veranstaltung mit der konzertanten Aufführung „Der fliegende Holländer““.

 

2. November 1946: “Das Ballett des Aachener Stadttheaters war bei der Kulturgemein-de Alsdorf zu Gast und bereitete den zahlreich Erschienenen im Kasino Stunden der Entspannung. Zugleich konzertierte Willi Pitz mit dem Städtischen Orchester Aachen, das Strauß, Suppé, Dvorak, Tschaikowski u.a. servierte“.

 

2.Januar 1947: „Die neue Jahresreihe der Kulturgemeinde begann in den Atrium-Lichtspielen mit einem bunten Abend des Aachener Städtischen Orchesters. Melodien aus beliebten Opern und Operetten wurden vom Orchester und den Solisten Hilde Ni-coll-Thönnissen (Sopran), Josef Connotte (Tenor), Kurt Joussen (Bariton) und Winand Esser (Bass) geboten“.

 

23. Januar 1947: „Die Kulturgemeinde bringt im Casino die komische Oper „Der Waf-fenschmied“ von Albert Lortzing. Ausführende sind Solisten, Orchester und Chor des Aachener Stadttheaters unter Leitung von Willy Pitz“.

 

2. Februar 1947: „Die Kulturgemeinde veranstaltete ein Chor- und Orchesterkonzert, an dem der Cäcilienchor St.Castor und Mitglieder des Städt.Orchesters Aachen mit-wirkten“.

 

.21. Februar 1947: „Die Kulturgemeinde Alsdorf veranstaltet im Filmtheater „Atrium“ ein Festkonzert unter der Leitung von Ferdinand Schmitz-Arck. Als Solistin wirkt die bekannte Sopranistin Hilde Nicoll-Thönnissen mit. Das Programm sieht eine gute Aus-wahl musikalischer Darbietungen und Arien aus den Werken unserer großen Meister vor“.

 

16. März 1947: Es ist ein begrüßenswertes Streben der Kulturgemeinde Alsdorf, auch die am Ort selbst lebendigen kulturellen Kräfte zu Wort kommen zu lassen. So wurde das Chor- und Orchesterkonzert im Kasinosaal in der Hauptsache vom Alsdorfer Män-nergesangverein und der Alsdorfer Musikvereinigung getragen. Abgesehen von einer kleinen Entgleisung in einem der letzten Chöre bewies sich der Alsdorfer Männerge-sangverein unter Leitung von J.Sperth als ein bestens geschulter Chor, in dem das gute Stimmenmaterial neben einer sauberen, gepflegten Artikulation schon ausgeglichen und gerundet ist. Den orchestralen Teil des Abends bestritt die Alsdorfer Musikvereinigung, verstärkt durch Mitglieder des Städt. Orchesters Aachen unter Leitung von H.Peusens. Wenn auch einige Schönheitsfehler ( Einsätze, Tempi) vorhanden waren, so wurde doch im Ganzen sauber, exakt und zügig musiziert. Solisten des Abends waren Hanny Mack (Aachen), die mit ihrem sympathischen Sopran und sicherer Koloraturtechnik Gesänge von Schubert und Mozart überzeugend zu Gehör brachte, und Hubert Wolks (Aachen),

der mit seiner prachtvoll kraftvollen, weiträumigen Baritonstimme und feinem Einfüh-lungsvermögen Liedern von Schumann und Loeweschen Balladen sichere Sinndeutung und beglückende klangliche Gestaltung gab. K.Vent am Flügel war ein ausgezeichneter Begleiter. J.V. (Jakob Vonberg?)“.

 

22. April 1947: „Die „Alsdorfer Kulturgemeinde“ brachte im Kasinosaal die erste Bühnenaufführung des Aachener Stadttheaters, den „Vetter aus Dingsda“ von Eduard Künnecke. Die schmissige Operette in der geschickten, flüssigen Regie von K.Ch. Langen und der musikalischen Leitung von Josef de Lamboy fand starken Beifall“.

 

Diese Veranstaltung dürfte die letzte in dieser Spielsaison gewesen sein. Die Kulturge-meinde hatte entschieden, künftig einen Winterspielplan aufzustellen, der mit dem 16.10.1947 begann.

 

16. Oktober 1947: „Die Kulturgemeinde Alsdorf eröffnete im Kasino ihre diesjährige Winterspielzeit. Vielfachen Wünschen entsprechend soll das Hauptgewicht auf Bühnen-aufführungen gelegt werden. Träger der Aufführungen sind die Städtischen Bühnen Aachen. Das geistvolle Spiel „Undine“ des modernen französischen Dichters Jean Gi-raudoux wird den Reigen eröffnen ... Eine beschränkte Zahl von neuen Mitgliedern kann noch aufgenommen werden. Anmeldungen schriftlich an die Kulturgemeinde Alsdorf – Gymnasium“.

 

27. Oktober 1947: „Es folgt „Figaros Hochzeit“ von W.A.Mozart. Die Kulturgemeinde lädt die Alsdorfer Bevölkerung herzlichst ein, an den Veranstaltungen, die trotz aller Schwierigkeiten wie bisher durchgeführt werden sollen, teilzunehmen“

 

Es kann nicht gesagt werden, ob die nächsten beiden Veranstaltungen im Zusammen-wirken mit der Kulturgemeinde gestanden haben. Es sind wieder musikalische Darbie-tungen, deren Ausführung aber bei Gruppen und Personen stand, mit denen die Kul-turgemeinde schon in Zusammenarbeit gestanden hatte. Was Bühnenwerke betrifft, wurde schon berichtet, dass deren Aufführungen damals doch mit Schwierigkeiten ver-bunden waren, mögen es solche technischer Art oder solche des Aufführungsortes ge-wesen sein.

 

 

7. Dezember 1947: „Der Alsdorfer Männergesangverein 1858 veranstaltete im Casino-saal der Grube Anna ein Konzert volkstümlicher Chöre. Der Verein hat unter Leitung

von Chormeister J.Sperth nicht nur seine Mitgliederzahl mehr als verdoppelt, sondern sich auch zu einem geschlossenen Ganzen in gesanglicher Hinsicht entwickelt. Dr.Karl Vent als Solist brachte die „Rhapsodie Es-dur“ von Brahms und „Impromptu As-dur“ von Schubert zu Gehör“.

 

 

25. Januar 1948: „Der Männergesangverein „Liederkranz“, Würselen, dessen bisherige Konzerte musikalische Ereignisse von Bedeutung waren, veranstaltete unter Leitung von Willy Pitz im Casinosaal ein Chorkonzert. Auf dem Programm stehen Werke von Bruckner, Hegar, Kaim, Neumann, Schubert und Schumann. ...Der Abend wurde durch Frau Hilde Nicoll-Thönnissen bereichert, deren strahlender Sopran mühelos die Schwie-rigkeiten der gebotenen Lieder überwand und wie gewohnt mit ihrem Auftreten den si-cheren Erfolg verband. Die Künstlerin fand in Musikdirektor Willy Pitz einen anpas-sungsfähigen und sicheren Begleiter“.

 

Auf jeden Fall ist zu ersehen, dass es in dieser Zeit kulturelle Aufführungen in Alsdorf gab, ob sie im Rahmen des Programms der Kulturgemeinde oder von „Konkurrenten“ geboten wurden. Über diese Tatsache äußerte sich später die Kulturgemeinde noch.

 

 

6. Mai 1948: „Einen unterhaltsamen Maiausflug, der viele Überraschungen brachte, un-ternahmen die Städtischen Bühnen am Himmelsfahrtstag mit ihren Freunden von der Alsdorfer Kulturgemeinde. Das Reich der Oper, der Operette und des Balletts war das weitgespannte Ziel, an dem wir u.a. Puccini, Tschaikowski. Strauß und Rixner begegne-ten. Die glücklich gewählte Vortragsfolge und die Leistungen der Mitwirkenden brach-ten dem Abend den verdienten Erfolg ein. Else Bischof-Bornes gewann schnell ihr Publikum. Beifällig wurde auch Josef Connotte aufgenommen. Die Tanzvorführungen – erwähnt seien nur Leonie Renoldi und Günther Braun – gefielen z.T. sehr, verloren je-doch zum Schluss an innerer Geschlossenheit. Im ganzen aber lässt sich sagen, dass Alsdorf wieder einmal einen Abend erlebte, der den ungeteilten Beifall seiner Gäste durchaus verdiente“.

 

 

17. Mai 1948: „Man hatte viel von Maria Caroni, der einstmaligen Sopranistin der Wiener und Mailänder Oper, erwartet; jetzt können wir sagen, dass die Erwartungen weit übertroffen wurden und die Künstlerin den Arien- und Lieder- und Balladenabend der Alsdorfer Kulturgemeinde zu einem einzigartigen Erlebnis gemacht hat. Hubert Wolks, dessen Hauptstärke wie immer in den Balladen lag, brachte durch seinen herben Ton und die vollendete Tiefgründigkeit seines Bassbariton einen wohlausgeglichenen Kontrast gegenüber der Sängerin zur Wirkung. Matty Thelen-Diehl begleitete in der ihr eigenen ausdrucksvollen Art am Flügel. Das Alsdorfer Publikum brachte den Künstlern anhaltende Ovationen und erzwang mehrere Zugaben“.

 

 

22. Mai 1948: „Die Alsdorfer Musikvereinigung wird mit der Kulturgemeinde ein Kon-zert aufführen, das neben der Symphonie Nr.5 von Franz Schubert und dem Violinkon-zert a-dur von Mozart Werke von Sibelius, Grieg u.a. vorsieht“.

 

 

10. Juni 1948: „Mit einer begeistert aufgenommenen Aufführung von Neumanns „Pa-triot“ durch die Städt.Bühnen Aachen ging die Spielzeit der Alsdorfer Kulturgemeinde zu Ende. Sie war reich angefüllt mit Ballett-, Konzert- und Theateraufführungen, für die die Alsdorfer Kunstfreunde dankbar sind“. (Alfred Neumann 1895-1952)

 

Aachener Theaterprominenz stützt die Anfänge der Kulturgemeinde

 

Wilhelm Pitz, Chordirektor Leonie Renoldi,Ballettmeisterin Winand Esser, Bassist

 

Otto Kirchner, Intendant des Thea Poeten, Schauspie- Kurt Sieder, Gründer

Stadttheaters 1939-44; 1949-1950 lerin und Rezitatorin des Zimmertheaters

 

Karl-Heinz Walther, Intendant des Grenzland-

theaters, mit Ingeborg Meyer in: „Tod eines

Handlungsreisenden“ von Arthur Miller,1986

 

Es werden Werke genannt und ihre Schöpfer, die Komponisten. Die Werke finden den Beifall der Zuhörer und Zuschauer. Doch wer waren diese Komponisten? Wie sahen sie aus? Die Antwort auf diese Fragen gehört mit zum Kulturwissen einer Gemeinde. So sollen die Portraits wenigstens einiger gezeigt werden, die mit ihrer Kunst Kultur berei-cherten.

 

 

Am Sonntag, dem 20. Juni 1948, war die Währungsreform da. Sie war für alle Men-schen ein einschneidender Vorgang im Leben. Jeder Bürger erhielt ein Startkapital von 40 Deutschen Mark, eine fünfköpfige Familie also 200 Deutsche Mark. Die Reichsmark hatte ihr Ende gefunden. Wer noch Geld der alten Währung hatte, konnte das im Ver-hältnis 1 : 10 umtauschen; also 1.000 Reichsmark = 100 Deutsche Mark. Das war zum „Startkapital“ eine Zulage, die da half, wo Reichsmark noch im höheren Umfang im „Spartopf“ war. Dann wurde das neue Lohneinkommen zum Maßstab. Der Nachholbe-darf im eigenen Haushalt war groß. Verluste durch Krieg und Evakuierung konnten weitgehend bis zur Währungsreform nicht ausgeglichen werden, weil es in den Ge-schäften keine Ware gab; jedenfalls nicht solche zum freien Verkauf. „UT-Ware“, also „unter der Theke-Ware“ für den Tauschhandel, gab es schon. Aber wer hatte schon geeignete Gegenwerte für solche Tauschgeschäfte. So blieb vorhandene Ware im Kel-ler. Sie wurde „gehortet“. Waren am Samstag, dem 19.6.1948, die Schaufenster der Ge-schäfte leer, so gerieten die Menschen am Montag, dem 21.6.1948, in ein Erstaunen über die oft genug voll ausgelegten Schaufenster nahezu aller Geschäftsbranchen, wenn die Lebensmittelläden hiervon auch nicht besonders betroffen waren. Welche Le-bensmittel halten sich schon über fast drei Jahre und länger; und dabei waren solche während der Endphase der NS-Zeit und des Krieges schon nicht mehr aufzutreiben.

 

Die neue Währung und der damit verbundene Geldmangel berührten auch stark das bisherige Leben und Wirken der Kulturgemeinde. Ihr Leben hing und hängt auch heute noch von den wirtschaftlichen und persönlichen Möglichkeiten der Bürger ab. Es kam zu einem gewaltigen Einbruch oder Einschnitt. Wenn es in jenem Zeitungsbericht zum 15jährigen Bestehen der Kulturgemeinde hieß: während damals der Beitrag 8 RM be-trug, heute nur 3 DM, so ist das irreführend. Die Reichsmark hatte keinen Wert. Was bekamen die Menschen für 8 Reichsmark? Nichts. Da war das vielfach „massig“ vor-handene Geld gut für die Kultur angelegt. Aber die Deutsche Mark? Sie war knappes Kapital. Damit musste mehr als sorgfältig gewirtschaftet werden. Da gab es für die meisten Familien keinen „Überschuss“ für Dinge, die eigentlich nicht zum allgemeinen täglichen Bedarf gehörten. Darüber äußerten sich die Verantwortlichen in der nachfol-genden Zeit immer wieder in der Presse.

 

Ein Zeitungsbericht in der Aachener Volkszeitung vom 21.5.1949 macht die Lage deut-lich: „Alsdorfs Kulturgemeinde hat Sorgen. Am Donnerstag musste die von der Kulturgemeinde angekündigte Aufführung von Gogols „Revisor“ ausfallen, weil sich nicht die genügende Zahl Interessenten eingefunden hatte. Die Kulturgemeinde, deren diesjährige Spielzeit allmählich dem Ende entgegengeht, steht damit wieder – wie bereits vor einem Jahr – vor ihrer Existenzfrage. Es wäre schade und unverständlich, wenn sich die Bevölkerung Alsdorfs um die Kulturgemeinde, die sich wie keine andere Einrichtung um die kulturellen Bedürfnisse der Großgemeinde bemüht hat, berauben würde. Sie würde sich damit um die einzige Möglichkeit bringen, in regelmäßiger Folge wirklich hochwertige künstlerische Darbietungen in Alsdorf zu erleben“.

 

In der Aachener Volkszeitung gab es für 1949 keine Berichte über Veranstaltungen der Kulturgemeinde. Dennoch gab es vereinzelte Aufführungen, denen sicher immer wieder die Angst vorausgegangen war, ob der Kartenverkauf die Kosten trägt. So wurde am 19. März 1949 das Drama „Des Teufels General“ von Carl Zuckmayer von den Bühnen der Stadt Aachen im Kasino Anna aufgeführt, für das die frischen Abiturienten eine Schü-lerkarte für den Eintritt erhielten. Daran erinnert sich Willi Nacken aus Baesweiler, der voll Stolz zur Erinnerung an dieses Ereignis die Eintrittkarte aufbewahrte.

 

Am 29.10.1949 wird von der Aufführung „das Land des Lächelns“ von Franz Lehar geschrieben, das von der „Düsseldorfer Operettenbühne“ im Kasinosaal aufgeführt wurde. Wer hier Veranstalter war, ist nicht bekannt, jedenfalls nicht die Kultur-gemeinde. Es war eine Veranstaltung, die bis auf den letzten Platz besetzt war. Dann heißt es: „Fest steht, dass sich seit langem keine Bühnenaufführung – auch nicht die der Kulturgemeinde – eines derartigen Zuspruchs erfreut hat“. Bei der Suche nach der Be-gründung für den Zulauf wird angeführt: „Ob es an der allgemeinen Beliebtheit der Bühne bzw. ihrer Vorgängerin, der „Elkenbühne“, oder an den erfreulich niedrig gehal-tenen Eintrittspreisen lag, ist schwer zu sagen“. Die Kulturgemeinde lebte und wirkte jedoch noch, doch weitaus mehr im Hintergrund. Am 1.12.1949 ist wieder von der Düsseldorfer Operettenbühne die Rede, die auf der Kasinobühne Kalmans „Czardas-fürstin“ aufführte. Diese Aufführung, die im Rahmen der Bergmannsbetreuung durch-geführt wurde, fand den herzlichen Beifall des zahlreich erschienenen Publikums. Nun sollte nicht die Meinung aufkommen, Alsdorfer hätten die Hände in den Schoß gelegt. Da gab es zunächst einmal das Treffen des Sängerkreises Aachen zum Leistungssingen in Alsdorf am 25.11.1949 im Kasino. „Das sollte Schule machen“; Bericht in der AVZ vom 7.2.1950: „Die Pfarrjugend von St.Castor veranstaltete am Donnerstagabend im Saale Eschweiler einen Musikabend, der der Sonate gewidmet war. In seinem einlei-tenden Referat hatte es Lehrer Vorhagen sich zur Aufgabe gestellt, Herzen und Empfin-den der jungen Menschen auch für klassische Musik wie die Sonate zu öffnen und zu-gänglich zu machen. Mit Recht wies der Vortragende darauf hin, dass man beispiels-weise die „moderne“ Unterhaltungsmusik im Radio ohne weiteres über sich ergehen ließe; würde dann plötzlich eine Klaviersonate gebracht werden, schaltete man in der Regel ab. Und weshalb? Das Sonatenstück erfordert die ganze Aufmerksamkeit des Zu-hörers und vor allem dessen Verständnis. Im übrigen sei solche Musik eine bessere Me-dizin für die Menschen von heute als die Geräuschkulisse der Tanz- und Unterhaltungs- musik“. Am 23.3.1950 führte der „Verein für Bühnenkunst und Gesang“ Oidtweiler im Saal Ortmanns in der Schaufenberger Straße die Operette „Wela Mädchen“ von Karl Bette auf; so die Aachener Volkszeitung vom 22.3.1950. Aktiv war die „Volksbühne Eintracht“ und die Laienspielbühne „Frohsinn“, die hier und da mit eigenen Kräften Theateraufführungen und musikalische Veranstaltungen boten. Ob eine gewisse Resig-nation bei den Verantwortlichen der Kulturgemeinde aufgekommen war, ist schwer zu sagen. Von der 2. Hälfte des Jahres 1949 bis zum Mai 1952 war in dieser Zeitung über die Kulturgemeinde Alsdorf nichts mehr zu lesen. Das galt erst recht für die „Aachener Nachrichten“. Auf anderem Niveau boten sonstige Veranstalter meist Werke der „leich-ten Muse“.

 

Der Vorstand der Kulturgemeinde musste das „Rätsel“ lösen und den Weg zu neuem Erfolg finden. Am 9.Mai 1952 erschien in der Aachener Volkszeitung wieder eine An-kündigung „Letzte Veranstaltung der Kulturgemeinde. Die Kulturgemeinde beschließt am Montag, 12.Mai, ihre Veranstaltungsreihe 1951/1952. An diesem Abend ist um 20 Uhr im Kasinosaal das Aachener Zimmertheater mit dem Schauspiel „Das heisse Herz“ von John Patrick zu Gast. Kartenvorverkauf: Buchhandlung M.Zinken, Rathausstraße“. Wie die Veranstaltungsreihe aussah, ist noch nicht bekannt. Aber im „Aktuellen“ vom 31.10.1952 ist auf die Vorstandssitzung vom 27.10.1952 verwiesen: „Herr Oberstudien-direktor Dr. Gebel berichtete, dass von neun Veranstaltungen der vergangenen Spielzeit nur eine – Kleists „Der zerbrochene Krug“ – einen geringfügigen Überschuss gebracht habe“. Herr Vonberg gab dann den Rahmen für das Programm der Saison 1952/53 bekannt. Wiederum werde das Zimmertheater eine dominierende Rolle spielen. Ver-handlungen mit dem Rheinischen Landestheater Neuss seien noch in der Schwebe.

 

Für die Arbeit und Organisation sind weiter folgende Anmerkungen von Bedeutung: Herr Rentmeister Manfred Eschweiler gab den Kassenbericht, der trotz des städtischen Zuschusses nur einen Reingewinn von 5,60 DM auswies. Dann heißt es: Der alte Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt; hinzugewählt wurde Herr Eschweiler als Schrift- und Kassenführer in den geschäftsführenden Vorstand“. Herr Eschweiler, der den Kassenbericht für das vergangene Jahr gegeben hatte, war also bis dahin nicht Mit-glied des geschäftsführenden Vorstandes, gehörte also wahrscheinlich nur dem erwei-terten Vorstand an wie die Beisitzer. Die werden 1952 für die nächste Periode auch genannt: „als Vertreter der Stadt Herr Stadtdirektor Dr.Eckert, als Vertreter der kath. Konfession Herr Pastor Borgmann, als Vertreter der evgl. Konfession Herr Pfarrer Langenbruch, außerdem Frau Hilde Küpper, Freifrau von Seefried und die Herren Dr. Eugen, Dr.Esser und Rektor Löhrer“. Es fällt aus heutiger Sicht auf, dass Vertreter der politischen Parteien dem erweiterten Vorstand nicht angehörten.

 

So begann die neue Spielzeit 1952/53 mit dem Bühnenstück „Spreu im Wind“ von Ferdinand Bruckner am 18.11.1952.

 

In einem Bericht im „Aktuellen“ vom 16. Oktober 1953 heißt es zu jener Zeit: „Bruch-stelle Währungsschnitt. Die Kulturgemeinde hatte vor der Währungsreform 800 zah-lende Mitglieder; - heute ist deren Zahl auf 150 zusammengeschmolzen; und etwa 120 bis 130 Mitglieder zählen zum Stamm der treuen Besucher. Durch den Währungs-schnitt verlor die Gemeinde ein Kapitalvermögen von 10.000 RM. Dass ein solcher Schlag nicht ohne Folgen bleiben konnte, ist klar. Beschränkte Mittel zwingen zu vor-sichtiger Planung. Um Kunstinstitute wie das Aachener Stadttheater oder das Städtische Orchester, die man vor der Währungsreform sehr oft in Alsdorf sah, zu verpflichten, fehlt das Geld. Breiteste Bevölkerungsschichten, denen es vor der Währungsreform gar nicht darauf ankam, kostspielige Aufführungen zu besuchen, haben noch so vieles an Anschaffungen nachzuholen, dass nach der berühmten Rangordnung der Bedürfnisse zunächst einmal alles zurückgestellt wird, was als nicht unbedingt lebensnotwendig er-scheint. An dieser wirtschaftspolitischen Bruchstelle ist dann zunächst auch die Ent-wicklung der Kulturgemeinde abgebrochen. Der Wiederaufbau vollzieht sich, da er organisch wachsen muss, um von Dauer zu sein, nur langsam und schrittweise“. Damit wird hier zusammengefasst, was vorher schon allgemein zu den wenig günstigen finan-ziellen Verhältnissen in den Familien geschrieben wurde. Der Vorstand konnte auf die letzte Spielreihe zurückblicken. Der Vorsitzende Dr.Dr.Gebel erklärte geradezu pro-phetisch: „ Wir schaffen es, wir schaffen es bestimmt. Wir müssen nur Geduld haben. Zu der Hoffnung, dass wir es schaffen, berechtigt uns der Erfolg, der uns trotz großer Schwierigkeiten bisher nicht versagt blieb“.

 

Aber die Kulturgemeinde Alsdorf brauchte keine Minderwertigkeitskomplexe bei sich aufkommen zu lassen. Sie stand nicht allein in dieser Form da. Den Kunst- und Kul-tureinrichtungen in Aachen ging es nicht anders. Die Finanznot war groß geworden. Die Landesregierung stand vor erheblichen Aufbauarbeiten. Die Gewährung von Zuschüs-sen aus Landesmitteln sank. „Schwere Sorgen um Aachens Kulturleben“ heißt es in der Aachener Volkszeitung vom 3.3.1950. Der Erhebung eines „Kulturgroschens“ standen die Verantwortlichen ablehnend gegenüber. Die Anregungen, Sponsoren zu finden, wurden immer stärker. Alles musste im langsamen Tempo erst neu wieder anlaufen. Die „Städtischen Bühnen Aachen“ waren sich ihrer Bedeutung als „Grenzlandtheater“ be-wusst, obgleich sie diese Bezeichnung offiziell nicht trugen, sich aber so fühlten und das in aller Deutlichkeit gegenüber der Landesregierung betonten. Schon in der Aus-gabe vom 30.1.1950 hatte die Stadt Aachen den Notruf für dieses „Grenzlandtheater“ getan und bei den kommunalen Vertragspartnern ausdrücklich auch die Gemeinde Alsdorf erwähnt. Das Jahr 1950 war aber auch das Jahr, in dem die Geburt des „Zim-mertheaters“ Aachen erfolgte, das am 29.4.1950 im Vortragssaal der „Brücke“, Thea-terstraße 35, zum erstenmal den Vorhang hob und das Schauspiel „Der Mann des Schicksals“ von George Bernard Shaw aufführte; so die Berichte in der Aachener Volkszeitung vom 15.4. und 1.5.1950. Diese Geburtsstunde leitete eine jahrelange Zu-sammenarbeit mit der Kulturgemeinde Alsdorf ein. Dabei sei nicht unterschlagen, dass es in der frühen Zeit auch Meinungen gab, die das Angebot des Zimmertheaters für eine nicht unbedingt glückliche Auswahl betrachtete. Doch dem widersprach Dr.Dr.Gebel nach dem Bericht vom 16.10.1953, wenn er auch dem Hauptausschuss der Stadt Alsdorf entgegenkam, bei den Entscheidungen für das Programm eine Abwechslung mit soge-nannten volkstümlichen Werken zu berücksichtigen.

 

Es war die Zeit, als bereits seit 1950 die Burggartenkonzerte immer mehr die Menschen in der Gemeinde begeisterten Es war die Zeit, in der die Alsdorferin Thea Keutmann ihre Gedichte verfasste, von denen einige der Aachener Musiker und Komponist Emil Röhrig vertonte, so vor allem das Gedicht „Bergmannsleben“, das als Bergmannskanta-te am 3.3.1951 vom Alsdorfer Männergesangverein im Kasino uraufgeführt und mit großer Begeisterung der Zuhörer von Röhrig am 5.9.1953 in der TH in Aachen dargebo-ten wurde. Röhrig war den Alsdorfern als engagiertes Mitglied des Städtischen Orche-sters von Aachen seit den Anfängen der Kulturgemeinde bestens bekannt. Verständlich, dass im „Aktuellen“ vom 19.7.1954 anlässlich seines Todes ein ehrender Bericht er-schien. Es war die Zeit, in der die Volksbühne „Eintracht“ recht aktiv war, die1953 mit der Operette „Viktoria und ihr Husar“ von Paul Abraham aufgewartet hatte und 1954 die Operette „Walzertraum“ von Oskar Strauß anbot. Aber auch diese Vereinigung wies deutlich auf finanzielle Schwierigkeiten hin und warb um Sponsoren; so das „Aktuelle“ vom 27.6.1954. Es war die Zeit der starken Kinobesuche, die Zeit der „Freunde des guten Films“ und die Zeit, in der Woche für Woche im „Aktuellen“ der „Alsdorfer Filmbrief“ mit allen hier laufenden Filmen abgedruckt war.

 

Ja, es war die Zeit, in der seit September 1952 die Alsdorfer Wochenzeitung „Aktuelles aus dem Wurmgebiet“ erschien; „Wochenzeitung für kommunale Nachrichten, Heimat-dienst, Wirtschaftswerbung“ (herausgegeben von der Alsdorfer Werbe-Druck-Gesell-schaft m.b.H.). Für die Inhalte war letztlich die Stadtverwaltung verantwortlich und so-mit an der Abfassung der Berichte wesentlich beteiligt. Dieses „Aktuelle“ nutzte nun auch die Kulturgemeinde Alsdorf im Bemühen, durch gezielte Werbung mit all den an-deren Erscheinungen Schritt zu halten. Es begann bereits mit dem Bericht über die Vorstandssitzung im Oktober 1952. Ganz konsequent ging es mit der neuen Spielsaison in der Ausgabe vom 16.10.1953 los: „Was will die Kulturgemeinde Alsdorf?“. Friedrich Schnorrenberg, langjähriger Mitarbeiter in der Verwaltung der Stadt Alsdorf, über-nahm die Aufgabe, regelmäßig in ausführlichen Berichten die Veranstaltungen der Kul-turgemeinde im „Aktuellen“ anzukündigen und genauso über die jeweils erfolgten Auf-führungen zu berichten. Bildaufnahmen von Schauspielern und Bühnenszenen verstärk-ten den Werbeeffekt in besonderer Weise. Nachfolger in dieser Werbeaktion wurde Hans Rosenboom, der spätere Geschäftsführer der Kulturgemeinde. So lief die Öffent-lichkeitsarbeit, bis das „Aktuelle“ Ende 1988 eingestellt wurde und nicht mehr erschien.

 

Es war die Zeit der Gründung der Volkshochschule (VHS), nachdem der Rat der Stadt Alsdorf am 10.3.1953 einen entsprechenden Beschluss gefasst hatte und die VHS im Oktober desselben Jahres unter der Leitung des Berufsschuldirektors Peter Jumpertz er-öffnet wurde. Schnell hatte die VHS sich auch für die Förderung des Kulturlebens in Alsdorf entschieden, doch nicht in Konkurrenz zur Kulturgemeinde. Die Weichen für die Gleise waren bald gestellt. Die VHS übernahm vor allem den musikalischen Teil, aber auch Veranstaltungen wie Dichterlesungen. In Kürze verfügte sie über ein Kam-merorchester und über ein Jugendorchester, die unter der Leitung von Willy Kronen standen; weiter über ein Akkordeonorchester unter der Leitung von Musiklehrer Josef Hahnraths und schließlich über einen Chor. Das ist jene Zeit, in der in Ofden die beiden Volksschulen aufblühten und in ihnen die Schulchöre, die 1970 für den dort tätigen Grundschullehrer Günther Kerkhoffs zum Grundstock des Städtischen Jugendchores wurden. Hier und da erschienen VHS und Kulturgemeinde als gemeinsame Träger von konzertanten Aufführungen wie auch von Dichterlesungen z.B. mit Eugen Roth bereits am 11.11.1954 in der alten Berufsschule.

 

Die Kulturgemeinde konzentrierte sich in der nachfolgenden Zeit mehr auf die Auffüh-rung von Theaterwerken und trug damit gezielt das dichterische und schauspielerische Wirken bedeutender Menschen in das Bewusstsein der Bevölkerung. Nur wenige Por-traits von Autoren sollen im weiteren Verlauf dieser Ausführungen abgebildet werden, um so noch mehr Beziehung zu diesen Menschen und ihren Werken zu bekommen. Die Beschränkung der Zahl ist notwendig, damit der Rahmen der Arbeit nicht gesprengt wird. Dafür reicht der Blick aber weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.

 

Diese Zeit brachte aber für die Kulturgemeinde Alsdorf auch personelle Veränderungen im Vorstand. Auf der Vorstandssitzung von Juli 1954 verabschiedete Dr.Dr.Gebel den Geschäftsführer Jakob Vonberg, der beabsichtigte, nach Aachen zu verziehen, und der in rund 7 Jahren „sein Amt mit großem Erfolg geführt und Entscheidendes zum Wie-deraufstieg der Kulturgemeinde, vor allem in der Krise nach dem Währungsschnitt, bei-getragen“ hatte. Es war dieselbe Sitzung, auf der der Vorsitzende erwähnte, dass nun auch die Alsdorfer Theatervereine Volksbühne „Eintracht“ und der Dilettantenbund Alsdorf ihren korporativen Beitritt zur Kulturgemeinde erklärt hatten.

 

Stadtrentmeister Manfred Wilhelm Eschweiler wurde auf der-selben Sitzung zum neuen Geschäftsführer gewählt. Über ihn wur-de schon in seiner Funktion als Schriftführer und Kassierer erst im erweiterten, dann im geschäftsführenden Vorstand berichtet. Es ist anzunehmen, dass er neben dem Amt des Geschäftsführers auch weiterhin die Arbeiten des Kassierers erledigte. Sein Engagement war groß, sollte aber nicht lange der Kulturgemeinde und der Be-völkerung beschieden bleiben. Bereits am 6.8.1957 verstarb er nach kurzer, schwerer Krankheit.

 

Auf der Mitgliederversammlung von September 1957 heißt es: „Die Kulturgemeinde gedenkt auch an dieser Stelle mit Dankbarkeit ihres verstorbenen Geschäftsführers, Herrn Stadtrentmeister Eschweiler, der jahrelang mit Idealismus und vielen Mühen die Geschäfte der Kulturgemeinde geführt hat“.

 

Stadtamtmann Theodor Helpenstein wurde neuer Geschäftsführer und arbeitete in die-sem Amt rund 13 Jahre bis zum Jahr 1970. Es ist davon auszugehen, dass Theodor Hel-penstein die Bedingung gestellt hatte, jedenfalls nicht mit der Kasse der Kulturgemein-de belastet zu werden. Mit dem Tod von Manfred Eschweiler war auch das Amt des Stadtrentmeisters vakant geworden, so dass die Stelle neu zu besetzen war.

 

August Heinrichs wurde neuer Stadtrentmeister. Er wurde für die Kulturgemeinde zum Kassierer gewählt. Presseberichte über personelle Veränderungen waren in jener frühen Zeit spärlich. Eine erste Anmerkung finden wir in dem Bericht vom 27.9.1957 im „Aktuellen“, das der letzten Mitgliederversammlung folgte: “Anmeldungen in die Kulturgemeinde können erfolgen bei Herrn Stadtinspektor Heinrichs, Stadtkasse“. Im Bericht vom 25.8.1961 zum 15jährigen Bestehen gibt es dann einmal eine nähere Erläu-terung: „Alle unsere Geschäftsführer, die wir im Laufe der Jahre hatten, haben ihr Be-stes geleistet und viele Stunden ihrer Freizeit geopfert. Jetzt führt Herr Stadtamtmann i.R. Helpenstein als geschäftsführendes Vorstandsmitglied die Geschäfte der Kulturge-meinde. Mit viel Mühe und sicherer Hand arbeitet er in selbstloser Weise für sie, wäh-rend Herr Stadtrentmeister Heinrichs die Kasse führt und darauf achtet, dass wir finan-ziell durchkommen“.

 

Zur Tätigkeit des Geschäftsführers ist dort, teils etwas bissig, ausgeführt, dass „der Ge-schäftsführer die vorbereitenden Verhandlungen für jede Veranstaltung zu führen hat, die Verträge vorzubereiten, den Saal zu besorgen. Wie viele Fahrten, Gänge, Rückspra-chen und Telefongespräche sind erforderlich? Und wenn alles geklappt hat, fällt ihm ein Stein vom Herzen. Die meisten, die eine Vorstellung besuchen, wissen von all dieser mühevollen Kleinarbeit nichts. Man zollt den Künstlern reichen Beifall, der Geschäfts-führer steht still im Hintergrund und ist zufrieden. Klappt einmal etwas nicht, dann weiß man sofort, dass es einen Geschäftsführer gibt, der seine Schuldigkeit nicht getan hat“.

 

Nach diesen Zitaten aus 1961 geht es aber wieder zurück in die 50er Jahre. „Was will die Kulturgemeinde Alsdorf?“ Die Antwort war in mehrfacher Hinsicht eindeutig: „Kultur hat immer etwas mit Niveau zu tun und setzt eine gewisse geistige Haltung und ein geistiges Interesse voraus. Man stellt Ansprüche an sich und an andere; man will geistig mitarbeiten und ist an allem interessiert, was dem Fortschritt dient. So dient auch die Kulturgemeinde dem Fortschritt im besten Sinne des Wortes. Es ist ihr Bestreben, wertvolles Kulturgut, Werke deutscher und ausländischer Autoren in künstlerisch ein-wandfreier Form zur Aufführung zu bringen und insbesondere Werke zur Diskussion zu stellen, deren Inhalt von den Fragen der Zeit getragen ist und den modernen Menschen unmittelbar anspricht. Das will aber nicht heißen, dass man ein auf wenige Menschen abgestelltes exklusives Programm durchsetzen und sich in einer Ebene bewegen möch-te, die besondere Vorbildung voraussetzt und nur bestimmten Bevölkerungskreisen zu-gänglich ist. Das Gegenteil ist der Fall. Die Kulturgemeinde wendet sich bewusst an den gesund denkenden, kulturell interessierten Menschen aller Bevölkerungskreise“. Nach diesem Bekenntnis, das am 16.10.1953 im „Aktuellen“ abgedruckt ist, handelte die Kul-turgemeinde Alsdorf bis heute. Dieses Bekenntnis war die stabile Grundlage dafür, das wieder zu erreichen, was vor 1948 im wahrsten Sinne in ihr lebte; die Grundlage für die geradezu prophetische Feststellung von Dr.Dr. Gebel: „wir schaffen es bestimmt“.

 

Die Programminhalte auch in der Zeit nach 1952/53 liefen nun nicht so, dass nur noch Schauspiele angeboten wurden. Es gab in der nächsten Zeit immer noch einen Wechsel zwischen Schauspiel und Konzert, wobei besonders das Konzert mit den Wiener Sän-gerknaben am 9.4.1954 und das mit dem Aachener Domchor unter der Leitung von Prof. Theodor Bernhard Rehmann am 5.3.1955, beide im Kasino, hervorzuheben sind.

 

Neben einigen Dichterlesungen wie z.B. mit Eugen Roth am 11.11.1954 und der Begeg-nung mit Felix Graf von Luckner am 9.1.1955 standen die Theaterwerke an. Dabei wird aber auch – abwechslungsreich genug – der Lichtbildervortrag des Tiefseeforschers Hans Hass am 13.10.1961 nicht vergessen.

 

Nach den anfänglichen Verbindungen zu den Städtischen Bühnen Aachen wuchsen immer mehr die Beziehungen zu dem 1950 gegründeten Aachener Zimmertheater, aber genauso zum Rheinischen Landestheater Neuss. Es kann gesagt werden, dass die Auf-tritte beider Theater sich in etwa die Waage hielten.

 

Das Bühnenrepertoire war in jener Zeit sicher stark von den klassischen Werken ge-prägt: 1952 „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist, schon am 21.5.1949 ging es um Nicolai Gogols „Revisor“, der aber wegen schlechter Nachfrage nicht zur Auf-führung kam. Am 24.3.1953 trat das Zimmertheater mit Jean Baptist Molières Lustspiel „Der eingebildete Kranke“ auf. Am 19.10.1953 folgte William Shakespeare mit dem Lustspiel „Der Widerspenstigen Zähmung“; am 25.11.1955 wurde das Lustspiel „Die-ner zweier Herren“ von Carlo Goldoni aufgeführt; am 2.3.1956 ging es mit „Mittags-wende“ von Paul Claudel etwas in die Neuzeit; am 14.12.1956 führte „Minna von Barn-helm“ von Gotthold Ephraim Lessing wieder weiter zurück; aber am 15.3.1957 wartete Arthur Miller mit dem Schauspiel „Blick von der Brücke“ auf; am 3.1.1958 Edgar Wallace mit „Der Hexer“; der poetische „Neuling“ Karl Wittlinger wurde am 20.3.1958 mit seinem „Lazarus“ bekannt; am 26.9.1958 folgten „Die schmutzigen Hände“ von Jean Paul Sartre, um dann am 28.11.1958 wieder in die Zeit von Jean Baptiste Moliére mit dem Lustspiel „Der Geizige“ zurückzufallen. Wozu ein Theater in der Lage ist, zeigte das Aachener Zimmertheater mit dem bekannten Gastschauspieler René Deltgen, der kurz hintereinander mit dem damals jungen Alsdorfer Schauspieler Josef Quadflieg nach Alsdorf kam und am 23.10.1956 in dem moderneren Spiel „An einem Tag wie jeder andere“ von Joseph Hayes und am 4.10.1957 in Goethes „Faust“ mitwirkte. Die aus den frühen Programmen „gerissenen“ Aufführungen sind nur wenige. Sie sollen aber die Vielfalt zeigen, die für die Programme aus der langen und großartigen Kul-turgeschichte entnommen worden war, während die vollständigen Jahresprogramme im Anhang abgedruckt sind, soweit sie ihrem Inhalt nach in Erfahrung gebracht wurden.

 

 

 

Gäste der Kulturgemeinde Alsdorf

Kapellmeister, Dichter, Abenteurer, Intendanten, Schauspieler

 

Dichter, beliebte Bühnen, bekannte Schauspieler kamen nach Alsdorf. Aber auch man-che Kritiken an Leistungen z.B. des Zimmertheaters mussten zur Kenntnis genommen werden. Gewiss waren und sind die Inhalte von Bühnenwerken, ja auch die von Kon-zerten nicht immer „jedermanns Sache“. Allgemein war der Zuspruch jedoch sehr er-freulich gewesen. Das war weitgehend auch die Folge einer gezielten Werbung der Kulturgemeinde von 1953 an, vornehmlich im „Aktuellen“: 1954, „Kulturgemeinde Alsdorf, Rückblick und Ausblick“; 1955, „Kulturauftrag einer Gemeinde“; 1957, „Ein Wort für die Kulturgemeinde“ und „Werden Sie Mitglied der Kulturgemeinde Alsdorf“; 1958, „Die Kulturgemeinde ist für alle da!“; und 1961 konnte auf 15 Jahre Arbeit und Leistung der Kulturgemeinde zurückgeblickt werden.

 

Bei diesem Engagement der Vorstandsmitglieder stabilisierte sich die Kulturgemeinde. Die Gemeinde Alsdorf hatte am 7.1.1950 die Stadtrechte erworben. Die Kulturge-meinde war nun eine solche in der neuen Stadt geworden. Die eigene Entwicklung der Kulturgemeinde bewegte den Vorstand zu noch mehr Wirkung im öffentlichen Leben dieser jungen Stadt. Auf ihren Antrag hin wurde die Kulturgemeinde berechtigt, auf ihren Geschäftsbögen das Wappen der Stadt Alsdorf zu führen; so die Mitteilung im „Aktuellen“ vom 2.1.1957.

 

Die Lebensverhältnisse der Bürger hatten sich nach der Währungsreform von 1948 doch schnell gefestigt. Ein starkes Anspruchsdenken hatte sich entwickelt. Davon blieb auch die Kulturgemeinde nicht verschont. Die Anforderungen, die Bürger und Mitglieder über die Kulturgemeinde an Bühnen, Werke und vor allem an „Stars“ oder Prominen-tengäste stellten, steigerten sich immer mehr. Die Kosten und die Finanzierungen waren kaum noch in einem Gleichmaß zu halten. In dem Zusammenhang soll jedenfalls in weiten Teilen eine Stellungnahme im „Aktuellen“ vom 25.9.1959 wörtlich wiedergege-ben werden, die das Beiratsmitglied Rechtsanwalt Gerhard Heinrich Mürkens in seiner allgemein sachlichen, aber dennoch von Ironie durchsetzten Art verfasst hatte. Diese Stellungnahme sieht viele Aspekte. Sie hatte damals ihre Berechtigung und hat an ihrer Berechtigung auch heute nichts verloren. Dabei überschrieb er seine Gedanken mit der rhetorischen, von Entsetzen getragenen, aber ironisch gemeinten Frage: „Die Callas kommt nicht?“

 

„Nach der Aufführung von Goethes Faust mit R. Deltgen äußerte sich ein bis dahin durch Abwesenheit glänzender Besucher, die Aufführung sei für ihn ein wirkliches Er-lebnis gewesen, er habe das Stück nicht gekannt und gar nicht gewusst, dass es so etwas gebe. Er äußerte sich tief ergriffen und wiederholte mehrfach sein Bedauern, dass er sich um „so etwas“ bisher nicht gekümmert hat. ... Ich betrete ein Schallplattengeschäft. Da ich gewöhnt bin, dass junge Leute, die sich dort Platten vorspielen lassen, nur Jazz-musik wünschen, traute ich meinen Ohren nicht, als ich klassische Musik hörte. Den Kauflustigen, offenbar einen Jungbergarbeiter, der gerade von der Schicht kam, fragte ich zögernd, ob er die Schallplatte für sich haben wolle. Er bejahte und fügte stolz hin-zu, seine Schallplattensammlung könne sich sehen lassen. Dann meinte er, auf Schall-platten sei man ja angewiesen, weil die Stadt auf dem Gebiet der Musik nichts tue, nicht einmal die Kulturgemeinde.“

 

Jener hatte erfahren, was es doch außerhalb seiner vier Wände noch alles gibt. Dieser sammelte in seinen vier Wänden und merkte nicht, was außerhalb dieser vier Wände ge-rade auf dem Gebiet der Musik schon seit 1946 geboten wurde. Zwei Pole, die sicher in der Kulturgemeinde gut aufgehoben gewesen wären und weiter gut aufgehoben sind: Bereitschaft zu lernen und Aufgeschlossenheit mitzumachen. G.H.Mürkens fährt dann fort:

 

„Den weiteren Ablauf des Gesprächs kann sich der geneigte Leser ausmalen. Es war die Rede von den hohen Kosten, die prominente Künstler und Orchester verursachen; von den Schwierigkeiten, geeignete Liebhabermusiker zu finden, die sich eine Freude und Ehre daraus machen, ihren Mitbürgern ohne Stargagen einen Kunstgenuss zu bereiten; von dem unterschiedlichen Interesse, das für solche Darbietungen besteht; von den Ab-lenkungen, die die moderne Zeit durch Rundfunk, Fernsehen, Film, Sport, Karneval usw. bietet....... Dass die Erfüllung ihrer Kulturaufgaben nicht in vollkommenerem Maße gelingen kann, ist nicht die Schuld der Kulturgemeinde. Sie ist kein auf Erwerb gerichtetes Unternehmen und lässt sich in der Gestaltung ihrer Preise von sozialen Ge-sichtspunkten leiten. Die Gegenüberstellung des Zuschusses, den die Allgemeinheit für ein ganzes Jahr in Höhe von 3.000 DM leistet, mit den Kosten, die die Stadt mit 2.500 DM für den Rosenmontagszug auswirft (der nach wenigen Stunden beendet ist), mag schon die Kunst und ihre Bewertung in der heutigen Zeit erkennen lassen. Aber ob-schon man sie als Stiefkind behandelt, verlangt man Darbietungen allerersten Ranges; man möchte am liebsten die Callas hören (vielleicht mehr noch sehen), Karajan müsste nach Meinung vieler eigentlich jedes Jahr erscheinen, abwechselnd mit dem Berliner, Wiener oder Londoner Symphonie-Orchester. Da dies bei einiger Überlegung nicht möglich ist, lehnen sie die Kulturgemeinde ab. Ihrer obengeschilderten Aufgabe ent-sprechend darf sich die Kulturgemeinde nicht entmutigen lassen. Sie hat es gottlob bis jetzt auch nicht getan, sondern auch für das kommende Jahr im Rahmen der Mög-lichkeit ein Programm zusammengestellt, das jedem, für den das Wort Kultur und Kunst, Kunstgenuss und Erlebnis noch besteht, etwas bieten soll. Schon durch die Vielzahl der verpflichteten Bühnen hofft sie, eine gewisse Abwechslung zu schaffen. So wurden das Theater am Dom aus Köln, das Rheinische Landestheater Neuss, das Theater Remscheid, das Millowitsch-Theater Köln, das Zimmertheater Aachen und das Salzburger Marionetten-Theater für dieses Jahr engagiert. .... Wenn am Freitag, dem 25. September 1959, der Vorhang mit Schillers „Don Carlos“ aufgehen wird, dann wird es Sache der Bevölkerung sein zu beweisen, dass sie in einem weiten Sinne eine Kul-turgemeinde bildet. ... So möge das kommende Jahr ein voller Erfolg für die Be-völkerung und die Kulturgemeinde werden. An einem reichhaltigen Programm fehlt es in diesem Jahr bestimmt nicht, auch wenn die Callas nicht kommt“.

 

Der Zulauf von Mitgliedern war von der frühesten Zeit an stark. Bis zu der Währungsre-form 1948 war die Zahl auf rund 800 angestiegen. Danach sank die Zahl bis zum Juli 1953 auf 150. Von der Gründung der Kulturgemeinde an zahlten die Mitglieder Beiträ-ge, deren Höhe nicht bekannt ist; wahrscheinlich wurde monatlich kassiert; in einem Bericht vom 27.4.1946 in der Aachener Volkszeitung ist die Rede davon, dass „die Bei-träge für April“ bei der Kartenausgabe (Vorverkauf) für das nächste Konzert „mit erho-ben“ werden. Der Kartenvorverkauf war damals nur für Mitglieder bestimmt, während der freie Verkauf an der Abendkasse erfolgte. Nach einem rückschauenden Bericht im „Aktuellen“ vom 16.10.1953 betrugen die Eintrittspreise vor der Währungsreform 4 und 5 Mark, also Reichsmark. In der Eintrittskarte für die Aufführung „Des Teufels Gene-rals“ am 19.3.1949 sind die Eintrittspreise für Mitglieder mit 3 DM und für Nicht-mitglieder auf 4,50 DM angegeben. Nach dem Währungskurs 1:10 vom 20.6.1948 stel-len also die Eintrittspreise vor der Währung Werte von 0,40 und 0,50 DM dar. So waren die neuen Eintrittspreise von 3 DM und 4,50 DM bei einer „Kopfpauschale“ von 40 DM für jeden Bürger am Reformtag ein verständlicher Grund, die Frage eines Konzert- und Theaterbesuches gut zu überdenken. 1954 hatte sich die allgemeine „Kassenlage“ bei der Bevölkerung schon weitgehend stabilisiert. Ob es nun an den Wiener Sängerkna-ben lag, kann nicht gesagt werden; jedenfalls war im „Aktuellen“ vom 9.4.1954 eine Vorbemerkung zu lesen, wonach das Konzert restlos ausverkauft war, an der Abend-kasse keine Karten mehr erhältlich waren und ein Besuch ohne Karten daher zwecklos wäre. In einem Bericht vom 5.11.1957 dort, mit dem erneut um Mitglieder geworben wurde, war der Jahresbeitrag von 3 DM garantiert. Das wurde am 5.9.1958 bestätigt, ebenfalls die Eintrittspreise von 2,50 DM bzw. 3,50 DM. Die Eintrittspreise waren also gegenüber 1949 herabgesetzt worden. Die Preise für Schüler waren auf 1 DM festge-legt. Allerdings wurde darauf hingewiesen, dass „bei größeren Veranstaltungen“ die Eintrittspreise erhöht werden; für Erwachsene um 1 DM und für Schüler um 0,50 DM. Schon 1953 war ergänzend erläutert worden, dass der Jahresbeitrag von 3 DM nicht der Beitrag für eine Person, sondern für die ganze Familie ist. Genauso heißt es noch am 5.8.1960: „Die Mitgliedschaft wird durch Zahlung eines Jahresbeitrages von nur 3 DM für die Familie erworben“. Neu ins Gespräch war die Einführung eines Abonnements gekommen. Die Verwirklichung folgte sogleich. „Die Abonnementsplätze sind nume-riert. Jeder sucht sich seinen Platz auf dem Sitzplan selbst aus. Der Preis beträgt für 9 Vorstellungen und einen Vortrag 20,00 DM“; so die Mitteilung im „Aktuellen“ vom 5.8.1960. Mit dieser Entwicklung und Preisebene ging es in das Jahr 1961, in dem die Kulturgemeinde auf 15 Jahre Aktivität für die Alsdorfer Bevölkerung zurückschauen konnte, also auf die erste Viertelzeit von der, die heute im Jahr 2006 hinter ihr liegt.

 

Der Jubiläumsbericht im “Aktuellen“ vom 25.August 1961 zeigt geradezu symbolisch das Szenenbild aus Friedrich von Schillers „Don Carlos“, auf dem Marquis de Posa sei-nen jugendlichen Freund Don Carlos verabschiedet; zwei Menschen in einem System, das gnadenlos den schwärmerischen Kronprinzen verfolgt und dem der Freund sich mu-tig und unbeugsam entgegenstellt. Kultur ist der Ausfluss des geistig schöpferischen Lebens in der Gesellschaft. Geschichte ist die „Sammlung“ der Ereignisse, mit denen auch die Kultur in all ihren Erscheinungsformen sich befasst. Kultur wird von der Ge-schichte umschlossen; Geschichte wäre nur Halbheit, würde sie die Kultur ausklam-mern. So war es eine glückliche Ergänzung, als 1980 der Alsdorfer Geschichtsverein gegründet wurde. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die geschichtlichen Zusammen-hänge und Entwicklungen im politischen, künstlerischen und kulturellen Lebensbereich den Bürgern zu vermitteln. So gehört es mit in das Gesamtbild des geistigen Engage-ments in Alsdorf, dass 1982 vor dem Geschichtsverein der Kunsthistoriker Heinrich Lützeler sprach. Es gehört zum Gesamtbild, dass in Alsdorf ein Kunstverein gegründet wurde, der voller Aktivität bis heute wirkt. Während nun die Geschichte registriert, wirkt die Kultur aus dem Geist des Menschen unmittelbar und macht sich selbst zum gesellschaftspolitischen „Stoff“, den die Geschichte auch zu registrieren hat. Kultur in ihrem reinen Sinne wird keiner Gesellschaft „von oben“ aufgestülpt oder übergezogen. Kultur hat das System kritisch zu beleuchten, zu kontrollieren und vor Irrwegen zu bewahren. So ist Kultur durchweg politisch, weil sie auf die Gesellschaft ausgerichtet ist. Wo Kultur aber parteipolitisch wird, oder Parteien sich der Kultur bemächtigen oder bemächtigen wollen, hat Kultur bereits Wesen und Aufgabe eingebüßt oder steht in der Gefahr ihrer Selbstaufgabe. Dabei verschließt sich die Kultur nicht der Aufgabe, „Partei zu ergreifen“; doch in ihrer unvermischten Reinheit immer nur für die der Menschen-würde entsprechende Freiheit des Geistes und für die hieraus strömende Kraft zur Entfaltung des wahren Persönlichkeitswertes. „Sire, geben Sie Gedankenfreiheit“ wagte Marquis de Posa seinem vom Absolutismus bestimmten König Philipp II. mit fordern-der Bitte vorzuhalten. „Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr“, heißt es im Rütli-Schwur gegen die Diktatur des Reichsvogts Gessler in Friedrich von Schillers „Wilhelm Tell“. Er wusste um den Machtegoismus der englischen Königin Elisabeth I. und machte Gewalt und Intrige als Mittel der Macht in „Maria Stuart“ deutlich. Den Kampf der „Obrigkeit“ gegen den „Untertanen“ oder gegen den in schwächerer Machtposition stehenden Menschen verlagerte Schiller in sei-nen „Räubern“ auf die Ebene von „Gleichgestellten“, um dort herauszustellen, dass eine Gesellschaft mit den Mitteln von Gewalt und Betrug im Kampf gegen jede Wertord-nung um der persönlichen Macht des einzelnen willen nur vernichtet werden kann.

 

Gerade der Dichtung und Literatur ist durch das Wort am meisten die Fähigkeit gege-ben, wie ein Spiegel der Gesellschaft die Realität in ihrer positiven und negativen Er-scheinung vorzuhalten und ihr gegenüber eine wahre Führungsrolle zu übernehmen. Die Literaturgeschichte seit dem Mittelalter bis heute zieht einen weiten Bogen von Walter von der Vogelweide bis hin zu Aleksandr Solschenizyn, um nur die beiden Namen zu nennen und um zugleich die nationalen Grenzen zu sprengen. Gewiss war Goethe sich auch der Tatsache bewusst, dass dem Wort kritisch zu begegnen ist. So lässt er in sei-nem „Faust“ gerade den Mephisto aussprechen: „Mit Worten lässt sich trefflich streiten, mit Worten ein System bereiten; an Worte lässt sich trefflich glauben, von einem Wort lässt sich kein Jota rauben“.

 

Die Kulturgemeinde Alsdorf setzte ihren Anfang, als etwa ein halbes Jahr zuvor jenes System zerbrochen war, das den Wert des Wortes missbraucht und zum Mittel macht-politischer Propaganda degradiert hatte. Der abendländischen Kultur mit ihren Werken wieder Aufmerksamkeit zu schenken, aus ihr und ihren Werken zu lernen, mit all dem sich kritisch zu befassen und auseinander zu setzen, war für die Kulturgemeinde Grund, ihre Türen jedermann weit zu öffnen. Es geht ihr darum, dass der Mensch den wahren Sinn begreift, den Themen und Problemen auf den Grund geht und zu der Erkenntnis kommt: „das also war des Pudels Kern“, um Goethes Faust zu Wort kommen zu lassen. Der Dr. Faust ins Haus gelaufene Pudel entpuppte sich als Mephisto. Der also war des Pudels Kern, das eigentliche Wesen, das Wesentliche, der Hintergrund. „Des Pudels Kern“, ein Wesentliches, steckt auch in jedem Lustspiel, in jeder Komödie, die kei-neswegs von vermeintlicher Oberflächlichkeit gezeichnet nur Vergnügen schaffen will; das gilt erst recht für den Narren bei Shakespeare; er ist nicht nur ein „Mittel“, die Ge-sellschaft zu ergötzen. Sein „Witz“ ist nichts als geschickt verkleidete Weisheit, die den Narren oft genug mit einem Peitschenhieb des Herrn belohnte, wenn diesem Herrn die versteckte Ehrlichkeit nicht passte. Des „Pudels Kern“ finden wir auch beim „Krimi“, nicht anders bei der Kriminalkomödie wie bei „Arsenik und Spitzenhäubchen“ Das kul-turelle Bühnenwerk ist einfach mehr als eine Fernseh-Show. Sicher kommt auch ihr ein Wert zu, wenn der Mensch einmal vollkommen abschalten will. Auf Dauer abschalten hat aber die Wirkung wie die Sperrung der elektrischen Kraftversorgung. Es wird dun-kel; es wird kalt; es wird „unmenschlich“ unerträglich jedenfalls für den, der eigentlich doch Mensch sein will.

Ein weitreichendes Programm lag hinter der Kulturgemeinde. Ihr neuer Aufschwung nach 1953 macht deutlich, dass der Bürger begriffen hatte, worum es geht und dass die Teilnahme sich lohnt. Alsdorfer waren als aktive und als passive Beteiligte dabei.

 

Hier zeigte sich eine Entwicklung, die heute nicht unbedingt als glücklich gewertet wer-den kann. Die instrumentale Kraft, die von Alsdorfern einmal für das öffentliche Wir-ken ausgegangen war, ist in einem hohen Maße versiegt. Die Klangkörper der VHS, die unter dem Namen „Städtisches Orchester“ auftraten, haben sich in einem hohen Maße „verflüchtigt“. Die großen Konzertauftritte des „Städtischen Orchesters“ sind eigentlich vorbei, wie viele Alsdorfer sie unter Willy Kronen, Marius Suciu und anfangs noch un-ter Günther Kerkhoffs vor allem bei Oratorien erleben konnten. Hier lassen sich leicht zwei Ursachen erkennen. Das Interesse und Engagement vor allem bei jungen Men-schen, sich dem Musikinstrument zu widmen und mit ihm in Gemeinschaft Öffentlich- keitsarbeit zu leisten, sind in einem erschreckenden Maße hier bei uns, aber auch sonst zurückgegangen. An der lange schon sich zeigenden Tendenz ändert nichts das Beste-hen von Schulorchestern. Die Wirkung des Einzelnen und des Ganzen geht oft über die „heimischen“ Mauern nicht hinaus. Als ein „Relikt“ des alten „Städtischen Orchesters“, aber mit Qualität, besteht noch die „Sinfonietta Regio“, in der unter Leitung von Marius Suciu auch älter werdende Alsdorfer aus dem früheren „Städtischen Orchester“ noch weiter mitwirken, aber von Musikern aus anderen Städten unterstützt werden müssen. In der Alsdorfer Realschule wird geprobt. An dieser Situation ändert nichts das erfreuliche Bestehen von Orchestern mit gleichgearteten Instrumenten wie dem Mandolinenorche-ster, um das einmal herauszustellen. Doch solche Musikvereinigungen können das Sin-fonieorchester nicht ersetzen, wie es das „Städtische Orchester“ war. Die Notwendig-keit, fremde Orchester für eigene Konzerte heranzuziehen oder von überall zusammen-zusetzen, löst letztlich die finanzielle Frage aus, ohne auf das Thema der Beständigkeit und des miteinander Vertrautseins einzugehen. Nichts anderes gilt für die Chöre. Sicher halten sich Männerchöre. Aber auch hier lässt die Altersstruktur zu wünschen übrig. Noch gibt es Kirchenchöre mit zum Teil hoher Leistung. Aber die Altersstruktur zeigt, dass auch sie fast „auslaufende Modelle“ sind. Betrachten wir den „Städtischen Chor“, so ist doch längst bekannt, dass er große Werke ohne starke Unterstützung von anderen Chören oder Sängern allein gar nicht mehr schaffen kann. Dabei wird das Engagement von „Anders Art“ nicht übersehen. Es kann nicht stark genug geworben werden. Kultur wird nicht nur vorgesetzt; sie muss geschaffen werden. Dazu ist jede Generation an je-dem Orte aufgerufen. Die zweite Ursache liegt in der schlechten Finanzlage der Stadt, die sich hier auswirkt und die Notwendigkeit mit sich bringt, neue Wege zu finden, we-nigstens Sachleistungen anzubieten, da nicht einmal Saalmieten aufzubringen sind. Werden wir hier bei uns selbst einen neuen Anfang schaffen?

 

 

1961 lag die Verantwortung für die Kulturgemeinde weiter in den bewährten Händen von Dr. Dr. Gebel, Theodor Helpenstein und August Heinrichs. Dr.Gebel war seit 1954 als Leiter des Gymnasiums im Ruhestand. Engagiert blieb er in der Kulturgemeinde und in anderen Organisationen auch. Vorträge über seine früheren Reisen in fernen Ländern hielt er vor vielen Gesellschaften und Vereinen. Die Ehrungen für ihn wurden deutlich zum 75. Geburtstag mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am 11.1.1964 und bei dem Festakt zum vollendeten 80. Geburtstag am 10.12.1968 im Gymnasium, an dem er aber aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte. Am 23.2.1969 starb er.

 

Es darf davon ausgegangen werden, dass Theodor Helpenstein als Geschäftsführer schon einige Jahre vorher dann und wann und später allgemein kommissarisch auch die Aufgaben des Vorsitzenden mit übernommen hatte. Sein Auftreten als der Vertreter der Kulturgemeinde zeigte sich schon ab 1962 bei Empfängen für Dichter und Schauspieler. So wird verständlich, dass er in einem Nachruf im „Aktuellen“ vom 29.12.1988 „Chef der Kulturgemeinde“ genannt wird. Bis 1970 arbeitete Theodor Helpenstein in dieser Doppelfunktion.

 

Es war für die Kulturgemeinde ein harter Schlag, als am 19.6.1965 im Alter von nur 40 Jahren ihr Kassierer August Heinrichs starb. Damit wurde zugleich die Stelle des Rent-meisters bei der Stadt Alsdorf vakant. 8 Jahre war August Heinrichs Kassierer der Kul-turgemeinde gewesen. In dem Nachruf der Stadt Alsdorf ist ausdrücklich erwähnt: „Aber auch die Kulturgemeinde Alsdorf verdankt dem allzu früh Verstorbenen recht viel. Als Finanzverwalter dieser Einrichtung wusste er ihre Belange tatkräftig wahrzu-nehmen“.

 

Klaus Depiereux trat die Nachfolge von August Heinrichs als Kassierer der Kulturgemeinde und genauso die des Stadtrent-meisters an. Er begann seine „Kassenherrschaft“ und waltete in ihr bis zu seinem Tod am 9.11.1985. Es sollte eine Zeit mit vielen Höhen, aber mit sicher gleichviel Tiefen werden. Aber Klaus Depiereux war ein Mann des „Vereinslebens“, führte er doch schon lange den Alsdorfer Männergesangverein. Ihn konnte kaum etwas aus der Ruhe bringen, wenn es nicht gerade seine spätere Krankheit war, von der er aber meinte, sie auch bezwingen zu können.

 

Die Aktivität der Verantwortlichen hatte nicht abgenommen, und das Programm war in seiner Tradition geblieben, wohl durchsetzt von klassischer und modernerer Literatur. Goethes „Hermann und Dorothea“ stand neben Strindbergs „Ostern“ und dieses Werk wieder neben Frischs „Andorra“; es hielt sich von der Zeit her mit Werken von Anouilh, Dürrenmatt und mit solchen von moderneren englischen und amerikanischen Autoren; über den „modernen Klassiker“ Gerhart Hauptmann ging es in der Zeit zurück zu Schil-lers „Kabale und Liebe“, „Die Räuber“ und „Maria Stuart“ bis hin zu Lessings „Minna von Barnhelm“, zu Shakespeares „Was ihr wollt“ und sogar bis zu dessen Landsmann Ben Jonson (1573-1637) mit dem Lustspiel „Volpone“. Dass George Bernhard Shaw mit mehreren Werken wie „Helden“, Pygmalion“, „Die Heilige Johanna“ und „Cäsar und Cleopatra“ auf den Programmen stand, war schon zur Selbstverständlichkeit ge-worden. In diesen 60er Jahren besuchten die Schriftsteller und Dichter Werner Bergengruen, Stefan Andres, Hugo Hartung und Karl Heinrich Waggerl Alsdorf und die Kulturgemeinde.

 

Die erste Hälfte der 60er Jahre war programmmäßig noch stark von musikalischen Auf-führungen durchzogen, die durchweg in der Aula des neuen Gymnasiums stattfanden. Es waren Gemeinschaftsveranstaltungen mit der Volkshochschule.

 

Wie schon in den letzten Jahren bis 1961 waren auch in dem folgenden Jahrzehnt das Rheinische Landestheater Neuss, „das Schauspiel“ Remscheid, das später den Namen „Westdeutsches Tourneetheater Remscheid“ führte, und das Aachener Zimmertheater, seit 1964 als „Grenzlandtheater“ bezeichnet, engagiert.

 

Hier ist sicher interessant, dass das Zimmertheater oder Grenzlandtheater wenig Gefal-len am Kasinosaal mit seiner Bühne gehabt haben dürfte. In dieser Zeit hatte es sich für die Turnhalle in der damaligen Marienstraße, heute „An der Mariensäule“, entschieden, während das Rheinische Landestheater Neuss und das Westdeutsche Tourneetheater Remscheid den Kasinosaal bevorzugten. So lässt es sich den Programmankündigungen entnehmen. Doch mit dem Kasinosaal war vorübergehend nicht mehr aufzuwarten, als dort vom 27.5.1968 an bis zum 18.12.1970 das Landgericht Aachen wegen des „Conter-gan-Prozesses“ tagte. Ausweichorte waren die Turnhalle Marienstraße und die Aula des neuen Gymnasiums. Für die Komödie „Halb auf dem Baum“ von Peter Ustinov wurde sogar die Festhalle in Alsdorf-Ofden genommen. Die Turnhalle Marienstraße stand nun auch nicht immer zur Verfügung. Sie diente schon seit Ende der 50er Jahre als Ta-gungsort für die Sitzungen des Rates der Stadt Alsdorf, nachdem die Feststellung ge-troffen worden war, dass der Sitzungssaal im alten Rathaus überhaupt nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen entsprach. So waren all diese Säle, Aulen und Turnhallen Mehrzweckräume geworden. Eine weitgehende Beruhigung trat dann nach 1970 ein, als der Kasinosaal wieder in Anspruch genommen werden konnte und jedenfalls von eini-gen Bühnen auch erneut in Anspruch genommen wurde.

 

Die Jahresprogramme waren von ihrem Inhalt her weiter anspruchsvoll wie in den Jah-ren zuvor. Die Kostenlast hielt nicht nur ihr Niveau, sondern stieg mehr und mehr. Um die Besucherzahl zu halten, beließ die Kulturgemeinde es bei den alten Beiträgen und Eintrittspreisen; der Mitgliedsbeitrag pro Jahr und Familie weiter 3,00 DM, die Ein-trittspreise für Mitglieder 3,00 DM, sonst 4,00 DM, für Schüler wie immer 1,50 DM; so der Bericht im „Aktuellen“ vom 10.9.1965. Das ging so bis in die ersten 70er Jahre. Die Werbung für ein Abonnement, aber auch für Mitgliedschaften erfolgte gezielt und stän-dig. Im “Aktuellen“ vom 19.8.1966 wurde erklärt: „Bei einer hohen Mitgliederzahl ver-fügt die Institution neben dem alljährlichen Stadtzuschuss über eine weitere sichere Ein-nahmequelle“. Der städtische Zuschuss war die sichere Grundlage. Deshalb war es not-wendig, entsprechenden Einfluss auf die maßgeblichen Personen des politischen Lebens zu behalten und erst recht neu zu gewinnen. „Kulturgemeinde sucht neue Wege“ heißt es im „Aktuellen“ vom 14.6.1968. Sie beantragte, den Vorstand um zwei Ratsmitglieder zu erweitern und um ein beratendes Mitglied des Stadtjugendverbandes. Doch der Rat sperrte sich mit dem Vermerk, die Kulturgemeinde solle weiterhin mit der Verwaltung über die künftigen Konzepte sprechen. Dann startete die Kulturgemeinde einen weiteren Schritt, um an die Politiker heranzukommen. Sie ließ den Antrag bei Rat und Verwal-tung eingehen, einen Kulturausschuss zu schaffen. Jetzt ging es um parteipolitisches Gerangel. Die CDU stützte den Antrag. Die SPD war nur bereit, einen kombinierten Sport-Kultur-Ausschuss zu schaffen. Da zwischen den Bänken von Fraktionen oft die dicke Luft isoliert, konnten die demokratischen Königskinder nicht zueinander finden. Der Antrag der Kulturgemeinde fiel nach dem Bericht vom 13.3.1970 ins Wasser. Frei-lich wurde vermerkt, diesen Punkt in sechs Monaten wieder auf die Tagesordnung zu setzen. So schwierig lassen sich solche „Probleme“ lösen. Friedrich von Schiller hätte gesagt. „vom Erhabenen zum Lächerlichen ist nur ein kleiner Schritt“. Doch dann sollte es schneller als erwartet kommen.

 

Mit dem Jahr 1970 traten starke Veränderungen bei der Kulturgemeinde ein, die mit der Vorstandswahl Ende Juni 1970 eingeleitet wurden.. Die lange Ära unter dem Vorsitz von Dr.Dr.Willibald Gebel mit einer längeren Übergangszeit unter der kommissarischen Leitung des Geschäftsführers Theodor Helpenstein war zu Ende gegangen.

 

Frau Hannelore Schellwath übernahm das Amt der 1. Vorsit-zenden. Sie übernahm eine schwere Aufgabe. Es galt, auch bei schwacher Kasse dem bisherigen Niveau der Ansprüche der Mitglieder und aller Besucher zu entsprechen. Sie sah die Not-wendigkeit der engen Zusammenarbeit im Vorstand, der persön-lichen Unterstützung und legte Wert darauf, dass von nun an of-fiziell ein stellvertretender Vorsitzender dem geschäftsführenden Vorstand angehört. Nach entsprechendem Beschluss wurde am selben Abend Realschuldirektor Leo Kirfel zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Am 16.5.1974 wurde Frau Schellwath für vier weitere Jahre wiedergewählt. Von 1972 bis 1976 gehörte sie der SPD-Fraktion des Rates der Stadt Alsdorf an. Sie hatte also einen besonderen „Draht“ zu Rat und Verwaltung. Von ihrer Wahl zur Vorsitzenden an machte Frau Schellwath es sich zur Aufgabe, neben der Verantwortung für die Pro-gramme und für den Zuspruch der Bürger diese Kulturgemeinde in der Öffentlichkeit immer wieder bei den geeigneten Anlässen mit Begeisterung zu vertreten und auch hierdurch in einer besonderen Weise für diese Institution zu werben.

 

Dazu gab es auch „vereinsintern“ genug Gelegenheit wie beim Geburtstag des 75jäh-rigen Theodor Helpenstein wenige Monate vorher am 9.1.1970; erst recht bei seiner Eh-rung mit dem Bundesverdienstkreuz im November 1971. 1916 kam er zur Verwaltung der Gemeinde Alsdorf und war dort tätig bis zur Vollendung seines 64. Lebensjahres im Jahr 1960. Er war maßgebend an der Gründung von Sportvereinen beteiligt und bemüh-te sich um ihre Stabilisierung. Er war langjähriger Vorsitzender des Eifelvereins Orts-gruppe Alsdorf. Er gehörte mit zu den Gründern der Kulturgemeinde und war rund 13 Jahre ihr Geschäftsführer. Bei der Vorstandswahl im Juni 1970 gab der 75jährige seinen letzten Jahres-bericht für die Kulturgemeinde ab und machte das Amt für einen Nachfolger frei. Die Treue zur Kulturgemeinde hielt er bis zu seinem Tod am 22.12.1988.

 

Gratulation der Kulturgemeinde für Theodor Helpenstein durch Frau Hannelore Schellwath

Die Nachfolge im Amt des Geschäftsführers übernahm nun Wilhelm Reimann, der langjährige Verwaltungsfachmann bei der Stadt Alsdorf. Der Umgang mit Behörden war ihm geläufig. So machte es ihm nichts aus, die notwendigen Kontakte zu den Theatergesellschaften aufzunehmen. Es blieb weiter bei einer Mischung zwischen den schon genannten Theatern. Doch 1973 wurde Kontakt mit der Agentur Landgraf aufgenommen, die An-gebote anderer Theater unterbreitete wie des Ernst-Deutsch-Theaters Berlin und des „Euro-Studios“, aber genauso des „Re-naissance-Theaters Berlin“, das später eine Aufführung unter Mitwirkung von Inge Meysel bringen sollte. Der Vorstand sah sich nach dem Protokoll vom 18.10.1973 jedenfalls aus finan-ziellen Gründen veranlasst, vorerst eine Aufführung von „Nathan dem Weisen“ mit Attila Hörbinger zurückzustellen, wenn ihm das Herz auch brannte und die Zuschauer voller Begeisterung gewesen wären. Es kann nicht gesagt werden, ob das Grenzlandtheater Aachen sich etwas zurückgesetzt gefühlt hatte. Jedenfalls hatte es nach dem Protokoll vom 18.2.1975 trotz Zusage kein Angebot gemacht. Von den Inhalten der Programme her gab es eine gute Mischung zwischen Theater, Ballett und Konzert. Flamenco-Gitano und das Jugoslawische Nationalballett „Tanec“ seien er-wähnt. Die Konzerte waren vom Inhalt her nicht mehr die bekannten klassischen. Es sangen die „Patterson-Gospel-Singers“, aber auch der „Gus-Anton-Chor“ mit dem Als-dorfer Tenor Mathias Juchems, und genauso trat das „Albert-Mangelsdorff-Quartett“ mit einem Konzert für Jazz-Freunde auf. Es muss aber auch herausgestellt werden, dass die Prominenten-Gastspiele mit Johannes Heesters, Carl Heinz Schroth, Barbara Rüt-ting, Ilse Werner und Inge Meysel zwar gut, ja bestens ankamen, aber die Kasse auch gewaltig strapazierten. Die Besucherzahlen bei diesen Veranstaltungen schwankten zwischen etwa 500 und 700 Personen. In den Spielzeiten 1970/71 bis 1974/75 betrugen die Honorare 76.116,00 DM. Die Stadtzuschüsse machten für den gleichen Zeitraum den Betrag von 51.000,00 DM aus. So mussten also rund 25.000,00 DM „erwirt-schaftet“, gewissermaßen eingespielt werden: aus Mitgliedsbeiträgen und Eintritts-karten. Die Honorare für derartige Prominenten-Spiele lagen bei den herangezogenen Theatergesellschaften zwischen 4.300,00 DM und rund 6.400,00 DM je Spiel, wie den Eintragungen im Spielplanentwurf z. B. für 1974/75 zu entnehmen ist. Der Geschäfts-bericht vom 18.2.1975 für die erste Hälfte der Spielzeit 1974/75 weist einen Fehlbetrag von 5.340,00 DM aus, der mit dem noch zu erwartenden Stadtzuschuss auszugleichen war; dann lief aber auch schon die zweite Hälfte dieser Spielzeit an. Die notwendige Folge in jener Zeit und danach war die Anhebung der Mitgliedsbeiträge, der Abon-nement- und der Einzelpreise für den Eintritt; übrigens kein Wunder nach gut 20 Jahren seit 1950 bei all den Lohn- und Preissteigerungen auf jedem anderen Gebiet im Laufe dieser Zeit.

 

Der jährliche Zuschuss der Stadt von bisher 10.000,00 DM wurde Mitte der 70er Jahre auf 15.000,00 DM angehoben. Schon 1973 und 1974 kam es zur Erhöhung des Abon-nementpreises auf 25,00 DM bzw. 30,00 DM für Erwachsene. Für die nächste Spiel-saison stand die Anhebung auf 35,00 DM für Erwachsene und auf 17,50 DM für Ju-gendliche an. 1978 lag der einzelne Eintrittspreis bei 7,00 DM für Erwachsene und bei 3,50 DM für Jugendliche. Bei einem „Prominentenspiel“ erhöhte er sich auf 9,00 DM bzw. 4,00 DM. Die Veränderungen der Abonnementpreise blieben unaufhaltsam: 1981/82 40,00 DM, 1982/83 45,00 DM, 1993 55,00 DM, 1996 80,00 DM. Für Jugendliche war der Abonnementpreis auf 20,00 DM angestiegen und hielt sich so bis 1992. Es folgte eine Anhebung auf 25,00 DM. Doch alles ist relativ zu sehen, worauf später näher einzugehen ist. Zu den Abonnementkarten ist kurz zu bemerken, dass sie als „Abrisskarten“ mit dem Aufdruck der einzelnen Veranstaltungen herausgegeben wurden und so gleichzeitig als Eintrittskarten dienten. Diejenigen für die Erwachsenen waren weiß und die für die Jugendlichen farbig, so dass eine Kontrolle der Berech-tigung ohne weiteres möglich war.

 

Nach der zusammenfassenden Darstellung der Preisentwicklung geht der Blick wieder zurück in das Jahr 1970.

 

Von 1970 an waren die Politiker als Mitwirkende im Beirat der Kulturgemeinde in der Lage, diese Entwicklung in Verantwortung mitzuerleben und aus ihrer Verantwortung heraus über neue Möglichkeiten nachzudenken. Entgegen der Absage im Jahr 1968 hat-te der Rat der Stadt Alsdorf dann doch beschlossen, offizielle Vertreter in den Vorstand der Kulturgemeinde zu entsenden. Wenn die Benennung für die Mitgliederversamm-lung im Juni 1970 auch noch nicht feststand – so das „Aktuelle“ vom 29.6.1970 – so hatte der Wunsch der Kulturgemeinde doch Gehör gefunden. War ihr Antrag damals nur auf zwei Vertreter gerichtet gewesen, so hatte die Kulturgemeinde nun ihr jeweili-ges „Doppel“. Jede Partei schickte jeweils zwei Vertreter. Man könnte versucht sein, mit Goethes „Zauberlehrling“ auszurufen: „die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los“, wenn nicht zugleich der Gedanke aufkommt, wozu sie vielleicht doch noch nütz-lich sein können. Und es sollte so auch sein. Von der SPD-Fraktion waren es die Herren Albert Claßen und Eberhard Klüppel, von der CDU-Fraktion Fritz Küpper und Dr.Franz Schneider. So setzte sich das später fort, als auch „Bündnis 90“ im Rat der Stadt Als-dorf vertreten war und seine Vertreter schickte.

 

Eine weitere Veränderung bei der Kulturgemeinde Alsdorf im Jahr 1970 war eine „juri-stische“. Die Kulturgemeinde Alsdorf war bisher ein nichteingetragener Verein, also ein ganz einfacher Verein. Steuerrechtliche Gesichtspunkte und solche der Werbung im Hinblick auf Spenden von Freunden und Gönnern machten es notwendig, über die „ju-ristische Form“ des Vereins nachzudenken. Gewinne, die zu versteuern gewesen wären, hatte der Verein nicht gemacht. Aber die Anerkennung seiner „Gemeinnützigkeit“ brachte den Vorteil, steuerrechtlich abzugsfähige Quittungen allen Gönnern ausstellen zu können. Es wurde eine Satzung mit Datum vom 22.6.1970 verfasst und verab-schiedet. Dann folgte am 5.11.1970 die Eintragung des neuen „e.V.“ in das Vereins-register beim Amtsgericht in Aachen unter der Registernummer 73 VR 1412. Von dem Zeitpunkt an besteht die „Kulturgemeinde Alsdorf e.V“. In der folgenden Zeit war immer wieder die Abänderung der Satzung notwendig, da neue Anordnungen oder Be-stimmungen erschienen und die Anpassung erforderlich machten. Das überstand die Kulturgemeinde aber auch. Doch dieses Thema ist so trocken, dass es nicht wert ist, weiter hier verfolgt zu werden.

 

Das Leben ging weiter; das Leben der Kulturgemeinde musste weitergehen. Frau Schellwath und ihre engen Mitarbeiter im Vorstand hatten längst erkannt, dass die seit vielen Jahren heranschleichende Finanzkrise vor ihrem Höhepunkt stand; und dennoch durfte nur behutsam umdisponiert werden, um einerseits die Mitglieder und Freunde nicht zu enttäuschen und andererseits neue Möglichkeiten zu finden, ohne laufende Ver-tragsbeziehungen zu brechen. Frau Schellwath konnte wegen ihres angegriffenen Ge-sundheitszustandes persönlich ihren Einsatz nicht mehr bieten. Als stellvertretender Vorsitzender übernahm Leo Kirfel ab 1975 kommissarisch die Leitung der Kulturge-meinde. Es ging vor allem um die „Abwicklung“ des feststehenden Programms für die Spielsaison 1975/76 mit „Gefährliches Zwischenspiel“ der Konzertdirektion Landgraf unter der Regie von Charles Regnier unter Mitwirkung von Sonja Ziemann, mit „Jeanne oder die Lerche“ und „Fuchsjagd“ des Rheinischen Landestheaters Neuß, mit „Der Mann, der sich nicht traut“ des Schweizer Tournee-Theaters Basel und dann mit „Das Glas Wasser“ des Rheinischen Landestheaters unter Mitwirkung von Heribert Bötticher.

 

Auf der Mitgliederversammlung vom 14. Juni 1976 kam es zu ei-ner vorgezogenen Neuwahl des Vorstandes, nachdem Frau Schell-wath erklärt hatte, aus den genannten gesundheitlichen Gründen das Amt der 1. Vorsitzenden nicht mehr ausüben zu können. Zum 1. Vorsitzenden wurde Leo Kirfel gewählt, der in vielen Jahren zuvor schon aktiv in der Organisation und Programmplanung der Kulturgemeinde gearbeitet hatte. Diese neue Funktion konnte er nun auch in besondere Verbindung mit seiner beruflichen Arbeit als Direktor der Realschule Alsdorf bringen, um bei den Schülern für das verstärkte Interesse an der Teilnahme am Leben der Kul-turgemeinde zu werben. Mit dieser Wahl begann eine lange Ära, die „Ära Kirfel“. Stellvertretender Vorsitzender wurde Dr.Franz Schneider. 1978 lehnte er es strikte ab, 1979 erneut für den Rat der Stadt Alsdorf zu kandidieren, und zog sich weitgehend von der offiziellen Öffentlichkeitsarbeit zurück, auch im Rahmen seiner bisherigen Tätigkeit im Vorstand der Kulturgemeinde. Nachfol-gerin als 2.Vorsitzende wurde im Mai 1978 Maria Esten, die ei-gentlich von der Gründung der Kulturgemeinde an aktiv in ihr mitgearbeitet und wohl schon bald auch dem Beirat des Vorstan-des angehört hatte. In diesem neuen Amt war sie bis 1995 tätig, blieb aber weiter im Vorstand bis zu ihrer Verabschiedung im Mai 1999.

 

Mit der Neuwahl vom 14.6.1976 trat noch eine weitere entschei-dende Änderung ein. Der bisherige Geschäftsführer Wilhelm Rei-mann kandidierte nicht mehr. Sein Nachfolger wurde Hans Rosen-boom, ein langjähriger Mitarbeiter und Dezernent in der Verwal-tung der Stadt Alsdorf. Er war ein Mann der Tat, der raschen Ent-scheidung und dabei nüchtern vorgehend. Er war ein Liebhaber der Musik, vor allem des Jazz. Rund 20 Jahre blieb er Geschäftsführer. Der neue Vorstand ging vom 14.6.1976 hart, aber gezielt an die Arbeit. Leo Kirfel hatte vorher als stellvertretender Vorsitzender schon die Fühler ausgestreckt und erste Kontakte wieder mit dem Grenzlandtheater aufgenommen. Es konnte angesichts der finanziellen Lage kein Augenmerk mehr auf kostenträchtige Auf-führungen und keine Rücksicht mehr auf Wünsche und spezielle Vorstellungen der Mit-glieder und Freunde genommen werden. Dr.Schneider machte das in dem markanten Satz deutlich: Wir können uns keine kostspieligen Kapriolen erlauben; wir müssen den Gürtel enger schnallen und uns nach der Decke strecken.

 

 

Mit dieser Korrespondenz begann erneut die ver-

tragliche Beziehung zwischen der Kulturgemein-

de Alsdorf und dem Grenzlandtheater Aachen

 

 

 

Für die nächste Spielzeit wurden nur vier Veranstaltungen in das Programm aufge-nommen. Demgemäß wurde jedenfalls für diese Spielzeit der Abonnementpreis auf 20,00 DM heruntergesetzt. Alleiniger Ver-tragspartner war das Grenzlandtheater. Der ausgehandelte Preis lag je Aufführung bei mindestens 1.000,00 DM, was für diese Spielzeit so blieb. In der nachfolgenden Zeit wurde ein Preis von je 1.200,00 DM ver-einbart, der bei „Prominentenspielen“ um 500,00 DM angehoben wurde. Sicher stiegen im Laufe der Jahre auch hier die Preise, wie nicht anders erwartet werden konnte. Aber es war eine völlig neue Preisebene gegenüber jener mit den schon genannten Tour-neetheatern. Freilich könnte der Kritiker das oft leichtfertig verwendete Wort gebraucht haben: „Was nichts kostet, ist auch nichts“. Doch das wäre ein Fehlurteil gewesen, wie die kommende Zeit beweisen sollte. Gewiss waren beim Vorstand angesichts der geringen Vorstellungen Gedanken aufgekommen, zusätzlich einen Fahrtenring zu organisieren, um den Interessenten kostengünstig die Möglichkeit zu bieten, weitere Veranstaltungen in Aachen zu besuchen. Das wurde zum Teil sogar in der Presse als ein Zeichen gewertet, dass die Kulturgemeinde vor ihrem Ende steht. Leo Kirfel gelang es aber, vor allem über die Presse deutlich aufzuzeigen, dass der beabsichtigte Weg der einzig sinnvolle war. Schon nach einem Jahr konnte er angesichts der Erfolge mit dem Grenzlandtheater stolz berichten, dass der eingeschlagene Weg der richtige war und auch der richtige bleiben werde. Rund 30 Jahre arbeitet die Kulturgemeinde nun unun-terbrochen mit dem Grenzlandtheater Aachen. Zwischen beiden bildete sich eine enge Verbindung und Bindung, sogar eine freundschaftliche Beziehung jedenfalls zwischen dem Vorsitzenden Leo Kirfel und den maßgeblichen Vertretern des Grenzlandtheaters, zu dem Intendanten und Schauspieler Karl-Heinz Walther und seinem engen Mitar-beiter Herbert Schäfer, dem technischen Leiter des Theaters. Nichts drückt das mehr aus als die persönlich gehaltenen Glückwünsche zu „runden“ Geburtstagen und Jubi-läen, vor allem aber auch die Kondolenzschreiben zum Tod von Herbert Schäfer am 28.4.1981 und zum Tod von Karl-Heinz Walther im Oktober 1995. An dieser Beziehung änderte sich auch nichts durch den Intendantenwechsel von Karl-Heinz Walther auf Manfred Langner im Jahr 1993, von dem an Walther sich nur noch seiner Schauspielkunst widmete, doch nur noch bis zu seinem Tod im Oktober 1995.

 

Die Vorstellungen fanden im Saal des Kasinos bis zu seiner Sperrung statt, dem dann bald der Abriss folgte. Die Spielsaison 1988/89 war die letzte im alten Kasinosaal. Das Grenzlandtheater hatte eigentlich nie eine besondere Zuneigung zu diesem großen, lang-gestreckten Kasinosaal, worüber schon berichtet wurde. Das Spiel oben auf der Bühne vor den Zuschauern dort unten im Saal widersprach der Grundidee des „Zimmerthea-ters“ mit seiner familiären Atmosphäre, wie sie durch das bauliche Konzept des eigenen Hauses in Aachen gewährleistet war. So entstand schnell der Plan, die „Bühne“ in die Mitte des Kasinosaales zu verlegen; das heißt an die Mitte der geschlossenen Seiten-wand, wo ein Podest errichtet wurde, um das etwa kreisförmig die Stuhlreihen für die Zuschauer sich anschlossen. So wurde in gewisser Hinsicht eine Imitation der Aachener Verhältnisse geschaffen. Da aber der stufenförmige Aufbau des Zuschauerraumes fehlte und für die Besucher in den hinteren Reihen die Sichtverhältnisse nicht gerade optimal waren, wurde dadurch eine Lösung gefunden, dass das Podest erhöht wurde, nachdem die Stadt Alsdorf auch hierfür die Gelder bewilligt hatte. Freilich gab es Reklamationen über die Ordnung im Garderobenraum oder über die Sauberkeit auf den Toiletten, über die unzureichende Beheizung des Saales in den kühleren und kalten Jahreszeiten. Das alles waren aber Fragen der Organisation und der Kontrolle durch die Kulturgemeinde selbst wie durch die Stadt.

 

Die Jahresprogramme des Grenzlandtheaters waren stark von der moderneren Literatur geprägt. Da gehörten Sartre, Shaw, Camus, ja Frisch, Dürrenmatt und Miller schon zu den „Klassikern“. Aber auch Kleist, Büchner und Ibsen fehlten nicht, um nur diese zu nennen. Es war eine gute Mischung, und so wurden die Programme auch weitgehend angenommen. Nicht jedes Bühnenwerk ist nach eines jeden Geschmack. Aber gerade die Vielfalt im Geschmack und die Vielfalt im Angebot machen das aus, was wir Lebendigkeit nennen. Und Kultur war immer lebendig und bleibt es.

 

 

Wenn auch die frühen Presseberichte nach 1977 durchweg eine positive Bilanz ziehen, können einzelne Erscheinungen nicht unter den Tisch gefegt werden, die vielleicht am meisten den Vorsitzenden Leo Kirfel belasteten. 1977: „erfreulicher Aufwärtstrend bei Alsdorfs Kulturgemeinde“; „Kasinoplätze reichten kaum aus“ bei dem Lustspiel „Si-mone, der Hummer und die Ölsardine“ am 4.1.1978 oder in der Presse vom selben Tag: „Kulturangebot noch umfangreicher ... Im abgelaufenen Jahr gab es nun zum erstenmal etwas, auf das man schon immer gewartet hatte, das aber nie Wirklichkeit wurde. Der Kasinosaal wies bei Theateraufführungen kaum noch einen leeren Platz auf. Durch die ausschließliche Zusammenarbeit mit dem Aachener Grenzlandtheater konnte man ein gut gemixtes Programm anbieten. Zudem kamen angebotene Abonnements ebenso glänzend an wie die wesentlich verbesserten Sichtverhältnisse“. Später, am 29.5.1985, heißt es schließlich: „Tiefs sind überwunden. Kulturgemeinde Alsdorf schreibt schwar-ze Zahlen“.

 

Mit dem „Tagebuch der Anne Frank“ und „Alle meine Söhne“ waren 1985 Nachmit-tagsvorstellungen für die Jugend angeboten worden. Zu der Zeit konnte Leo Kirfel wer-bend erklären: „Der Besuch soll nicht abhängig vom Geldbeutel werden. Die Kassen-lage macht´s möglich“. Doch das zahlte sich wenig aus. „Hier gab es in den letzten Jah-ren Schüsse ins Leere, obschon man auch in der letzten Spielzeit mit Sartre´s „Fliegen“ und Miller´s „Handlungsreisenden“ gute Angebote machte. Es klappt einfach nicht. Aus den Schulen kommt nicht das mit Fug und Recht erwartete Echo“, gab stark resig-nierend Leo Kirfel in der AVZ am 20.6.1987 von sich.

 

Die Stadt hatte sich in den Jahren bis dahin und zunächst auch weiter noch über die Kulturzuschüsse ganz beachtlich an den Kosten der Kulturgemeinde beteiligt. Am 14.10.1987 beschloss der Ausschuss für Sport und Kultur, entsprechend dem Antrag der Kulturgemeinde vom 22.6.1987, den städtischen Zuschuss „ab 1988“ von 15.000 DM auf 18.000 DM zu erhöhen. Das hielt auch für ein paar Jahre an. Es wurde richtig gele-sen: der Sport- und Kulturausschuss der Stadt Alsdorf. Er war tatsächlich noch 1970 ins Leben gerufen worden, wenn auch in dieser kombinierten Form. Schon lange hatte die Stadt ein Kulturamt, das als Amt 40 geführt wurde. Nach 1987 lief es dann aber unter dem kombinierten Namen „Kultur- und Sportamt“ und trug die offizielle Bezeichnung „Amt 41“. Es darf hier betont werden, dass die Zusammenarbeit zwischen den drei Gre-mien Kulturgemeinde, Kultur- und Sportamt sowie Sport- und Kulturausschuss recht gut war. Sicher trugen hierzu auch die Zusammensetzung des erweiterten Vorstandes der Kulturgemeinde mit Vertretern des Rates bei, die Bedeutung der Kulturgemeinde für die Bevölkerung und der hier auch herauszustellende Erfolg ihrer Aktivität. Freilich kam der damals noch relativ guten Kassenlage der Stadt auch ihre Bedeutung zu.

 

Gegen Ende der „Kasino-Ära“ starb am 9.11.1985 Klaus Depiereux. 20 Jahre lang war er ein umsichtiger, vorsichtig kalkulierender und verantwortungsbewusst beratender Kassierer gewesen. Die schwere Krankheit hatte der 61jährige nicht besiegen können, wenn er mit vielen anderen Problemen, so den Finanzproblemen und –sorgen, auch fertig geworden war. Wer ihn im Vorstand erlebt hat, sieht ihn noch in jener Stamm-tischecke gleich neben der Eingangstür zur Gaststätte des Kasinos sitzen, wo der Vor-stand sich in jener Zeit zu den Sitzungen traf. Ruhig, auf der Bank zurückgelehnt oder nachdenkend den Kopf in die Hand des auf den Tisch gestützten Armes gelegt, als wäre er Walter von der Vogelweide persönlich. Er war immer zu einem meist trockenen, jedoch nicht verletzenden Scherz bereit, um aufkommende „dicke Luft“ zu vertrei-ben oder um hierdurch eine gute Atmosphäre noch angenehmer zu entfalten. Er war einfach ein ruhen-der Pol, sofern er nicht einmal beson-ders gereizt wurde, was selten vorkam, von dem in vieler Hinsicht eine anre-gende Kraft aus-strömte. Ihm folgte zwar nicht eine ähn-lich lange Ära. Das Amt kam aber in gute Hände, in de-nen es auch blieb. Von 1985 bis 1992 war Frau Helene Beckers aus Als-dorf-Zopp Kassiererin. Dann folgte von 1992 bis 1998 Frau Agnes Blisniewski aus Alsdorf-Mitte. Seit 1998 ist Frau Doris Müller aus Alsdorf-Schaufenberg mit der Kasse der Kulturgemeinde betraut. Regierten also bis 1985, rund 40 Jahre, die Herren im Kassenwesen, so liegt die Herrschaft seit 1985 bei den Damen. Betrachten wir die berufliche Tätigkeit der früheren Kassierer, so schließt sich mit Frau Doris Müller der Kreis wieder in der Stadtkasse von Alsdorf.

 

Gingen schon seit längerer Zeit Spekulationen über das Schicksal des Kasinos Anna herum, so wurden sie für die Kulturgemeinde durch den Brief des Stadtdirektors Kohls vom 16.12.1987 zur Gewissheit: „Für das Kasino wird es eine neue Zukunft geben. Der Stadtrat kam überein, den Neubau eines Stadthauses „Kasino“ in Planung zu geben“. Das Kasino bekam keine neue Zukunft, wenn damit nicht der Abbruch gemeint gewe-sen sein sollte; und es kam auch nicht zu einem Stadthaus „Kasino“.

 

Ein großer Teil der Alsdorfer Bürgerschaft war aufgebracht. Das Kasino hatte Traditi-on. Es war den Bürgern ans Herz gewachsen. Proteste wurden in Leserbriefen laut. Eine Initiativgruppe zur „Erhaltung eines Saales für Großveranstaltungen in Alsdorf“, die von den Alsdorfer Vereinen ausging, hatte sich schon im Januar 1986 an die Kul-turgemeinde gewandt und um Unterstützung gebeten. Was hatte es denn mit diesem Ka-sino auf sich? Mehr als 80 Jahre stand es im Mittelpunkt des Dorfes, der Gemeinde und dann der Stadt Alsdorf. Zunächst war es wahrhaft „Kasino“ des Eschweiler Bergwerks-Vereins im eigentlichen Sinne des Wortes. War das Kasino vielleicht in den ersten Jahren Restaurationsbetrieb und Tagungsstätte für EBV-eigene Betriebsmitglieder, so berichtet das „Echo der Gegenwart“ vom 2.5.1910 doch schon von einem Konzert in dem gut besetzten geräumigen Saal des Kasinos der Grube Anna. Die Öffnung des Saa-les, aber auch der Gaststätte für die Öffentlichkeit dauerte sicher noch einige Zeit. Dann aber wurde dort gefeiert. Dort waren Parteiversammlungen der Systeme. Dort feierte Pastor Effelsberg mit der evangelischen Jugend Frühlingsfeste. Dort gab es private Fei-ern. Dort wurden Maifeiern der Gewerkschaft abgehalten. Dort waren die Jubilareh-rungen des EBV. Dort gab es Konzerte und Theateraufführungen schon in der Zeit der 20er Jahre. Dort hatte der Männergesangverein seine Heimat. Dort gab es Tanzturniere. Dort war der Mittelpunkt des Karnevaltreibens, vor allem am Karnevalsamstag beim großen Ball des Männergesangvereins. Da trafen sich die Alsdorfer, um in der Gast-stätte zu essen oder um ihre wöchentlichen oder monatlichen Treffs zu haben. „Wo treffen wir uns?“ – „Im Kasino“. Da saßen die Skatclubs und Freundeskreise an einem der „Stammtische“ in der „Fensternische“ rechts neben der Eingangstür zum The-kenraum. Da waren die Sitzungen des Vorstandes der Kulturgemeinde. Der Besucher betrat die Gaststätte, ließ rechts die „Fensternische“ liegen, ging nach links an der langen Theke vorbei, die Karneval in mehreren Reihen „belagert“ war, und kam zu dem Gastraum mit den sauber gedeckten Tischen an beiden Seiten. Wäre er weitergegangen, hätte er den Küchenbetrieb erreicht und sodann über den Flur das an sich kleine „Di-rektionszimmer“. Diese Räume lagen alle zur Rathausstraße hin. Der Besucher hatte aber etwas anderes im Sinn. In der Mitte des Gastraumes drehte er nach links ab und kam in das „Sälchen“, also in den kleinen Kasinosaal, der durch eine Türwand vom anschließenden großen Saal getrennt war. Da lag der Saal vor ihm. Ganz vorne die Bühne. Rechts und links vom Mittelraum waren gleichsam etwas tiefer gehaltene „Seitenschiffe“. Vom linken Seitenschiff gingen die Türen in den geräumigen Flur, der einmal nach links eine Verbindung zum alten Eingang hatte, aber nach recht zum Haupteingang für den Saal führte, wo sich auch die Garderobe befand. Diese letzte Ge-staltung war das Ergebnis einer grundlegenden Sanierung 1952/1954. Eine weitere hatte im Jahr 1977 stattgefunden. Darüber berichtete das „Aktuelle“ am 17.2.1977. „Kasino Anna im neuen Glanz. Zu den attraktivsten Veranstaltungsstätten des Reviers zählt das Kasino in Alsdorf. ... Stadt und Eschweiler Bergwerks-Verein wandten insgesamt etwa 50.000,00 Mark auf, um die traditionsreiche Veranstaltungsstätte wieder auf Hochglanz zu bringen“. In seinem Antwortschreiben vom 21.12.1987 geht Leo Kirfel auf den ge-nannten Brief des Stadtdirektors vom 16.12.1987 ein: „als alteingesessener Alsdorfer darf ich Ihnen sagen, dass mit dem Abriss des alten Kasinogebäudes ein Stück Nostal-gie verloren geht. Dies sehen auch andere Vereine ähnlich so. Ich bin überzeugt davon, dass es beim Abriss des jetzigen Kasinogebäudes, das viele Jahrzehnte dem Vereinsle-ben diente und sicher auch bei einigem Aufwand bei allen Unzulänglichkeiten noch viele Jahre hätte benutzt werden können, mit der Kulturgemeinde Alsdorf wie auch mit anderen Vereinen wieder abwärts gehen wird“.

 

Die Worte von Leo Kirfel saßen tief bei vielen Alsdorfer Bürgern. Die Kulturgemeinde musste sehen, dass und wie es weitergeht; es ging weiter. Die Suche nach einer je-denfalls vorübergehenden neuen Heimat zwang zu Aktivitäten. Mit Frau Oberstu-diendirektorin Gurtmann vom Gymnasium Alsdorf konnte eine Vereinbarung über die Nutzung der dortigen Aula getroffen werden. Die Vorbereitungsarbeiten des Grenz-landtheaters setzten ein. Technische Fragen und Probleme mussten gelöst werden. Da-von gab es genug. Organisationsfragen und solche über Ordnung bei Garderobe und Toiletten standen an. Parkplatzsorgen und vieles mehr jagten durch die Köpfe der Ver-antwortlichen. Die letzte Aufführung im alten Kasinosaal war mit dem Bühnenwerk „Wenn Du geredet hättest, Desdemona“ von Christiane Brückner am 29.5.1989. Die letzte Mitgliederversammlung in diesem Kasino fand am 19.6.1989 statt. Ja, das war es!

 

Es ging in die neue Spielzeit. Es ging in die Aula des Alsdorfer Gymnasiums draußen am Weiher. Am 25.9.1989 fing es dort mit „Butterbrot“, einem Schauspiel von Gabriel Barylli, an. Die Gastfreundschaft der Schulleitung wurde bis zum 1.3.1993 genutzt. Aber sie wurde entgegen jeder Erwartung nur unterbrochen. Die nächsten knapp vier Jahre brachten der Kulturgemeinde gewisse Rückschläge. Die Besucherzahl sank. Es sank die Zahl der Abonnenten; nicht dass eine Existenzangst hätte aufkommen können; die Entwicklung war aber spürbar. Es lag nicht an den Titeln der Werke; auch nicht an den Namen der Autoren; sie waren den Besuchern zum Teil aus der Vergangenheit längst bekannt. Es fehlte die zentrale Lage des Aufführungsortes. Mitglieder hielten zu-meist die Treue. Für andere war der Anfahrtsweg „nach draußen“ wenig anregend. Seit 1989 lagen die „Spielpreise“ des Grenzlandtheaters je Aufführung bei 2.800,-- DM mit einem Zuschlag von 600,-- DM für ein Prominentenspiel. Die Anhebung der Preise setzte sich fort. Wenn es bei dem städtischen Jahreszuschuss von jeweils 18.000,-- DM bis 1991 geblieben war, so erfolgte schon 1992 eine Kürzung auf 15.000,-- DM. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten gingen infolge der schwächer gewor-denen Besucherzahl zurück. So richteten sich alle Spekulationen und auch begründeten Erwartungen auf einen möglichst baldigen Umzug in die neue Stadthalle am Denkmal-platz. Mit diesem Gedanken verbanden sich sofort die Sorgen, wie es mit der Höhe der Miete oder Nutzungsvergütung sein werde und ob und wie die Bürger die neue Stadt-halle annehmen würden. An viele technische und organisatorische Fragen wurde erst gar nicht gedacht.

 

Der Vorstand war fest und geschlossen genug, zielstrebig die neue Phase anzugehen. Leo Kirfel war weiter Vorsitzender, Maria Esten seine Stellvertreterin, Hans Rosen-boom Geschäftsführer, Helene Beckers Kassiererin, Günter Dahlen Kassenprüfer; da waren die Beisitzer Josefine Vorhagen, Eberhard Klüppel und Karl Koerner; dazu kam selbstverständlich der Beirat mit den Vertretern der politischen Parteien im Rat und den Vertretern der Kirchen; so das Ergebnis der Vorstandswahl vom 24.6.1991. Nach einer kurzen Übergangszeit löste Agnes Blisniewski auf der Mitgliederversammlung vom 5.7.1993 Frau Helene Beckers ab, die aus persönlichen Gründen 1991 nicht noch einmal kandidiert hatte. Auf dieser Mitgliederversammlung kam auch Herr Alfred Sonders vom Kulturamt als Beisitzer in den Vorstand, über den es im entsprechenden Protokoll heißt: „der wohl einmal das Erbe von Herrn Rosenboom als Geschäftsführer antreten wird“. So sollte es dann auch bald kommen. Doch weiter zur Entwicklung in der Kulturge-meinde.

 

Zum Zwecke der Planung und Organisation wandte sich „im Auftrag der Stadt Alsdorf“ am 18.1.1993 eine neu gegründete Gesellschaft, United Leisure Services Marketin GmbH, unter Führung von Dr.Heinz-Dieter Kals an die Kulturgemeinde. Von diesem Unternehmen war aber bald keine Rede mehr. Gesprächspartner wurde die „FOGA“, die Alsdorfer Freizeitobjekte GmbH, unter Führung des Herrn H.Arno Demant. Nicht einkalkulierte Probleme geschäftlicher und technischer Art zeigten sich bald im „Um-gang mit der neuen Stadt-halle“. Diese Gesellschaft betrieb eine eigene „Thea-ter-Abo-Unternehmung. So verursachte sie damit einen „Knall“, da sie ihre eigenen Spielverträge ohne Rück-sicht auf die Kulturgemein-de abschloss, obgleich ihr bereits durch Schreiben vom 22.3.1993 der Spiel-plan der Kulturgemeinde für die Spielzeit 1993/94 mitgeteilt worden war. Es kam zur heftigen Erörte-rung zwischen Herrn Kir-fel und Herrn Rosenboom einerseits und Herrn De-mant andererseits, die zu einer vergleichsweisen Re-gelung führten, wie sie Herr Kirfel am 16.7.1993 den Mitgliedern des Vorstandes mitteilte: „Dabei haben Herr Rosenboom und ich nach einem längeren, teilweise hart geführten Gespräch mit Herrn Demant folgende Übereinkunft getroffen: die in der von Herrn Demant in der Abo-Reihe aufgeführten Tourneetheater werden ihre Spiele in der Stadthalle bis Ende April 1994 durchführen. Danach werden von der FOGA keine Tourneetheater mehr verpflichtet, es sei denn im Einvernehmen mit der Kulturgemein-de. Damit wäre die Monopolstellung der Kulturgemeinde im Theaterbereich fürs erste gesichert“. – Dann gab es noch ein technisches Problem mit den Abo- und Ein-trittskarten. Die FOGA verwandte ein elektronisches Ticketsystem und bestand darauf, dass der Kartenvorverkauf nur zentral von dort aus erfolgt. Die Umstellung des alten Kartensystems der Kulturgemeinde auf das neue System klappte nach einer kurzen Übergangszeit. Aber diese Übergangszeit war hart. „Von Hand“ waren die Karten auf die neuen Abo-Plätze umzuschreiben. Es wurde aber geschafft. Im Gegenzug wurde erreicht, dass der Kartenvorverkauf auch weiter in der Bücherstube Thater erfolgte, wie es über Jahrzehnte in der alten Bücherstube Maria Zinken in der Rathausstraße und dann unter ihrem neuen Namen in der Bücherstube Maria Esten in der Luisenstraße gewesen war, in die später Frau Thater einstieg.

 

Deuteten sich zunächst Verzögerungen der Fertigstellung der Stadthalle an, so dass die Kulturgemeinde beschloss, das Programm der Spielzeit 1992/93 insgesamt noch in der Aula des Gymnasiums ablaufen zu lassen, so wurde es doch möglich, den Umzug in die Stadthalle bereits mit der Aufführung des Schauspiels „Die Hexenjagd“ von Arthur Mil-ler am 10.5.1993 zu vollziehen. Leider war dieser Umzug nur ein „Gastspiel“, das aber genügte, um manche Mängel und technische Unvollkommenheiten festzustellen und da-rauf zu drängen, dass diese abgestellt werden. Es ging dort um klimatische und aku-stische Probleme. Es ging sogar um die Notwendigkeit von Abänderungen, da wegen fehlender oder unzureichender Dachisolierung Regen und Hagelschlag die „akusti-sche“ Kraft besaßen, die Stimmen der Schauspieler „in den Keller zu schicken“. Bei allen anfänglichen Unzulänglichkeiten hatte aber das „Neue“ der Stadthalle den Werbe-effekt, dass die Zahl der Besucher rasch anstieg. So zeigt der Vergleich der Spielzeit 1992/93 mit einer Besucherzahl von 1.852 zur Spielzeit 1993/94 eine Besucherzahl von 2.391. Dabei machten 463 bei „Schmetterlinge sind frei“ und 271 bei „Ausgestiegen – hiergeblieben“ die „Eckwerte“ aus. Beide Werke sind Komödien; die erste war schon einmal unter Mitwirkung von Inge Meysel aufgeführt worden. Bei der zweiten war aber der Autor Willy Russel nicht unbekannt. So ist es eigentlich müßig, über die Ursachen für unterschiedlichen Zulauf nachzudenken. Es war einfach der einmal eingetretene tie-fe Einbruch, der langsam überwunden werden musste. Aber dann kam schon wieder ein „Lokalwechsel“.

 

Grund für den neuen Umzug war der langfristige Vertrag der FOGA mit dem Veran-stalter des Musicals „Gaudi“. Vorgesehene Gestaltung des Bühnenbildes und die allge-meine Umgestaltung des Theaterraumes machten es unmöglich, dass in dieser vertrag-lich festgelegten Zeit für „Gaudi“ andere Veranstalter die Stadthalle nutzten. So fand die Kulturgemeinde Alsdorf wieder Aufnahme in der Aula des Gymnasiums. Gegen die Aula des Gymnasiums war von der Räumlichkeit kaum etwas einzuwenden. Aber diese Übergangszeit führte aus den schon früher genannten Gründen im wahrsten Sinne des Wortes zu einer „Durststrecke“. Brachten „Dinner für Spinner“ am 26.9.1994 in der Stadthalle noch 407 Besucher und das Musical „Non(n)sense“ am 23.1.1994 ebenfalls dort 644 Besucher, so wurde das Schauspiel „Der gute Mensch von Sezuan“ von Bertolt Brecht schon in der Aula des Gymnasiums aufgeführt. Das Werk und der Autor zogen noch 402 Besucher in die Aula. Dann kam der „Absacker“ bis zum Ende der Spielzeit 1995/96 mit Besucherzahlen zwischen 196 und 292, wobei die meisten um 200 lagen. Da lockte kein Ibsen und kein Russel. Selbst noch während der ersten Hälfte der Spielzeit 1996/97 musste die Kulturgemeinde die Aula des Gymnasiums nutzen, da die FOGA den Vertrag mit „Gaudi“ bis Ende 1996 verlängert hatte. Die in dieser Zeit dar-gebotenen drei Aufführungen wurden von 225, 186 und 176 Bürgern besucht. Die Ein-nahmen blieben in der erforderlichen Höhe aus. Andererseits waren die Honorare des Grenzlandtheaters zwischenzeitlich auf 3.000,00 DM, ab 1995 auf 3.300,00 DM je Aufführung gestiegen. Zwar hatte die Stadt Alsdorf die Kulturgemeinde von Nutzungs-gebühren oder Mieten für die Aula des Gymnasiums freigestellt. Aber beim neuen Wechsel zur Stadthalle kamen wie vorher Kosten für Miete, für die Bereitstellung von Technikern, für Reinigung und anfangs auch für ein Foyerteam auf die Kulturgemeinde zu. Gewiss gab es eine Vereinbarung mit der Stadt Alsdorf, wonach diese anteilig hier-von Kosten übernahm. Kosten für Programme, Plakate und Rundschreiben zum Zwecke der Werbung waren einfach nicht zu vermeiden. Der jährliche Zuschuss der Stadt sank 1996 von bisher noch 12.000,-- DM auf 5.000,00 DM. Wenn er auch 1997 auf 10.000,-- DM wieder verdoppelt werden konnte, wurde der städtische Zuschuss immer mehr eine ungesicherte Hoffnung, die in den nachfolgenden Jahren buchstäblich mehr und mehr in nichts sich auflöste. Die Altlasten der Stadt wurden durch Neuverschuldung massiv an-gehoben; das war einmal bedingt durch die Entwicklung der gesellschaftspolitischen Verhältnisse durch größer werdende Arbeitslosigkeit und soziale Bedürftigkeit unter der Bevölkerung mit einem enormen Anstieg des Sozial-Etats, aber genauso durch die nicht hinwegzufegenden Kosten für neue Bauobjekte, wie eines ja auch diese Stadthalle war. Die Stadt musste ihren Finanzgürtel enger und enger schnüren und das mit allen Folgen für das Leben in der Gemeinschaft.

 

Mit der Veranstaltung „Geliebter Jacques Offenbach, den kennen Sie doch“ am 27.1. 1997 begann schließlich wieder das Leben der Kulturgemeinde in der Stadthalle Als-dorf. Um aber ein einmal eingetretenes „Tief“ zu überwinden, bedurfte es höchster und genauso längerer Anstrengungen. Bis Ende 1997 gelang es, die Besucherzahl auf durch-weg 250 Personen zu heben, was zum Ende der Spielzeit 1997/98 sich bis auf rund 370 steigerte. Die große Ausnahme war verständlich die Aufführung von Brecht´s „Mutter Courage und ihre Kinder“ am 9.3.1998 mit 829 Besuchern.

 

Das alles gibt nun Gelegenheit – und der Zeitpunkt ist längst überfällig – auf den Mo-tor, gewissermaßen auf die Seele der Kulturgemeinde zu schauen: auf den Vorstand.

 

Die Vorstandssitzung vom 10.6.1995 brachte durch die Erkrankung der Frau Maria Esten eine vorzeitige Änderung im Vorstand. Sie schied als stellvertretende Vorsitzende aus. Eine zusammenfassende Würdigung ihrer Leistungen in der Kulturgemeinde kann es eigentlich nicht geben; jede bleibt unvollkommen, weil immer wieder etwas einfällt, was sie auch noch getan hat. Es lässt sich nicht feststellen, seit wann Maria Esten-Zin-ken Mitglied des Vorstandes war; zunächst als Beisitzerin. Bei ihrer Verabschiedung im Jahr 1999 wird von mehr als 50jähriger Tätigkeit im Vorstand gesprochen. Die frühen Presseberichte von 1952 und 1955 erwähnen sie für den Vorstand noch nicht. Darauf kommt es aber nicht an. Sicher war sie von Anfang an als Mitglied der Kulturgemeinde dabei. Mögen die Eintrittskarten in der Anfangs-zeit im Arbeitsamt, dann im alten Gymnasium und bei der Abendkasse im Atriumtheater, dann im Kasino erhältlich gewesen sein, so meldet das „Aktuelle“ in seinen Ausgaben 1952 und weiter die Bücherstube Zinken als Anlaufstelle für den Vorverkauf. Damals war die Bücherstube in dem Haus Rathausstraße 22, bevor sie am 4.10.1964 im Neubau Luisenstraße 9 unter dem Namen „Bü-cherstube Esten-Zinken von Hannes und Ma-ria Esten eröffnet wurde. Dort ist auch heute weiter ein Sitz für den Kartenvorverkauf. Im Vorstand der Kulturgemeinde arbeitete Maria Esten schon bald mit. 1978 wurde sie stell-vertretende Vorsitzende bis zum Jahr 1995. Von der Zeit an stand sie als Beisitzerin wei-ter der Gemeinschaft zur Verfügung, bis sie im Mai 1999 verabschiedet wurde. Maria Esten war da, wo sie gebraucht wurde; nicht nur in ihrem privaten Kreis, sondern auch bei der Kulturge-meinde; und sie wurde überall gebraucht, sei es bei den Beratungen und Programm-planungen auf den Vorstandssitzungen, sei es beim Verkauf von Eintrittskarten an der Abendkasse, sei es als mitwirkende Kassenprüferin. Kein Wunder also, dass ihr auf der Sitzung vom 23.7.2003 mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Kulturgemeinde Als-dorf e.V. gedankt wurde. Maria Esten-Zinken starb am 17.3.2004. Die Stadt Alsdorf verlor mit ihr eine Alsdorferin im wahrsten Sinne des Wortes. Aufgeschlossen für ihr Alsdorf, auf-geschlossen für die Geschichte, aufgeschlossen für die Kultur, aufgeschlossen für das Gesell-schaftliche, Gesellige, aufgeschlossen für ihr Alsdorfer Platt, aufgeschlossen für den Karne-val, aufgeschlossen für ihren Beruf und ganz besonders aufgeschlossen für ihre Familie. Die christ-katholische Religion hatte sie geprägt; nicht orthodox, also von Formalismus be-stimmt; sie glaubte an die frohe Botschaft und empfand sie als eine fröhliche Botschaft, die ihr Herz erfüllte; dies im Umgang mit den Menschen, in der Verantwortung für die Menschen und aus der Sorge um die Men-schen. Nicht, dass sie selbst ohne Sorgen war; aber ihre Fröhlichkeit machte es ihr leichter, die Sorgen zu tragen und zu überwinden. Eine Hilfe war ihr Lachen, ihr oft nur kurz anskizziertes Lachen im „Damenbass“, das jedem unvergesslich bleibt, der Maria Esten-Zinken hat kennen lernen dürfen.

 

Die Nachfolge in der Position des stellvertretenden Vorsitzenden nahm Karl Koerner ein. Auf der Versammlung vom 14.6.1976 wurde er in den Beirat gewählt. Seit dieser Zeit erlebte er die Kulturgemeinde im Um-bruch und „Aufbruch“, geradezu in einem „Wandeln“ von einer Aufführungsstätte zur anderen. 1995 rückte er als 2. Vorsitzender in den eigentlichen oder geschäftsführenden Vorstand auf und wirkte dort, bis er 2003 nach seinen eigenen Worten „einer jünge-ren Generation“ das Nachrücken möglich machte. Dabei dachte er aber keineswegs daran, sich „zum alten Eisen“ zu zählen. Er ist weiter als Beisitzer im Vorstand und fungiert heute als Kas-senprüfer. Die Kulturgemeinde bedankte sich für sein Engagement und machte ihn ebenfalls auf der Sitzung vom 23.7.2003 zum Ehrenmitglied. Das geschah zeitgleich mit der entsprechenden Würdigung von Maria Esten-Zinken und Josefine Vorhagen.

 

Josefine Vorhagen und ihr Ehemann Heinrich Vorhagen waren der Kultur in besonderer Weise verbunden; und „Fine“ Vorhagen ist es nach dem Tod ihres Ehemannes nach wie vor. Beide zählten wohl mit zu den ersten, die nach dem Zweiten Weltkrieg an der „Wie-derentdeckung“ der kulturellen Werte für die Bürgerschaft betei-ligt waren und den Aufbau des kulturellen Lebens in Alsdorf weit-gehend mit förderten. Für sie selbst musste Kultur nicht „wieder-entdeckt“ werden. Sie waren von ihr durch und durch geprägt. Vom ersten Tag an waren beide mit dabei. Mit Begeisterung be-richtet Fine Vorhagen von den ersten Möglichkeiten nach dem Zweiten Weltkrieg, auf einem offenen LKW nach Aachen zu kommen, um dort an einem Konzert teilzunehmen. Initiator war der ehemalige Steiger Brauns, der als erster Vorsitzender der bald gegründeten Kulturgemeinde dann die Musiker nach Alsdorf holte. Heinrich Vorhagen, der in besonderer Weise der Musik zugetan war, dürfte es wohl gewesen sein, der in einer Zeit, als die Kulturgemeinde vom Programm her sich mehr dem Schauspiel zugewandt hatte, auch weiter den Fortbestand des Musikwerkes im Programm der Kulturgemeinde anregte und förderte und das im Zusammenwirken mit den Orchestern und Chören der Volkshochschule. Genau lässt sich seine Mit-wirkung im eigentlichen Vorstand nicht feststellen. Es ist vielleicht um 1960 gewesen, als er dem Vorstand der Kulturgemeinde beitrat. Aber sicher gehörte er von Anfang an zu den Beratern im „Arbeitsausschuss“ der Bürger, von dem in der frühesten Zeit die Rede ist. Bei den Aufführungen wirkte er aktiv als Musiker mit; also nicht nur in der Form, dass er Einführungen zu den Werken gab. Er musizierte begleitend an der Orgel und am Cembalo. Dass er selbst Chöre leitete, sei nur nebenbei bemerkt. Er war bei den Orchesterwerken der eine Alsdorfer Musiker. Der zweite war Kammermusiker Josef Theißen, Violine, der eigentlich seine berufliche und berufene Heimat im Städtischen Orchester Aachen hatte, sich aber genauso den Orchestern der VHS, vor allem ihrem Kammerorchester verbunden fühlte und bei zahlreichen Veranstaltungen der Kultur-gemeinde mitwirkte. Beide wurden viel zu früh durch Krankheit und Tod aus ihrem Lebenselement gerissen. Heinrich Vorhagen starb am 15.5.1990; Josef Theißen am 12.9.2000. Über Josef Theißen fand sein Kollege Mario Suziu vom Städtischen Orchester Aachen Beziehungen zu Alsdorf, die es ihm schließlich ermöglichten, 1983 bei der VHS die Nachfolge von Willy Kronen als Orchesterleiter anzutreten.

 

Heinrich Vorhagen bekam bereits 1976 persönliche Unterstützung durch seine Ehefrau, die zunächst als Stadtverordnete dem Beirat der Kulturgemeinde beitrat. Sie arbeitete wie Maria Esten, wo sie gebraucht wurde; da hatte sie manches zu tun. Programmge-staltung, Abendkasse, dann 2. Kassenprüferin neben Maria Esten in der ersten Zeit nach dem Tod von Günter Dahlen. Auf 25 Jahre aktive Mitarbeit im Vorstand schaute sie zurück, als sie wie auch Leo Kirfel 2001 mit einer Jubiläumsuhr in Zinn gearbeitet geehrt und 2003 zum Ehrenmitglied der Kulturgemeinde ernannt wurde, in deren Vor-stand sie weiter tätig ist.

 

27 Jahre wirkte Günter Dahlen als Kassenprüfer der Kultur-gemeinde. 1970 wurde der Steuerfachmann in den Beirat ge-wählt. Er gehörte nicht dem geschäftsführenden Vorstand an und war so der unabhängige, aber auch der richtige Mann für die Kontrolle der Kassenführung, der Kassierer und somit des ge- samten leitenden Vorstandes. Klaus Depiereux, Helene Becker sowie Agnes Blisniewski als Kassierer brauchten aber vor Günter Dahlen nicht zu zittern. Einmal stimmte ihre Kasse sowieso. Andererseits war Günter Dahlen kein Mensch, der sich aufspielte, um Macht zu zeigen. 1970 begann er seine Arbeit zusammen mit Fritz Küp-per, Beiratsmitglied und 2. Kassenprüfer. Ihm folgte Eberhard Klüppel. Günter Dahlen glich in mancher Hinsicht Klaus Depiereux; ruhig, besonnen; ein verschmitztes Lächeln ging oft über sein Gesicht, wenn andere Probleme sahen, die für ihn längst keine waren. Den Umgang mit dem Finanzamt für die gemeinnützige Kulturgemeinde Alsdorf e.V. legte er bald in die Hände seiner fachkundigen Tochter Waltraud Bosten. Sein Tod riss eine tiefe Lücke in der Kulturgemeinde auf. Man hatte sich an ihn gewöhnt. Es entstand eine Über-gangszeit, in die als Kassenprüfer Beiräte spontan einsprangen, bis Maria Esten und Josefine Vorha-gen gewählt wurden, die schließlich Konrad Krä-mer 1999 ablöste und das gemeinsam mit Marita Klüppel. Er selbst wurde 2003 von Karl Koerner und Josefine Vorhagen abgelöst, als er zum 1. Vorsitzenden und Marita Klüppel zur 2. Kassie-rerin gewählt waren.

 

 

Doch ist auf das Jahr 1996 zurückzugehen. Die Neuwahl beließ alles bei der alten Regelung. Nur in der Geschäftsführung trat die Änderung ein, die wenige Jahre zuvor schon prophezeit worden war. Hans Rosenboom kandidierte nach genau 20 Jahren nicht mehr. Er hatte keineswegs „die Nase voll“. Er konnte sich gut daran gewöhnen, dass es auch in einer Kulturgemeinde rauf und runter, auf und ab geht. Er war zu nüchtern, als dass er sich von den objektiv festgestellten Entwicklungen hätte entmutigen las-sen. Aber 20 Jahre machen den Menschen nicht jünger. In 20 Jahren wachsen Menschen auf, deren Orientierung gleichgeartet ist, deren Vorstellungen aber auch neue sein können; die neue Wege sehen, das Be-währte zu bewahren und genauso ergänzend zu beleben. Hans Rosenboom war und ist ein Mann, der das erkannte und den richtigen Augenblick erfasste, die entsprechende Entscheidung zu treffen. Das ist nicht nur gut; das ist oft genug auch notwendig. In Alfred Sonders hatte Hans Rosenboom „den Mann“ entdeckt, mit dem er gewisser-maßen vorbereitend schon Jahre zusammengearbeitet hatte. Und nun ging es mit Alfred Sonders los. Die Mitte der 90er Jahre war erreicht. Die Probleme waren nicht kleiner geworden. Es galt für die Kulturgemeinde: „entweder – oder!“ Dabei war Alfred Sonders 1996 schon ein Routinier. Seit dem 5.7.1993 war „Herr Sonders vom Kultur-amt“ als Beisitzer im Vorstand, wie es im Protokoll heißt. Er bekam Einblick in die Situation und in die Entwicklung. Sein Engagement und vor allem sein Einfallsreichtum und die Fülle seiner Ideen zeigten ihm schnell Wege auf, für die er die Unterstützung des gesamten Vorstandes erfuhr. Das „Gespann“ Kirfel-Sonders zog den Karren auf den richtigen Weg.

 

 

 

 

Die Stadthalle im Zentrum der Stadt

Alsdorf an der Stelle, an der vorher

das Kasino Anna gestanden und da-

hin die Vereine mit den Bürgern ge-

zogen hatte. In der Stadthalle setzte

die Kulturgemeinde am 25.05.1992

mit „Hexenjagd“ von Arthur Miller

ihr Wirken fort.

 

Die Stadthalle war endlich zum Mit-telpunkt des Lebens und Wirkens der Kulturgemeinde geworden. Für die weitere Entwicklung der Kulturge-meinde war von entscheidender Be-deutung, dass ihr Geschäftsführer Alfred Sonders bald auch Geschäfts-führer der Stadthalle wurde, das hauptamtlich ab 1.1.2001. So bekam er maßgeblichen Einfluss auf die Be-setzung der Räumlichkeiten, vor al-lem auf die Vergabe des Theater-saales, so dass er den Plan der je-weiligen Spielzeit vorrangig für die Kulturgemeinde festlegen konnte. Doch bevor auf die kommende Entwicklung eingegangen wird, sollen die personellen Veränderungen im Vorstand bis auf den heutigen Tag dargestellt werden, um das alles in einen Zusammenhang zu bringen.

 

Das maßgebliche Jahr war 2003 mit der Mitgliederver-sammlung vom 23.Juli. Den eigentlich schon seit 1975 am-tierenden Vorsitzenden Leo Kirfel hatte eine schwere Krank-heit gepackt, die ihn immer mehr belastete. Aber er raffte sich auf. Die Kulturgemeinde war zu seinem Lebensinhalt geworden. Er verspürte, dass das Engagement ihm Kraft gab, jedenfalls zu versuchen, sich der Krankheit entgegenzu-stellen. Nicht anders gab er sich bei seinen Tätigkeiten, als Organist in den Kirchen auszuhelfen. Zuletzt schleppte er sich förmlich zu den Sitzungen und Veranstaltungen. Aber die Liebe zu dieser Kulturgemeinde trug ihn dorthin, wie im-mer es auch geschehen sollte. Dabei war er einsichtig genug, seinem Geschäftsführer die maßgebliche Rolle bei den Planungen, beim Organisieren und bei den Verhandlungen frei zu überlassen. Leo Kirfel wurde gewissermaßen zum lebendigen Symbol für die Kulturgemeinde Alsdorf. Am 23.7.2003 traf er die Ent-scheidung, nicht mehr für den Vorsitz zur Verfügung zu stehen. Genauso entschied sich Karl Koerner, sein Stellvertreter. Es kam zur Neuwahl.

 

 

Neuer Vorsitzender wurde der bisherige Kas-senprüfer Konrad Krämerr. Stellvertretende Vorsitzende wurde Ursula Voußen, die bisher in den Ämtern der stellvertretenden Ge-schäftsführerin und dann der stellvertreten-den Kassiererin gestanden hatte. In die Posi-tion der stellvertretenden Geschäftsführerin trat nun Gisela Kreitz. Marita Klüppel wurde stellvertretende Kassiererin, die mehrere Jah-

re zuvor zweite Kassenprüferin gewesen war. Beisitzer wurden Horst Kreitz und weiter Erika Schafsteller, die in dieser Verantwortung schon viele Jahre steckte und immer wieder mit Schwung und Ideen ihren Beitrag geleistet hatte. Nicht unerwähnt blei-ben die Vertreter des Rates der Stadt Alsdorf, deren Schicksal abhängt von den per-sonellen Veränderungen im Rat; nicht vergessen bleiben die Vertreter der Verwaltung, die seit Gründung der Kulturgemeinde die zweite personale Stütze des Kulturunter-nehmens geblieben sind.

Gisela Kreitz Marita Klüppel Erika Schafsteller Horst Kreitz

 

 

Kein Unternehmen hält sich auf Dauer ohne die erforderliche Finanzdecke, die als Fun-dament das Ganze trägt. Mitte 1996 startete Vorsitzender Leo Kirfel eine Werbeaktion und verschickte rund 30 Briefe an Firmen, Geschäftsleute und Banken mit der Bitte, durch Geldspenden oder Beiträge der Kulturgemeinde finanziell zu helfen. Die Aktion hatte wenig Erfolg. Auf der Sitzung vom 14.8.1996 unerbreitete Alfred Sonders den Vorschlag, Kulturgemeinde, Städtische Orchester und Städtische Chöre sollten sich zu-sammenschließen, um für einen solchen Verband eine größere spendenfreudige Lobby zu gewinnen. Der nächste Vorstoß kam wieder von Geschäftsführer Alfred Sonders mit dem Vorschlag, das Programm zu erweitern und damit auch die Inhalte der Veran-staltungen. Es erfolgte eine Befragung von Abonnenten und Nicht-Abonnenten, welche Art von Veranstaltungen besonders und zusätzlich gewünscht wird. Nach der Aus-wertung der Befragung im Februar 1997 wünschte die überwiegende Zahl der Befragten eine Erweiterung des Programms durch „Mundartstücke“; es folgte fast gleich stark die Befürwortung von Prominentenstücken; aber auch die Zahl der Bürger, die sich für ein „Kleinkunst-Angebot“ aussprach, war beachtlich.

 

„Kleinkunst“ und „Kleinkunst-Festival“ waren weitgehend neue Begriffe, die in dem Oberbegriff „Westspitzen“ sehr stark ihren Niederschlag fanden. Sie erfassen A-Capel-la-Aufführungen von Gesangsolisten und Gesanggruppen, Musikkabaretts, Kabaretts, Comedies, Clowneries, Musical- und Chansonveranstaltungen. In sieben Städten unse-rer Umgebung lagen damals ihre Trägerschaften; so in Alsdorf im Cinetower. Alfred Sonders hatte schon früh Kontakte aufgenommen, so dass die Kulturgemeinde bald zu den Mitinitiatoren dieser Festivals wurde. Christoph Brüske bot seine Ein-Mann-Show zum Thema „Kassensturz“; „Ganz schön feist“ brachte mit schöner Musik ironisch-ko-mische Texte; „Die lonely Husband“, drei heitere Herren aus Berlin brachten sich als Komödianten und Kabarettisten ein, während Susanne Pätzold spritzig von der „Spring-maus“ bis zur „Frontfrau“ ihre Meinungen verteilte. Dabei sind nicht die Auftritte von Jürgen Becker zu vergessen. Nur ein kleiner Blick in das, was von „Westspitzen“ er-wartet werden kann.

 

Nach dieser Auswertung kam dann die vorsichtig angegangene Erweiterung für die Spielzeit 1997/98 mit dem Stück „Pippi Langstrumpf“ in Zusammenarbeit mit dem Ju-gendhilfeverein „VorOrt e.V.“. Der Cinetower war Ort der Aufführung; eine neue Zu-sammenarbeit der Kulturgemeinde, die ihren Ursprung beim eigentlichen Anfang der Kulturgemeinde 1946 im Atrium-Theater hatte. In Gemeinschaft mit dem Freundeskreis zur Förderung des Städtischen Chors übernahm die Kulturgemeinde mit Veranstaltun-gen zum 25jährigen Bestehen dieses Chores. Auf der Sitzung vom 18.2.1998 hatte der Vorstand bei einer Gegenstimme sich dafür ausgesprochen, auch weiterhin in Verbin-dung zu anderen Veranstaltern wie dem Freundeskreis zur Förderung des Städtischen Chors Veranstaltungen durchzuführen.

 

Hier soll der Fluss der Darstellung der Geschichte der Kulturgemeinde Alsdorf unter-brochen werden, um in diesem zeitlichen Zusammenhang einen kurzen Blick auf die Geschichte des Kinounternehmens Stürtz zu werfen. Im Vorwort ist bereits auf die frühe kulturelle Bedeutung des Kinos und der Filme mit dem Verein der Freunde des guten Films und mit dem wöchentlichen Filmspiegel hingewiesen worden. Zu Beginn der eigentlichen Geschichte der Kulturgemeinde wurde die frühe Zusammenarbeit zwi-schen der Kulturgemeinde und dem Atrium-Theater erwähnt. Nach der Baugenehmi-gung vom 23.7.1925 ließ Wilhelm Schiffer, Annastraße 59, Alsdorf, ein großes Wohn-haus mit Gaststätte, großem Tanzsaal hinter dem Hof und mit einem geräumigen Gesellschaftszimmer im 1. Obergeschoss errichten. Das war in der damaligen Haupt-straße, die später Hindenburg-Straße genannt wurde und heute Rathausstraße heißt. Das Haus hatte die Nummer 59. 1928 war die Eröffnung. Die technische Entwicklung nutzte Wilhelm Schiffer auch für die „Cinematographie“, also für die Filmvorführung. So entstand das „Alsdorfer Lichtspieltheater“. In den 30er Jahren übertrug Wilhelm Schif-fer seiner Nichte Maria Stürtz diesen Komplex. Sie ließ das „Lichtspieltheater“ schon bald zu einem für damalige Verhältnisse modernsten Kino umbauen. 1938 wurde das neue Filmtheater unter dem Namen „Atrium-Theater“ eröffnet. Sie musste es sich ge-fallen lassen, dass auch das NS-Regime sich dieses Theaters bediente, um Filme partei-politischer Art, vor allem solche der Propaganda vorführen zu lassen. Nach einer relativ kurzen kriegsbedingten Pause im hiesigen Raum ging es Anfang Februar 1946 wieder los und zwar mit der Feier zur Begründung der Kulturgemeinde Alsdorf. Jetzt arbeiteten mehrere Jahre die neugegründete Kulturgemeinde und das Atrium-Theater zusammen.

 

1948 kam Leo Stürtz, Marias Bruder, aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft zu-rück und arbeitete nun gemeinsam mit seiner Schwester in diesem Kinounternehmen. Nach seiner Eheschließung gab es bald ein „Kino-Dreigestirn“, das für die eingesesse-nen Alsdorfer in bester Erinnerung ist und bleibt: Maria Stürtz, Leo Stürtz und seine Ehefrau Thea. Nach dem Tod der Schwester und Schwägerin übernahmen die Eheleute Leo und Thea Stürtz im Jahr 1959 das Unternehmen.

 

Schon 1952 baute Leo Stürtz das „Gloria-Theater“ in Stadtmitte, Luisenstraße, das 1954 eröffnet wurde. 1963 erfolgte eine vollständige Umrüstung des Vorführbetriebes. Die beiden Kinos gehörten schon bald zu den ersten Unternehmen in Deutschland, in denen der vollautomatische Vorführablauf ermöglicht wurde. 1972 wurde das „Gloria-Thea-ter“ total umgebaut und in der gesamten Ausstattung modernisiert. 1978 stand der Sohn Leo Stürtz schon mitten im Geschäftsgeschehen und sorgte für die modernste techni-

sche Einrichtung des Unternehmens. Seine aktive Mitarbeit und Mitentscheidung war schließlich unentbehrlich nach dem frühen Tod des Vaters. Thea Stürtz und Sohn Leo leiteten von nun an das Unternehmen. Dabei war Frau Thea Stürtz die tragende Seele und Sohn Leo weitgehend die ausführende Kraft. Der nachlassende Besuch von Kino-betrieben infolge des stärker werdenden Übergewichtes des Fernsehens zwang früh zu wirtschaftlich sinnvollen Veränderungen. Das alte „Atrium-Theater“ wurde dadurch verändert, dass der große Saal in zwei Säle aufgeteilt und umgebaut wurde. So entstand das größere neue Theater als „Atrium-Theater“ und das kleinere als „Thalia-Theater“. 1989 kam es zur Schließung des „Gloria-Theaters“ und als Ersatz zur Erweiterung des „Atrium-Thalia-Theaters“ durch einen weiteren Kinosaal mit 240 Plätzen, das „neue Gloria-Theater“. Hier waren Bauherren bereits die Brüder Leo und Willi Stürtz; und über allem schwebte weiter die Fürsorge und Energie der Mutter Thea. 1992 kam es zur neuen Erweiterung dieses Komplexes und damit zum vierten Lichtspielhaus „Forum“. Die Anpassung der Theater an die modernsten technischen Möglichkeiten wie „Dolby Digital“, 6-Kanal-Digitalton und „Dolby Digital“ – Digital Theatre System – 6-Kanal-Digitalton waren 1994 eine Selbstverständlichkeit für die Gebrüder. 2001 und 2003 kam es nach Veränderungen in der Ausstattung und nach Totalrenovierungen jeweils zu Neueröffnungen.

 

1997 entstand dann der „vorerst“ krönende Abschluss mit dem Bau und der Eröffnung des „Cinetower Kinoparks Alsdorf“ in der Hubertusstraße. Hier dürfte sich eine nähere Beschreibung erübrigen.

 

Mit diesem Kinopark entstand ein Zentrum, das anziehende Wirkung für die ganze Re-gion hatte und behalten hat. Es ist ein Familienunternehmen von „Ur-Alsdorfern“ mit klaren Vorstellungen, einem klaren Geschäftswillen und sicher auch mit der erforderli-chen Planungskraft und Kalkulationsfähigkeit. Es ist ein Unternehmen der Gebrüder Leo und Willi Stürtz; ein Unternehmen, dessen Geist immer noch die liebenswürdige Mutter, Frau Thea Stürtz, verkörpert.

 

Mit der Einrichtung der Bowling-Bahn und anderen Möglichkeiten zur Freizeitgestal-tung im Gebäude des früheren Einkaufzentrums „Globus“ in der Rathausstraße haben die Gebrüder Stürtz geradzu eine Brücke zur Stadthalle Alsdorf geschlagen. Zwei Zentren in Stadtmitte mit tragender Anziehungskraft und mit folglich großer Bedeutung für die Stadt Alsdorf überhaupt. 1997/1999 kam es wieder zu einer konkreten Zusam-menarbeit zwischen der Kulturgemeinde und dem Kinoparkzentrum oder „Cinetower-Kinopark“. Grund und Zweck waren der Plan und die Überlegung der Kulturgemeinde, das Programm stark zu erweitern und die damalige Frage nach den hierfür notwendigen Räumlichkeiten sinnvoll zu beantworten.

 

Vorsichtig musste die Erweiterung des Programms angegangen werden, um die Abon-nenten finanziell nicht zu stark zu belasten. Der Kompromiss brachte eine Erweiterung der bisher 7 „Abo-Veranstaltungen“ mit dem Grenzlandtheater um jeweils eine Veran-staltung mit dem Aachener Heimattheater und um eine Veranstaltung mit einem an-deren Gasttheater, so dass von der Spielzeit 1998/99 an das „Abo“ insgesamt neun Ver-anstaltungen enthalten sollte und auch enthält. Dazu sollte weiter ein Plan mit „Son-derveranstaltungen“ die jeweilige Spielzeit ergänzen. All solche Gedanken hatten sich seit 1995/96 gebildet, waren 1997 in das Stadium der praktischen Umsetzung getreten und fanden nach der Sitzung vom 1.7.1997 ihre schrittweise Verwirklichung.

 

Erste Kontakte mit dem Verein Rur-Kultur e.V. waren geknüpft worden. Das betraf vor allem die Zusammenarbeit im Rahmen der „Westspitzen-Festivals“. Die Werbung musste in Aktionen umgesetzt werden. Seit der Spielzeit 1994/95 liegen die „Spiel-pläne“ als Faltblatt vor. An Ausstattung und Format nahmen sie bald andere Gestalt an. Das erweiterte Programm machte das allein schon wegen der Übersichtlichkeit er-forderlich. Die Kulturgemeinde beteiligte sich an den überörtlichen Kulturplänen der Nachbarstädte „Kultur im Westen“. Mit den hiesigen Tages- und Wochenzeitungen wurden Beziehungen aufgenommen, so dass die Informationen für die Bürger wieder so laufen, wie das in jenen Jahren war, als das „Aktuelle aus dem Wurmgebiet“ (bis Ende 1988) erschien.

 

Es war eine harte Zeit der Überlegungen, der Versuche, des Engagements für diese Kulturgemeinde Alsdorf. Es war das Ringen und der Kampf gegen die immer stärker wer-dende Finanznot und gegen ein sichtbares Abspringen von Interessenten, die den wie-derholten „Lokalwechsel“ nicht weiter mitmachen wollten. Es war ein Ringen und ein Kräfteaufwand der Verantwortlichen, um die manchmal selbst bei ihnen drohende Ver-zweiflung und Depression zu überwinden. Sie haben sie überwunden. 1996: 144 Abon-nements; die Zahl stieg auf rund 250, dann 350; 2000 lag die Zahl bei insgesamt 562; 2001 bei 786 und 2002 schließlich bei 918 Abonnenten. Es entstand eine gewisse „Platzangst“, wenn vor allem auch an den immer vorgesehenen freien Kartenverkauf gedacht wurde. So entschied der Vorstand auf der Sitzung vom 13.2.2002, für die Abo-Veranstaltungen je einen zweiten Aufführungstag einzuführen. Diese Entscheidung kam nach Rücksprache mit dem Grenzlandtheater und nach der Feststellung, dass schon wei-tere rund 300 Anmeldungen für ein Abonnement vorlagen. Am 19.6.2005 meldete „Als-dorf“, dass über 1.300 Abonnenten an zwei Abo-Spieltagen registriert sind; am 23. 9.2005 meldet die Aachener Zeitung den Stand bei 1.400. Das ist die äußere Ent-wicklung und der Aufstieg der Kulturgemeinde Alsdorf bis zum Jubliäumsjahr 2006.

 

Alfred Sonders, Ursula Voußen und dem Vorsitzenden Konrad Krämer, seit 2003

 

Der äußere Erfolg läßt sich nur aus der inneren Geschlossenheit und Entschlossenheit herleiten, in denen der Vorstand arbeitete. Diese tragenden Momente zeigten sich vor allem in der konse-quenten Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Grenzland-theater Aachen. Daran änderte auch nichts, dass die Intendantur 1994 von Karl-Heinz Walther auf Manfred Langner überge-gangen war. In der Orientierung bei der Programmgestaltung war die bisherige Zielrichtung beibehalten worden. Weiter stand die Berücksichtigung junger und damit zeitgenössischer Autoren im Vordergrund. Die anglo-amerikanische Welt hatte hierbei einen großen Anteil, aber keineswegs einen ausschließlichen. Das Programm blieb auch nicht nur von seiner Internationalität her gemischt, sondern genauso von der Einfügung so-genannter klassischer Werke durchsetzt. Das Grenzlandtheater hatte es sich eigentlich seit seinen Anfängen zu einer Aufgabe gemacht, der Gesellschaft die moderne oder neu-ere Theaterliteratur zu vermitteln. Vielfach sind es Autoren, die in der Zeit der 20er Jahre, des Zweiten Weltkrieges oder in den ersten Jahrzehnten danach geboren wurden. Die Themen wechseln wie in der Geschichte der Literatur zwischen Schauspiel und Komödie. Der eine Autor verschreibt sich dem Lustspiel, der andere der Tragödie; wie-der andere greifen gesellschaftspolitische oder staatspolitische Themen auf wie Sobol mit „Ghetto“ oder Samuels mit „Kindertransport“ und verfolgen hier eine ähnliche Linie wie beispielsweise Friedrich von Schiller; andere wechseln zwischen Lustspiel und Trauerspiel, wie es u.a. bei Shakespeare und Lessing schon festzustellen ist. Unter den „Neuen“ wirkt Carl Zuckmayer gerade wie ein Senior.

 

Schon in den 50er Jahren gab es Stimmen gegen das damals “Zimmertheater” genannte Unternehmen. An solchen Stimmen fehlt es auch heute nicht.

 

„Unbekannte Autoren!“ Von einer Einseitigkeit des Programms kann sicher nicht ge-sprochen werden. Fragen wir uns selbst, wie bekannt uns denn die „klassische Zeit“ ist. Wer kennt Ben Jonson (1573-1637), Johann Nestroy (1821-1862), Federico Garcia Lor-ca (1898-1936), Eugène Ionesco (1912-1994)? Der Blick in die neuen Schauspiel- und Theaterführer sieht viele Namen der neuen Autoren heute. Wir lesen ihre Werke und er-fahren von ihren Positionen als Intendanten und Regisseuren an bedeutenden Theatern und von oftmals vielen Literaturpreisen, mit denen sie geehrt wurden. 2005 wurde dem zwischenzeitlich 75jährigen Harold Pinter der Nobelpreis für Literatur zu gesprochen. Das Grenzlandtheater bildet weiter. Es ist kultureller Lehrmeister, und wir dürfen in Dankbarkeit mit neuem Wissen eine Theatervorstellung verlassen.

 

„Welch sonderbare Titel bei diesen neuen Werken, die nichts hergeben“. Das ist sicher richtig. Das gilt aber weitgehend auch für die ganze Zeit der Literaturgeschichte. Was besagt denn schon „Was ihr wollt“ oder „Der Widerspenstigen Zähmung“ oder Jonson´s „Volpone“? Wir müssen die Inhalte der Werke erfahren, bevor wir erkennen, was hinter einem solchen Titel steckt. Wenn Lessing sein Werk „Minna von Barnhelm“ und Kleist eines „Käthchen von Heilbronn“ nennt, so gibt eben Charles Lawrence seinem Werk den Titel „Meine dicke Freundin“. Läßt sich aus Shepard´s „Liebestoll“ schon etwas ahnen, so bleibt Marivaux´s Titel „Der glückliche Plan“ vorerst ein Rätsel. Die Kritik am „nichtssagenden“ Titel zwingt also, sich mit dem Werk selbst erst zu befassen.

 

„Diese vulgäre Sprache immer wieder; geradezu eine Fäkaliensprache“; eine Sprache der untersten Schublade, wie sie oft genannt wird. Das Argument hat seine Berechti-gung, zwingt aber zur grundlegenden Unterscheidung. Beispiel ist Goethe´s „Götz von Berlichingen“, ein Werk also aus der klassischen Zeit. Der Ritter steht auf der Seite der bedrängten Bauern und Handwerker im Kampf gegen den ausbeutenden Fürstbischof von Bamberg. Der Bamberger kann letztlich noch nicht zuschlagen, da Götz auf dem Boden des Rechtes steht und damit unter dem Schutz des Kaisers; er setzt sich zunächst mit gesetzlichen Mitteln für soziale Gerechtigkeit und Ordnung ein. Seine Position wird aber geschwächt, als er Nürnberger Kaufleute überfällt und schließlich in einen Kampf gezogen wird, den der Bamberger wegen der Brandstiftung von Miltenberg gegen die Bauern führt, mit der Götz aber nichts zu tun hatte. Er steht aber auf ihrer Seite in die-sem Kampf, weil er weiß, dass es dem Fürstbischof um mehr als um Sühne für Milten-berg geht. Die Gefangennahme rückt näher. Die Söldner des Hofes rücken heran und fordern die Ergebung. „Aha, ein rotröckiger Schurke, der uns die Frage vorlegen wird, ob wir Hundsfötter sein wollen. – Was soll´s? – Einen Strick um deinen Hals. – Be-leidiger der Majestät! – Die Aufforderung hat ein Pfaff gemacht. – Mich ergeben! Auf Gnad und Ungnad! Mit wem redet Ihr! Bin ich ein Räuber! Sag Deinem Hauptmann: vor Ihro Kaiserliche Majestät hab ich, wie immer, schuldigen Respekt. Er aber, sag´s ihm, er kann mich am Arsch lecken“ (schmeißt das Fenster zu). – Das war es.

 

Goethe lässt seinen Götz sehr deutlich werden. Welches Ziel verfolgte der Autor? In welcher Situation lässt er das Abgleiten in eine solche Sprache zu? Mit ihren Werken halten Autoren vielfach der Gesellschaft einen Spiegel vor. Die Gesellschaft soll sich im Spiegel wiedererkennen und vom eigenen Verhalten geschockt sein. Genug Autoren be-dienen sich aber auch dieser vulgären Sprache und das diagonal durch ihr ganzes Werk, um persönlich dem Leser und Betrachter zu gefallen, um sie in ihrem Treiben zu bestä-tigen und zu bestärken und mit solchen Mitteln die eigenen Profite zu sichern. Dabei geht es sogar oft darum, die eigene, höchst subjektive gesellschaftspolitische Vorstel-lung aus Hass im Kampf gegen bestehende gesellschaftliche und vor allem kirchliche „Zwänge“ als „Befreiung“ durchzusetzen und das gerade mit dem Mittel einer verroh-ten Sprache, um breite Schichten zu erreichen. Da stehen weltweit angesehene Autoren jedenfalls mit ihren frühen Werken wie Böll, Grass und viele mehr in diesem Spek-takulum der geistigen Verrohung nicht „draußen vor der Tür“; eine Zielrichtung, die mit den von Friedrich von Schiller verfolgten Zwecken im Kampf um die Freiheit und Gerechtigkeit nichts gemeinsam hat. So zwingen uns auch Sprachstile und sogar An-ordnung von kostümmäßigem Auftreten der Darsteller wie ihre Posen selbst immer wie-der zur kritischen Betrachtung, bevor die Zeit für ein Werturteil über solche Werke und solche Auftritte und Aufführungen reif geworden ist.

 

In dem Zusammenhang mit der „Beschwerde“, dass angebotene Werke doch vielfach unbekannt seien, ist auch auf das Musikprogramm vornehmlich bei den Sonderveran-staltungen hinzuweisen. Wir hören von Titeln, können aber manchmal nichts oder nur wenig damit anfangen. Hier und da ist uns der Titel, sogar der Inhalt des Werkes aus dem Fernsehprogramm bekannt. Aber weiter? Wer ist der Komponist? Wer ist der Text-dichter? Wie, der? Von dem habe ich schon einmal etwas gehört. Dass der aber so etwas schreibt, habe ich nicht gewusst. Bei der Kulturgemeinde erlebten die Besucher die Mu-sicals „West Side Story“ und mehrfach „Jesus Christ Superstar“. Das neue Programm sieht vor „Joseph and the amazing technicolor dreamcoat“. Und wie begeistert sind die Besucher von „My fair lady“! Wir singen bekannt gewordene Melodien und dennoch wissen wir nichts von den Autoren oder über sie. Kein anderer als der bedeutende Diri-gent Leonard Bernstein schrieb die Musik zum Musical „West Side Story“. Er war zu-gleich ein bedeutender Komponist. Sein Liedtexter für dieses Musikwerk war Stephen (Joshua) Sondheim (*1930). Wir hören von „Cats“, „Starlight Express“ und von „Phan-tom der Oper“. Von keinem anderen als von dem Schöpfer des Musicals „Jesus Christ Superstar“ stammen diese Musikwerke: Andrew Lloyd Webber (*1948). In vielen Fäl-len war Texter Tim Rice (*1944). Wie diese Musik Webbers vor allem bei den bekann-testen Musicals zu beurteilen ist, und dass seine Geschäftstüchtigkeit eine andere ist als bei einem Mozart oder vielen Autoren, die selbst heute noch Verlegern ausgeliefert sind, müssen als Randerscheinungen betrachtet werden. Wichtig ist, dass die Welt des Musicals, die längst zur Kulturwelt gehört, nicht mehr ohne einen Webber und viele andere zu denken ist. Das Wissen um Texter, Komponist und Werk bildet eine Einheit, die erst den rechten Zugang zu all dem erschließt. So ist es selbstverständlich auch bei dem Musical „My fair lady“, das seinen inhaltlichen Ursprung in dem Lustspiel „Pyg-malion“ von George Bernard Shaw hat. Texter des Musicals war Alan Jav Lerner (1918-1986). Die Musik schrieb Frederick Loewe (1904-1988). Die Kulturgemeinde Alsdorf führt zu all diesen Werken mit all den notwendigen und interessanten Anmer-kungen hin. Die gern gestellte Frage „wie sahen die denn aus?“, kann auch beantwortet werden.

 

Eine kritische Meinung äußern, ist eigentlich eine gute Sache. Das betrifft jedes Kultur-werk seinem Inhalt wie genauso seiner Darstellung nach. So ist sicher Kritik auch dem Grenzlandtheater – besser: seinen aufgeführten Werken – gegenüber angebracht; doch immer auf der Grundlage einer wohlüberlegten und durchdachten Betrachtung. Unun-terbrochen arbeitet die Kulturgemeinde bereits 30 Jahre mit dem Grenzlandtheater zu-sammen. Von den frühen 50er Jahren an geschah das mit phasenweisen Unterbrechun-gen, ohne dass hier den Ursachen hierfür nachgegangen werden soll. Diese lange Zeit ist eine Zeit der reichen Erfahrung. Es ist eine Zeit, in der viele Mitbürgerinnen und Mitbürger Einblick in die stets lebendig gebliebene Theaterliteratur nehmen und reiches Wissen sich zueignen konnten. Es war eine glückliche und fruchtbare Zusammenarbeit. So war es für die Kulturgemeinde eine traurige Mitteilung, dass am 4.10.1995 der frü-here Intendant und Schauspieler Karl-Heinz Walther verstorben war. Karl-Heinz Wal-ther war zusammen mit Kurt Sieder Mitbegründer des Aa-chener Zimmertheaters im Jahr 1950 und wurde 1965 nach dem unerwarteten Tod von Kurt Sieder im September 1964 dessen Nachfolger als Intendant. 1994 gab er das Amt an Manfred Langner ab. Karl-Heinz Walther wollte sich von da an nur noch der Schauspielkunst widmen, was ihm nicht lange vergönnt sein sollte. Viele Male hat er in den verschie-denen Rollen hier in Alsdorf auf der Bühne gestanden und die Zuschauer begeistert und überzeugt. Wer ihn erlebte, wird ihn nicht vergessen.

 

Gut 8 Jahre später verstarb am 2.11.2003 der langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende der Kulturgemeinde Als-dorf, Herr Leo Kirfel. Sein Tod kam unerwartet, wenn die Krankheit, die er in sich trug, auch immer mehr seine Kräfte verzehrte. Erst im Juli desselben Jahres hatte er die Ent-scheidung mitgeteilt, für das Amt des Vorsitzenden nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Er wollte neue Weichen stel-len. Vielleicht wusste er mehr, als alle anderen ahnten. Er setzte mit seiner Entschei-dung das Zeichen, dass die Kulturgemeinde nun mit der starken, aber jüngeren Mann-schaft ihr Schiff in die Zukunft hinein zu steuern hat. Die Kulturgemeinde und die ganze Stadt Alsdorf haben dem langjährigen Realschuldirektor und Vorsitzenden Leo Kirfel viel zu verdanken.

 

Längst hatte das Aachener Heimattheater bei der Kulturgemeinde Alsdorf festen Boden gefunden. War das anfangs auf das Abo-Programm beschränkt, so trat das Heimatthea-ter auch bald schon im Programm über die Sonderveranstaltungen auf. 1998 begeisterte es mit der Komödie „Nobless uusjen Wimmelsjaaß“. Begeisterung fand dieses Stück wie später auch andere sicher bei der alteingesessenen Bevölkerung von Alsdorf, wahr-scheinlich weniger bei den später aus anderen Gegenden hergezogenen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Das „Oecher Platt“ hat es nun einmal in sich. Wem es als „Grenz-gänger“ von Aachen seit Geburt nicht einmal im Ohr sitzt, der hat diese Sprache erst recht nicht im Blut. Dabei ist dieses von einem feinen Gesangbogen durchzogene „Oecher Platt“ doch schon mit seinen Begriffsbestimmungen einfach urig. Zu wissen bleibt, dass der „Oecher“ Wert darauf legt, dass seine Sprache nicht ins Ordinäre „ge-zogen“, also verzerrt wird. Wo der Aachener das hört, entlarvt er sofort den imitierten „Stammesgenossen“. Die Veranstaltungen im Abo waren Komödien und bleiben es sicher so. Sie wurden jeweils im Mai gespielt. Die Veranstaltungen im Sonderpro-gramm brachten Märchen jeweils in der vorweihnachtlichen Zeit; „auch“ für die Kin-der!

 

Mit Prominentengastspielen traten unter anderem das Theater am Kurfürstendamm, Berlin, auf; weiter das Münchener Tournee-Theater und nicht zuletzt auch das Theater an der „Kö“, natürlich aus Düsseldorf. Aus der weiten Palette der Werke und Autoren, die die klassische Zeit, die modernere und die heutige Epoche umschließt, sind nach-stehend wenige Szenenbilder wiedergegeben, um Erinnerungen, aber genauso Anreiz zu wecken.

 

Mit den Sonderprogrammen wurde nicht nur eine Erweiterung der Spielpläne erreicht, sondern auch das angestrebte Ziel, noch viel mehr Menschen für das weitere Theater- und Bühnenleben zu interessieren. Die Kleinkunst-Festivals mit ihren vielgestaltigen Programmen von Akrobatik, Comedy über Musicals, Shows bis hin zu großartig ange-legten Aufführungen von Operetten füllen die Programme. Da gehören zum Programm die „Westspitzen-Könner“ oder die „Missfits“ genauso wie „Die Fledermaus“ (2001) oder „Der Zigeunerbaron“ (2002) von Johann Strauß, „Die lustige Witwe“ (2002) oder „Der Zarewitsch“ (2003) von Franz Lehár, „Wiener Blut“ von Viktor Léon (2004), denen 2005 „Die Gräfin Mariza“ von Emmerich Kalman folgen wird. Zu erwähnen sind die großen Ballettwerke von Peter Iljitsch Tschaikowski „Schwanensee“ und „Der Nussknacker“ (2000). Nicht vergessen werden Opernaufführungen wie „Der Frei-schütz“ von Carl Maria von Weber (2001) oder „Nabucco“ von Guiseppe Verdi (2002). Die Zusammenarbeit mit den Alsdorfer Chören brachte eine weitere Bereichung mit großen Oratorien wie „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn (1998), „Paulus“ von Felix Mendelsohn Bartholdy (2000), „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel (2001) oder „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach (2002). Mit „Carmina Burana“ (2003) von Carl Orff, „West Side Story“ von Leonard Bernstein (2000) und den frühen Aufführungen von “Jesus Christ Superstar” von Andrew Lloyd Webber (1999) setzten die Alsdorfer Chöre Akzente mit der neueren Musik. „Ivushka“, die russische Weih-nachtsrevue, ist seit Jahren die begehrte vorweihnachtliche Veranstaltung. Die feste Zusammenarbeit u.a. mit der Arena Theater- und Festspiel GmbH Xanten und mit dem Musiktheater Lodz („Das große Neujahrskonzert“) hat eine solide und sichere Grund-lage für die Zusammenstellung der Sonderprogramme gebracht.

 

So stehen den Schauspielen jeder Art, wie sie im Abonnement vorgesehen sind und si-cher auch dort weiterhin vorgesehen bleiben, die Kulturwerke der Musik in den Sonder-programmen gegenüber. Aufgelockert wird das Gesamtbild dort durch die Einbezie-hung vieler Lustspiele oder Komödien, hier durch die Ergänzung mit Comedies, mit dem Auftreten einzelner Kabarettisten und Solisten.

 

Die Kulturgemeinde Alsdorf bietet aber nicht nur einen Anreiz für das „passive“ Mit-machen in der Form der Besuche der Veranstaltungen mit ihrem Miterleben und Mit-denken. Sie bietet auch Anreiz für die „aktive“ Mitwirkung im und am kulturellen Le-ben. „DAS DA Theater Aachen“, eine junge Theatergruppe fand „Eingang“ zu den Pro-grammen der Kulturgemeinde wie genauso die weibliche Gesangsgruppe „Anders Art“. „T-Time“ ist eine Schauspielgruppe von 17- bis 31jährigen theaterbegeisterten Alsdor-fern. Sie zieht umher, um das Theater allen Schichten der Bevölkerung besonders nahe zu bringen. Sie tritt in Schulen, in Pfarrsälen und Stadthallen auf; natürlich auch hier bei der Kulturgemeinde Alsdorf und erfährt hierdurch ihre besondere Förderung.

 

Beinahe wäre die positive Entwicklung zerborsten und mit einem Schlag das Ende der Kulturgemeinde Alsdorf eingetreten. Es war der Schock, der mit dem Attentat vom 11.9.2001 auf das World Trade Center in New York in die Menschen gefahren war. Je-des selbstverständliche Bewusstsein von Sicherheit war gewichen. Die Angst saß vie-len in den Knochen. Sie wagten es nicht, in eine größere Versammlung zu gehen. Sie spürten überall nur noch Angriff. Die folgenden Veranstaltungen der Kulturgemeinde verzeichneten so geringe Besucherzahlen, dass das finanzielle „Aus“ drohte. Allmählich trat eine Beruhigung ein. Das Leben normalisierte sich wieder; auch die Kulturgemein-de konnte aufatmen und weiter ihren Kurs nehmen.

 

Die Stadthalle Alsdorf war und ist zu einem Zentrum der Kultur und der Begegnung geworden. Es dauerte lange; doch dann hatte sie den Anschluss an das alte Kasino ge-funden. Wenn die Bürger sich hier noch mehr als bisher finden, wird sich in diesem Zentrum ein großer Kreislauf schließen. Wenn die alten Burggartenkonzerte im Hof der Stadthalle wieder aufleben können, und wenn der Biergarten den begründeten Zuspruch erfährt, können wir für die Stadt Alsdorf von einem interessanten Zentrum sprechen, das sich von der Stadthalle bis zum „Cinetower Kinopark Alsdorf“ erstreckt.

 

Das ist das Ergebnis eines „bescheidenen“ Anfangs vor 60 Jahren. Es war ein Anfang, von dem an begeisterte Alsdorfer in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister, mit Ver-waltungsbeamten und Ratsherren Hand anlegten und bei den damaligen Verhältnissen schon Gewaltiges schufen. Die Bürgerschaft von Alsdorf und aus den Regionen über die Grenzen Alsdorfs hinaus ist all denen Dank schuldig, die mit unermüdlicher Schaf-fenskraft und Zielstrebigkeit das Steuerrad dieses „Kulturschiffes“ in der Hand hatten, in Gemeinsamkeit den Kurs wählten und trotz aller Gefahren, Klippen und Seestürme bereit und fähig waren, das Schiff auf Kurs zu halten. Auch wenn dieses „Schiff“ heute auf mehr geglätteter See dahinziehen kann, wissen die Verantwortlichen, dass das weite Meer der Kultur keinen Stillstand zum Verschnaufen und bloßen Genießen duldet. Es geht weiter. Es geht immer weiter. Es geht so lange weiter, als der Mensch diese Erde in einem höheren Auftrag beherrscht. Mit diesem Menschen wird Kultur immer wieder erneuert, geradezu konservierend immer neu. Und wo ihr nach außen hin das Verderben droht, da blüht die Kultur neu aus jeder Asche wieder auf, solange der Mensch sich als Wesen mit Verstand, Vernunft und auch mit „Herz“ begreift, das in Freiheit und Ge-rechtigkeit sich entfalten kann, sich entfalten darf und sich auch entfaltet. So wünschen wir allen verantwortlichen Mitbürgerinnen und Mitbürgern heute und morgen: möge ihnen die Kraft erhalten bleiben, das „Schiff“ weiter zu steuern, aber auch selbst ge-wissermaßen als Urelement Wasser das Schiff zu tragen und auf dem Kurs zu halten, den wir den „Ausbruch des menschlichen Geistes“ nennen: Kultur.

 

 

In dieser Anlage sollen die Spielprogramme der Kulturgemeinde für die einzelnen Spielzeiten aufgelistet werden. Es folgt hier der Anschluss an das Jahr 1948. Über die Jahre 1949 bis 1952 sind nur wenige Veranstaltungen bekannt geworden. Einige Pro-grammpunkte wurden wegen Erkrankung von Schauspielern abgesetzt, andere fielen aus, weil sie vom Programm deswegen abgesetzt wurden, da sie gleichzeitig von ande-ren Bühnen auch aufgeführt wurden. Dennoch kann gesagt werden, dass schon von der 2. Hälfte des Jahres 1952 die Übersicht nahezu vollständig ist. Soweit bekannt geworden sind hinter den Namen der Autoren und Komponisten ihre Lebensdaten auf-führt, um so schnell auch einen Hinweis zu geben, in welcher Zeit sie gelebt und ge-schrieben haben. Manche geben ihre Daten nicht preis. Sie leben aber noch in unserer Zeit.

 

1948/49

 

19.03. Des Teufels General, Drama von Carl Zuckmayer (1896-1977) , Städt. Büh-

nen Aachen, Kasino

 

21.05. Der Revisor, Komödie von Nicolai Gogol (1809-1852) kam wegen geringen Kartenverkaufs nicht zur Aufführung

 

 

1949/50

Veranstaltungen sind nicht bekannt.

 

1950/51

Veranstaltungen sind nicht bekannt.

 

 

1951/52

 

In der Presse ist von neun Veranstaltungen die Rede, von denen nur „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist (1777-1811) einen geringen Gewinn brachte.

 

12.05. Das heiße Herz von John Patrick (1905-1986) , Zimmertheater, Kasino

 

 

1952/53

 

18.11. Spuren im Winde, Bühnenstück von Ferdinand Bruckner (1891-1958), Zim-

mertheater mit René Deltgen, Kasino

 

24.03. Der eingebildete Kranke von Jean Baptiste Molière (1622-1673), nach eini-

ger Unterbrechung wieder Zimmertheater, Kasino

 

29.05. Die Globetrotter, ein parodistisches Kabarett, Kasino

 

 

1953/54

 

19.10. Der Widerspenstigen Zähmung, Lustspiel von William Shakespeare (1564-

1616), Zimmertheater, Kasino

 

 

0?.0? Der Rappelkopf, Lustspiel von Carlo Goldoni (1707-1793), Zimmertheater,

Kasino (genaues Datum nicht bekannt)

 

07.12. Winterreise, Musikzyklus von Franz Schubert (1797-1828), Hubert Wolks,

Bass,Aachen, am Flügel Dr. Karl Vent

 

16.12. Der Doppeladler, Drama von Jean Cocteau (1889-1963), Zimmertheater, Ka-

sino

 

08.01. Kopf in der Schlinge, Spiel von John Bradly, Zimmertheater, Kasino

 

15.02. Marguerite.3, Lustspiel von Fritz Schwifey, Zimmertheater, Kasino

 

15.03. Fünf Mann – ein Boot, Schauspiel von Hermann Rossmann, Zimmertheater,

Kasino

 

09.04. Wiener Sängerknaben, Konzert im Kasino

 

 

1954/55

 

30.09. Dr. Basil Stancolesco, Bariton, singt deutsche, russische, rumänische, franzö-

sische und italienische Lieder in der Aula des alten Gymnasiums

 

18.10. Weekend im Exil, Lustspiel von Oscar Chlopek, Zimmertheater, Aula Gym-

nasium

 

08.11. Was ihr wollt, Lustspiel von William Shakespeare (1564-1616), Zimmerthea-

ter, Aula Gymnasium

 

 

11.11. Dichterlesung mit Eugen Roth (1895-1976) , gemeinsam mit der VHS, Be-

rufsschule Cäcilienstraße (damals Kirchstraße)

 

09.01. Der Seeteufel kommt, Begegnung mit Felix Graf von Luckner (1881-1966) ,

Kasino

 

12.01. Aimée, Komödie von Heinz Coubier (1905-1993), Rheinisches Landestheater

Neuss, Kasino

 

07.02. Donna Diana, Lustspiel von Augustine Moreto (1618-1669) mit Musik und

Tanz, Zimmertheater, Kasino

 

05.03. Der Aachener Domchor unter Leitung von Prof .Msgr. Theodor Bernhard

Rehmann (1895-1963), Kasino

 

22.04. Der Raub der Sabinerinnen, Lustspiel von Franz (1849-1913) und Paul

(1853-1905) Schönthan, Zimmertheater, Kasino

 

1955/56

 

03.10. Das Brennglas, Problemstück von Charles Morgan (1894-1958), Zimmer-theater, Kasino

 

25.11. Diener zweier Herren, Lustspiel von Carlo Goldoni (1707-1793), Zimmer-

theater, Kasino (geringe Besucherzahl)

 

03.02. Ninotschka, Komödie von Menyhert Lengyel (1880-1974) und Marc Gilbert Sauvajon (1910-1985), Zimmertheater, Kasino

 

02.03. Mittagswende, Drama von Paul Claudel (1868-1955) , Zimmertheater, Kasino

 

19.03. Der Stachel, Münchener Kabarett, Kasino

 

 

1956/57

 

23.10. An einem Tag wie jeder andere, von Joseph Hayes (*1918), Zimmertheater

unter Mitwirkung von René Deltgen und Josef Quadflieg, Kasino

 

30.11. Kabarett der guten Laune, Kasino (schlechte Besucherzahl)

 

14.12. Minna von Barnhelm, Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781),

Zimmertheater, Kasino

 

08.02. Charlys Tante, von Brandon Thomas (1856-1914), Zimmertheater, Kasino

 

15.03. Blick von der Brücke, Schauspiel von Arthur Miller (1915-2005), Zimmer-theater, Kasino

 

 

1957/58

 

04.10. Faust, von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Zimmertheater mit

René Deltgen und Josef Quadflieg, Kasino

 

15.10. Trio Mozarteum unter Mitwirkung von Prof. Christa Richter-Steiner, Violine,

Prof. Schwamberger, Violoncello, Dr. Fourné, Klavier; Werke von Beethoven,

Dvorak u.a., Kasino

 

19.11. Die Zeitberichter, Kabarett („Lieb Vaterland mags ruhig sein“), Kasino

 

06.12. Nathan der Weise, Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781),

Zimmertheater, Kasino

 

03.01. Der Hexer, von Edgar Wallace (1875-1932), Rheinisches Landestheater Neuss, Kasino

 

28.01. Arsenik und Spitzenhäubchen, Kriminalkomödie von Joseph Kesselring

(1902-1967), Zimmertheater, Kasino

 

14.03. Gemachte Leute, von Louis d´Alton, Zimmertheater, Kasino (statt Woyceck

von Georg Büchner (1813-1837))

 

25.04. Lazarus, Schauspiel von Karl Wittlinger (1922-1994) , Zimmertheater, Kasino

 

 

1958/59

 

12.09. Festliches Konzert mit Solisten des Stadttheaters und des Westmarkorches-

ters Aachen; musste leider ausfallen

 

 

26.09. Die schmutzigen Hände, Schauspiel von Jean Paul Sartre (1905-1980),

Zimmertheater, Kasino

 

14.10. Salzburger Marionettentheater mit „Schneewittchen“ für Kinder und „Zau-

berflöte“ von Mozart für Erwachsene, Kasino

 

 

16.11. Konzert des Jugend- und Kammerorchesters der VHS, unter Leitung von

Willy Kronen, gemeinschaftliche Veranstaltung mit der VHS, Kasino

 

28.11. Der Geizige, Lustspiel von Jean Baptiste Moliére (1622-1673), Rheinisches

Landestheater Neuss, Kasino

 

12.12. Lieder- und Arienabend, Alsdorfer Künstler singen und musizieren ( Agnes

Lütter-Stockhausen, Sopran, Johann Lütter, Klavier, Dr. W. Willms, Flöte,

Josef Theißen, Violine, Kammerorchester der VHS Alsdorf, Leitung Willy

Kronen; gemeinschaftliche Veranstaltung mit der VHS, Kasino

 

06.01. Flitterwochen, Lustspiel von Paul Hellwig (1893-1963), Rheinisches Landes-

theater, Kasino

 

16.01. Einführung in den Jazz mit Joachim E. Behrendt und Hans Koller vom

Süd-Westfunk, Kasino

 

27.02. Viel Lärm um nichts, Lustspiel von William Shakespeare (1564-1616), Zim-

mertheater, Kasino

 

17.03. Die zwölf Geschworenen, Schauspiel von Reginald Rose (*1920), Zimmer-

theater, Kasino

 

03.04. Der Tod des Handlungsreisenden, Schauspiel von Arthur Miller (1915-

2005), Rheinisches Landestheater, Kasino

 

21.04. Heimatbühne Millowitsch, Köln („Der Fronthahn“), Kasino

 

06.05. Der Sommer der 17. Puppe, Schauspiel von Rey Lewler (*1921) mit René

Deltgen, Zimmertheater, Kasino

 

 

1959/60

 

25.09. Don Carlos, Schauspiel von Friedrich von Schiller (1759-1805), Zimmer-theater, Kasino

 

21.10. Ingeborg, Schauspiel von Curt Götz (1888-1960), Theater am Dom, Köln, Kasino

 

28.10. Salzburger Marionettentheater mit „Die Entführung aus dem Serail“ von

Mozart und „Rumpelstilzchen“ nach Grimm für die Kinder, Kasino

 

06.11. Der Gefangene (das Verhör des Kardinals), von Bridget Boland (*1913), Zimmertheater (musste ausfallen)

 

27.11. Die Zwillinge aus Venedig, Komödie von Carlo Goldoni (1707-1793),

Rheinisches Landtheater, Kasino

 

11.12. Zigeunerweihnacht, Spiel von Henri Ghéon (1875-1944), Rheinisches

Landestheater; musste ausfallen

 

08.01. Glücksspiel der Liebe, Lustspiel von Pierre Charlet de Chamblain de Ma-

rivaux (1688-1763), Theater am Dom, Köln, Kasino

 

16.02. Eine etwas sonderbare Dame, von John Patrick (1905-1986)), Zimmertheater

unter Mitwirkung von Lil Dagover, Kasino

 

09.03. Die Mauer, Schauspiel von Jaoquin Calvo-Sotelo (1905-1993), „Das Schau--

spiel“ Remscheider Theater der Jugend, Kasino

 

29.03. Kammerkonzert mit Chor- und Instrumentalwerken, Studentengemeinde

Aachen

 

29.04. Götz von Berlichingen, Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe,

(1749-1832), Rheinisches Landestheater, Kasino

 

11.05. Volpone, Komödie von Ben Jonson (1573-1637), Zimmertheater mit René Deltgen, Kasino

 

 

1960/61

 

13.09. Konzert des Rheinischen Kammerorchesters Köln, Kasino

 

04.10 Wir sind noch einmal davongekommen, von Thornton Wilder (1897-1975),

Zimmertheater, Kasino

 

20.10. Lichtbildervortrag „Vatikan“ – Palast und Museen – von Prof.Dr.Braun-

fels, Aula des Gymnasiums

 

23,10. Jugoslawisches Nationalballett „Kele“, Belgrad, Kasino

 

11.11. Antigone, von Jean Anouilh (1910-1987), Zimmertheater, Kasino

 

02.12. Hamlet, Schauspiel von William Shakespeare (1564-1616), Schauspiel Remscheid, Kasino

 

13.01. Schwarzmeer-Kosakenchor unter Leitung von Sergey Herbenke, Kasino

 

17.02. Schneider-Wibbel, Komödie von Hans Müller, Rheinisches Landestheater,

Kasino, (schlechte Kritik)

 

17.03. Laternenfest, von Hans Pfeiffer, Rheinisches Landestheater mit Jens Eggert,

Kasino (statt „Maria Magdalena” von Friedrich Hebbel)

 

14.04. Der Kaiser von Amerika, politische Komödie von George Bernard Shaw,

(1856-1950), Zimmertheater, Turnhalle Marienschule

 

28.04. Amphitryen, von Jean Baptiste Molière (1622-1673) ,(bearbeitet von Heinrich

von Kleist), Rheinisches Landestheater, Kasino

 

16.07. Wiener Sängerknaben, Konzert, Aula Gymnasium Alsdorf

 

 

1961/62

 

07.09. Das Glas Wasser, von Augustin Eugène Scribe (1791-1861), Rheinisches Landestheater, Kasino

 

20.09. Zauberschau von Marolli, fiel wegen Verkehrsunfall des Schauspielers aus

 

13.10. Fahrt ins Ungewisse, „Geheimes Korallenriff“, Filmvortrag von Tiefseefor-

scher Hans Hass (*1919), Kasino

 

25.10. Griechisches Nationalballett „Panegyris“, Athen, Kasino

 

24.11. Clavigo, Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe (1747-1832), Rheini-sches Landestheater, Kasino

 

08.12. Georges Daudin, Komödie von Jean Baptiste Molière (1622-1673), Zimmer-

theater, Turnhalle Marienschule

 

05.01. Abend mit Manfred Lommel, einem schlesischen Komiker, Kasino

 

23.03. Liederabend mit Coletta Warren, die indianische Sängerin trat in der Aula

des Gymnasiums auf

 

30.03. Träumereien aus Paris, Komödie von Pierre Burki, Zimmertheater, Turn-

halle Marienschule

 

03.04. Hermann und Dorothea, Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe,

(1747-1832), Rheinisches Landestheater, Kasino

 

13.04. Ostern, Schauspiel von August Strindberg (1849-1912), „Das Schauspiel“ Remscheid, Kasino

 

 

1962/63

 

03.10. Andorra, von Max Frisch (1911-1991) , Zimmertheater, Turnhalle Marien-schule

 

16.10. Werner Bergengruen (1892-1964), liest aus seinen Werken, gemeinsame

Veranstaltung mit der VHS, Turnhalle Marienschule

 

09.11. Liederabend mit Sadako Sasaki, Tokio, am Flügel begleitet von Otto Braun,

Aula des Gymnasiums

 

23.11. Becket oder die Ehre Gottes, Schauspiel von Jean Anouilh (1910-1987),

Rheinisches Landestheater, Kasino

 

14.12. Balladenabend mit Winand Esser, Tenor, Aachen, Rezitationen von Rudolf

Gaebel, Karlsruhe, Begleitung am Klavier Michael Sittard, Aachen, Veran-

staltung gemeinsam mit der VHS in der Aula des Gymnasiums

 

24.01. Konzert des Orchesters Angelicum Mailand, Veranstaltung gemeinsam mit

der VHS, Aula des Gymnasiums

 

08.02. Der Mustergatte, Komödie von Avery Hopwood (1882-1928), Rheinisches

Landestheater, Kasino

 

15.03. Die Physiker, von Friedrich Dürrenmatt (1921-1990), Zimmertheater, Turn-

halle Marienschule

 

22.05. Kabale und Liebe, von Friedrich von Schiller (1759-1805), „Das Schauspiel“

Remscheid, Kasino

 

 

1963/64

 

11.10. Der Tausch, Komödie von Paul Claudel (1868-1955), „Das Schauspiel“ Rem-

scheid, Kasino

 

31.10. Doppelspiel, von John 0´ Hare (*1905), Grenzlandtheater (bisher Zimmer-

theater), Turnhalle Marienschule

 

 

07.11. Stefan Andres (1906-1970), liest aus seinen Werken, gemeinsame Veranstal-

tung mit der VHS, Kasino

 

17.01. Der glückliche Plan, Komödie von Pierre Charlet de Chablain de Marivaux,

(1688-1763), Rheinisches Landestheater, Kasino

 

26.02. Konzert des Janacek-Orchesters Brünn, Aula des Gymnasiums

 

10.04. Der Prozess der Mary Dugan, Kriminalstück von Bayard Veiller, Grenzland-

theater, Turnhalle Marienschule

 

20.04 Die Räuber, Schauspiel von Friedrich von Schiller (1759-1805), Rheinisches

Landestheater Kasino

 

08.05. Was ihr wollt, Komödie von William Shakespeare (1564-1616), Grenzland-

theater, Turnhalle Marienschule

 

29.05. Romulus der Große, von Friedrich Dürrenmatt (1921-1990), aufgeführt von

Schülern des Alsdorfer Gymnasiums, Turnhalle Marienschule

 

05.06. Brave Diebe, von Jack Popplewell (*1911), Rheinisches Landestheater, Kasi-

no, statt: Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk von Max Brod (1884-

1969)

 

 

1964/65

 

25.09. Konzert des Aachener Kammerorchesters, Mitwirkender Josef Theißen, Als-

dorf; Einführung durch Heinrich Vorhagen, Alsdorf; gemeinschaftliche Veran-

staltung mit der VHS, Turnhalle Marienschule

 

14.10. Hugo Hartung (1902-1972) liest aus seinen Werken, gemeinsame Veranstal-

tung mit der VHS, Turnhalle Marienschule

 

20.10. Konzert der Wiener Sängerknaben, gemeinsame Veranstaltung mit der VHS,

Aula des Gymnasiums

 

17.11. Gaslicht, Kriminalstück von Patrick Hamilton (1904-1962), Grenzlandthea-

ter, Turnhalle Marienschule

 

08.12. Der schlechte Soldat Smith, von William Douglas Home (1912-1992), Turn-

halle Marienschule

 

13.01. Minna von Barnhelm, Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781)

Grenzlandtheater, Turnhalle Marienschule

 

12.02. Die spanische Fliege, Schwank von Franz Arnold (1879-1960) und Ernst

Bach (1876-1929), Grenzlandtheater, Turnhalle Marienschule

 

31.03. Bei Anruf Mord, Kriminalstück von Friedrich Kurott, Rheinisches Landesthe-

ater, Kasino

 

30.04. Die Jahreszeiten, Oratorium von Joseph Haydn (1732-1809), Chor und Or-

chester der VHS unter Mitwirkung Aachener Gesangsolisten und Heinrich

Vorhagen, Cembalo,Leitung: Willy Kronen, gemeinschaftliche Veranstaltung

mit der VHS, Aula des Gymnasiums

 

19.04. Biberpelz, Diebeskomödie von Gerhart Hauptmann (1862-1946), „Das Schauspiel“ Remscheid, Kasino

 

16.06. Maria Stuart, Schauspiel von Friedrich von Schiller ( 1759-1805), Rheini-

sches Landestheater, Kasino

 

 

1965/66

 

14.09. Helden, Komödie von George Bernard Shaw (1856-1950), Grenzlandthea-

ter, Turnhalle Marienschule

 

06.10. Die Zeitberichter („Volk ohne Traum“), Frankfurter Kabarett, Turnhalle Ma-

rienschule

 

04.11. Slowakisches Nationalballett, gemeinschaftliche Veranstaltung mit der VHS,

Kasino

 

03.12. Kammermusikabend, VHS-Orchester unter Leitung von Willy Kronen, ge-

meinschaftliche Veranstaltung mit der VHS, Turnhalle Marienschule

 

24.01. Pygmalion, Komödie von George Bernard Shaw (1856-1950), Rheinisches

Landestheater, Kasino

 

02.03. Zehn kleine Negerlein, Kriminalstück von Agatha Christie (1890-1976),

Rheinisches Landestheater, Kasino

 

10.03. Heinrich Karl Waggerl (1897-1973) liest aus seinen Werken, gemeinschaft-

liche Veranstaltung mit der VHS, Turnhalle Marienschule

 

29.03. Münchhausen, Schauspiel von Walter Hasenclever (1890-1940), Grenzland-

theater, Turnhalle Marienschule

 

16.04. Faust, Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe; musste ausfallen

 

23.05. Zwischenfall in Vichy, Schauspiel von Arthur Miller (1915-2005), Rheinisches

Landestheater, Kasino

 

28.05. Barfuss im Park, Komödie von Neil Simon (*1927), Rheinisches Landesthea-

ter, Kasino

 

 

 

1966/67

 

01.09. Die Heilige Johanna, Dramatische Chronik von George Bernard Shaw

(1856-1950) Rheinisches Landestheater, Kasino

 

24.10. Der Meteor, Komödie von Friedrich Dürrenmatt (1921-1990), Grenzland-theater, Turnhalle Marienschule

 

05.12. Herodes und Mariamne, Tragödie von Friedrich Hebbel (1813-1863), Rhei-

nisches Landestheater, Kasino

 

17.01. Ein Musical, Grenzlandtheater, Turnhalle Marienschule

 

17.02. Blick zurück im Zorn, Schauspiel von John Osborne (1929-1994), Grenz-

landtheater, Turnhalle Marienschule

 

01.03. Der Hausfreund, Lustspiel von Maximilian Vitus (1897-1968), Tegernseer

Volkstheater, Kasino

 

20.03. Romeo und Jeannette, Schauspiel von Jean Anouilh (1910-1987), Rheini-

sches Landestheater, Kasino, verschoben auf 6.4.1967

 

28.04. Mutter Courage und ihre Kinder, von Bertolt Brecht (1898-1956), West-

deutsches Tourneetheater Remscheid, Kasino

 

08.05. Othello, Tragödie von William Shakespeare (1564-1616), Rheinisches Lan-

destheater, Kasino

 

26.05. Streng geheim, Komödie von Arthur Watkyn (* 1907), Grenzlandtheater,

Turnhalle Marienschule

 

 

1967/68

 

29.09 Geschlossene Gesellschaft, Schauspiel von Jean Paul Sartre (1905-1980),

Westdeutsches Tourneetheater Remscheid, Kasino

 

20.10. Rose Bernd, Schauspiel von Gerhart Hauptmann (1862-1946), Rheinisches

Landestheater, Kasino

 

17.11. Der Bär und Heiratsantrag, Komödien von Anton Tschechow (1860-1904)

Westdeutsches Tourneetheater Remscheid (statt „Draußen vor der Tür“ von

Wolfgang Borchert), Kasino

 

01.12. Der Strom, von Max Halbe (1865-1944), Rheinisches Landestheater, Kasino

 

19.01. Was ihr wollt, Lustspiel von William Shakespeare (1564-1616), Westdeut-sches Tourneetheater Remscheid, Kasino

 

11.03. Die kleine Welt genannt „Weltstadt mit Herz“, Komödie von Franz Gi-

schel, Tegernseer Volkstheater, Kasino

 

27.03. Genoveva, Trauerspiel von Friedrich Hebbel (1813-1863), Rheinisches Lan-

destheater, Kasino

 

05.04. Draußen vor der Tür, Schauspiel von Wolfgang Borchert (1921-1947), West-

deutsches Tourneetheater Remscheid, Kasino

 

29.04. Cäsar und Cleopatra, von George Bernard Shaw (1856-1950), Rheinisches

Landestheater, Kasino

 

17.05. Egmont, Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Rheini-

sches Landestheater, Kasino

 

 

1968/69

 

23.09. Komödie im Dunkeln, Komödie von Peter Shaffer (*1926), Grenzlandtheater,

Turnhalle Marienschule

 

21.10. Der Preis, Schauspiel von Arthur Miller (1915-2005), Grenzlandtheater,

Turnhalle Marienschule

 

07.11. Heinrich IV., Schauspiel von Luigi Pirandello (1867-1936), Grenzlandtheater,

Turnhalle Marienschule

 

23.01. Die tollen Zwanziger, musikalische Revue von Friedrich Hollaender (1898-

1976) u.a., Grenzlandtheater, Turnhalle Marienschule

 

24.03. Halb auf dem Baum, Komödie von Peter Ustinov (1921-2004), Grenzland-

theater, Turn- und Festhalle Alsdorf-Ofden

 

28.04. Die Lokomotive, Komödie von André Roussin (1911-1987), Grenzland-

theater, Turnhalle Marienschule

 

 

1969/70

 

30.09. Wind in den Zweigen des Sassafras, Kammerwestern, Parodie des Wild-westfilms, von René de Obaldia (*1918 ),Grenzlandtheater, Turnhalle Ma-rienschule

 

14.10. Play Strindberg, nach Strindbergs „Totentanz“, arrangiert von Friedrich

Dürrenmatt (1921-1990),

 

11,11. Ein Mond für die Beladenen, Schauspiel von Eugène 0´Neill (1888-1953),

Grenzlandtheater, Turnhalle Marienschule

 

22.01. Tanz auf dem Vulkan, Kabaett-Revue aus den tollen 20er Jahren in die lau-

sigen 30er Jahre, mit Herbert Hauck,

 

03.03. Alles im Garten, heiteres Stück von Edward Albee (*1928), Grenzlandtheater,

Turnhalle Marienschule

 

28.04. Bürger Schippel, von Carl Sternheim (1878-1942), Aula des Gymnasiums

 

 

1970/71

 

29.09. Auf und davon, Gauner-Burleske von Peter Yeldham (*1927), Grenzland- theater, Turnhalle Marienschule

 

30.10. Das Schloss, von Franz Kafka (1883-1924), dramatisiert von Max Brod,

 

 

04.12. Die Zeitberichter (Da steckt etwas dahinter); politisches Kabarett, Turnhalle

Marienschule

 

29.01. Tut, was ihr wollt, beatmusikalisches Werk von Donald Driver (1923-

1988), nach Shakespeare´s „Was ihr wollt“, Grenzlandtheater, Turnhalle Ma-

rienschule

 

02.03. Papiermühle, Komödie von Georg Kaiser (1878-1945), Grenzlandtheater,

Marienschule

 

01.06. Gastspiele, Lustspiel von Robert Horney und Walter Firner (*1907), Grenz-

landtheater mit Johannes Heesters

 

 

1971/72

 

28.09. Gottes Utopia, von Stefan Andres (1906-1970), Remscheider Tourneetheater,

Turnhalle Marienschule

 

30.11. Konzert der „Patterson-Gospel-Singers,

 

29.11. Der Selbstmörder, satirische Komödie von Nikolai Robertowitsch Erdmann

(1902-1970), Turnhalle Marienschule

 

24.01. Der Damenschneider, Komödie von Georges Feydeau (1862-1921), Grenz-

landtheater, Turnhalle Marienschule

 

02.03. Tagebuch eines Wahnsinnigen, von Nikolai Gogol (1809-1852), Grenz-

landtheater mit Carl Heinz Schroth, Kasino

 

04.05. Die Kassette, Komödie von Carl Sternheim (1878-1942), Grenzlandtheater, Kasino

 

 

 

1972/73

 

24.09. Albert Mangelsdorff-Quartett, Konzert für Jazz-Freunde, Kasino

 

07.10. Gus-Anton-Chor mit Edith Wormal, Sopran, und Mathias Juchem, Tenor, in

der Aula des Gymnasiums

 

27.11. Der Prozess gegen neun von Cantonsville, von Daniel Berringan SJ. (*1921), Grenzlandtheater, Kasino

 

21.01 Vierzig Karat, von Pierre Barillet und Jean Pierre Grédy, Rheinisches Lan-

destheater mit Barbara Rütting, Kasino

 

07.02. Festival Flamenco-Gitano 73, Kasino

 

08.04. Ein besserer Herr, von Walter Hasenclever (1890-1940) Rheinisches Landes-

theater, Kasino

 

03.05. Die liebe Familie, Komödie von Felicity Douglas (*1910), Grenzlandtheater mit Ilse Werner, Kasino

 

 

1973/74

 

26.09. Endstation Sehnsucht, von Tennessee Williams (1911-1983), Grenzland-

theater mit Sonja Ziemann, Götz George unter Leitung von Charles Regnier,

Kasino

 

10.11. Schmetterlinge sind frei mit Inge Meysel, verschoben

 

14.01. Jugoslawisches Nationalballett „Tanec“, Kasino

 

19.02. Schmetterlinge sind frei, von Leonhard Gershe (1922-2002), Renaissance-

Theater Berlin; mit Inge Meysel, Kasino

 

25.03. Die Katze auf dem heißen Blechdach, von Tennessee Williams (1911-1983),

Kasino

 

25.04. Das Vergnügen, anständig zu sein, Komödie von Luigi Pirandello (1867-

1936), Rheinisches Landestheater, Kasino

 

10.06. Lasst uns Lügen erzählen, Kriminalkomödie von Alfonso Paso (*1926), Rhei-

nisches Landestheater, Kasino

 

 

1974/75

 

08.10. Hotel zum guten Ton, Lustspiel von Hugh Leonard (*1926), Ernst-Deutsch-Theater Berlin, Kasino

 

26.11. Gemischtes Doppel, Abendunterhaltung über die Ehe von Anton Rodger,

Euro-Studio mit Bernhard Wicki, Agnes Fink und Ernst Stankovski,

Kasino

 

05.03. Amanda, Boulevardkomödie von Pierre Barillet und Jean Pierre Grédy,

Kasino

 

15.04 Jakobowski und der Oberst, Komödie einer Tragödie von Franz Werfel

(1890-1945) mit Fritz Muliar, Kasino

 

23.05. Kiss me, Kate, musikalische Komödie von Samuel (1899-1971) und Bella

Spewack (1899-1990), Rheinisches Landestheater, Kasino

 

 

 

 

 

1975/76

 

15.09. Gefährliches Zwischenspiel, Komödie von Louis Velle (* 1926), Konzertdirektion Landgraf, Gastspiel mit Sonja Ziemann unter der Regie von Charles Regnier, Kasino

 

08.10. Jeanne oder die Lerche, Schauspiel von Jean Anouilh (1910-1987), Rheini-

sches Landestheater mit Karin Anselm, Kasino

 

17.03. Fuchsjagd, Kriminalkomödie von Agathe Christie (1890-1976) , Rheinisches

Landestheater, Kasino

 

28.04. Der Mann, der sich nicht traut, Komödie von Curt Flatow (*1920), Schweizer Tournee-Theater, Basel, Kasino

 

10.06. Das Glas Wasser, Lustspiel von Augustin Eugène Scribe (1791-1861), Rhei-

nisches Landestheater, Kasino

 

 

1976/77

 

24.09. Tapetenwechsel, Komödie von Peter Blackmore (1909-1984), Grenzland-theater, Kasino

 

18.10. Wer hat Angst vor Virginia Woolf?, Schauspiel von Edward Albee (*1928),

Grenzlandtheater mit Karl Heinz Walther, Kasino

 

25.03. Tag für Tag, von Arnold Wesker (*1932) , Grenzlandtheater, Kasino

 

29.04. Auf Wiedersehen im März, romantische Komödie von Bernard Slade

(* 1930), Grenzlandtheater, Kasino

 

 

1977/78

 

26.09. Meine Mutter tut das nicht, Lustspiel von Günther Beth (*1945) und Folker

Bohnert (*1937), Grenzlandtheater, Kasino

 

01.12. Die schmutzigen Hände, Schauspiel von Jean Paul Sartre (1905-1980),

Grenzlandtheater, Kasino

 

23.01. Simone, der Hummer und die Ölsardine, Lustspiel von Jacques Deval

(1894-1972), Grenzlandtheater, Kasino

 

01.03 Szenen und Sketche von Karl Valentin (1882-1948), Grenzlandtheater, Ka-

sino

 

23.05. Der Trauschein, von Ephraim Kishon (1924-2005), Grenzlandtheater, Ka-

sino, statt „Finden Sie, dass Constance sich richtig verhält“ von William So-

merset Maugham (1894-1965))

 

 

1978/79

 

25.09. Die selige Edwina Black, Kriminalstück von William Dinner und William

Morum, Grenzlandtheater, Kasino

 

19.10. In der Sache J.Robert Oppenheimer, Kriminalstück von Heinar Kipphardt

(1922-1982), Grenzlandtheater, Kasino

 

29.01. Trautes Heim, Komödie von Alan Ayckbourn (*1939), Grenzlandtheater, Kasino

 

26.03. Draußen vor der Tür, Schauspiel von Wolfgang Borchert (1921-1947),

Grenzlandtheater, Kasino

 

03.05. Arno Prinz von Wolkenstein, Komödie von Rudi Strahl (*1931), Grenz-

landtheater, Kasino

 

28.05. Tischmanieren, Komödie von Alan Ayckbourn (*1939), Grenzlandtheater, Kasino

 

 

1979/80

 

06.09. Gin-Rommé, von D.L.Coburn (* 1938), Grenzlandtheater, Gastspiel mit Karl

Schönböck, Kasino

 

18.10. Der zerbrochener Krug, Lustspiel von Heinrich von Kleist (1777-1811),

Grenzlandtheater, Kasino

 

20.12. Der Regenmacher, Schauspiel von Richard Nash (1913-2000), Grenzland-theater, Kasino

 

10.01. Schlafzimmergäste, Komödie von Alan Ayckbourn (*1939), Grenzland-

theater, Kasino

 

29.02. Ein Inspektor kommt, Schauspiel von John Boynton Priestley (1894-1984),

Grenzlandtheater, Kasino

 

28.04. Don Juan in der Hölle, Schauspiel von George Bernard Shaw (1856-1950),

Grenzlandtheater, Kasino

 

 

 

1980/81

 

04.09. Memoiren, von John Murreis, Grenzlandtheater, Kasino

 

06.10 Acapulco, Madame, Komödie von Yves Jamiaque (*1918), Grenzlandtheater, Kasino

 

21.11. „Vom Land in die Stadt“ hieß die Kinderveranstaltung mit der Theater- und

Tanzwerkstatt Radieschen unter Leitung von Ursula Hertzog; es spielten

Jungen und Mädchen im Alter zwischen 9 und 18 Jahren, Kasino

 

04.12. Mirandolina, Lustspiel von Carlo Goldoni (1707-1793), Grenzlandtheater, Kasino

 

29.01. Das Festkomitée, von Alan Ayckbourn (*1939), Grenzlandtheater, Kasino

 

23.02. Mein Freund Harvey, romantische Komödie von Mary Chase (1907-1981),

Grenzlandtheater, Kasino

 

30.03. Helden, Komödie von George Bernard Shaw (1856-1950), Grenzlandtheater, Kasino

 

04.05. Die Katze auf dem heißen Blechdach, von Tennessee Williams (1911-1983),

Grenzlandtheater, Kasino

 

 

1981/82

 

17.09. Bildung für Rita, Komödie von Willy Russel (*1947), Grenzlandtheater, Kasino

 

30.10. Die respektvolle Dirne, Schauspiel von Jean Paul Sartre (1905-1980),

Grenzlandtheater, Kasino

 

28.12. Born in the Gardens, von Peter Nichol (*1927), Grenzlandtheater, Kasino

 

29.01 Meine Leichen, Deine Leichen, Kriminalkomödie von Royce Ryton, Grenz-

landtheater, Kasino

 

01.03. Ich steig aus und mach ´ne eigene Show, von Nancy Ford und Gretchen

Cryer (*1935), Grenzlandtheater, Kasino

 

24.05. Ballerina, Schauspiel von Arne Skouen (*1913), Grenzlandtheater, Kasino

 

11.06. Das Missverständnis, Schauspiel von Albert Camus (1913-1960), Grenzland-

theater, Kasino

 

 

1982/83

 

27.09. Die kleine Hütte, Komödie von André Roussin (1911-1987), Grenzlandthea-ter, Kasino

 

14.10. Die Polizei, Drama von Slawomir Mrozek (*1930), Grenzlandtheater, Kasino

 

23.11. Andorra, Schauspiel von Max Frisch (1911-1991), Grenzlandtheater, Kasino

 

03.01. Todesfalle, Thriller von Ira Levin (* 1929), Grenzlandtheater, Aula am Klött

 

24.01. Spiel´s noch mal, Sam, Komödie von Woody Allen (*1935), Grenzlandtheater,

Aula am Klött

 

28.02. Schwester George muss sterben, Komödie von Frank Marcus (*1928),

Grenzlandtheater, Kasino

 

21.04. Eines langen Tages Reise in die Nacht, Schauspiel von Eugène 0´Neill,

(1888-1953), Grenzlandtheater, Kasino

 

 

1983/84

 

04.10. Meine dicke Freundin, Komödie von Charles Laurence (* etwa 1930), Grenz-landtheater, Kasino

 

24.10. Die Physiker, Schauspiel von Friedrich Dürrenmatt (1921-1990), Grenz-

landtheater mit zwei Vorstellungen, Kasino

 

05.12. Altrosa, Schauspiel von Heinrich Henkel (*1937) , Grenzlandtheater, Kasino

 

09.01 Arsen und Spitzenhäubchen, Kriminalkomödie von Joseph Kesselring

(1902-1967), Grenzlandtheater, Kasino

 

13.02. Gigi, Komödie von Sidonie Gabriele Colette (1873-1954)/Vicki Baum (1888- 1960), Grenzlandtheater, Kasino

 

26.03. Wer hat Angst vor Virginia Woolf?, Schauspiel von Edward Albee,

(*1928), Grenzlandtheater, Kasino

 

21.05. Frau Warrens Beruf, Schauspiel von George Bernard Shaw (1856-1950),

Prominentengastspiel des Grenzlandtheaters, Kasino

 

 

1984/85

 

01.10. Kennen Sie die Milchstraße?, Komödie von Karl Wittlinger (1922-1994),

Grenzlandtheater, Kasino

 

29.10. Das Brot der frühen Jahre, von Heinrich Böll (1917-1985) ( , als Schauspiel arrangiert von Werner Janssen), Grenzlandtheater, Kasino

 

10.12. Endstation Sehnsucht, Drama von Tennessee Williams (1911-1983), Grenz-

landtheater, Kasino

 

11.02. Einmal Moskau und zurück, Komödie von Alexander Galin (*1947), Grenz-landtheater, Kasino

 

22.03. Bedeutende Leute, Schauspiel von Terry Johnson (* 1955), Grenzlandtheater, Kasino

 

22.04. Geschlossene Gesellschaft, Schauspiel von Jean Paul Sartre (1905-1980), Grenzlandtheater, Kasino

 

13.05. Barfuss im Park, Komödie von Neil Simon (*1927), Grenzlandtheater, Kasino

 

 

1985/86

 

30.09. Sextett, Komödie von Michael Pertwee (1916-1991), Grenzlandtheater, Kasino

 

04.11. Auf toten Gleisen, von Brian Phelan (* 1934), Grenzlandtheater, Kasino

 

09.12. Alle meine Söhne, Schauspiel von Arthur Miller (1915-2005), Grenzland-theater, Kasino

 

13.01. Der Raub der Sabinerinnen, von Franz (1849-1913) und Paul (1853-1905) Schönthal, Grenzlandtheater, Kasino

 

10.03. Das Tagebuch der Anne Frank, bearbeitet von Francis Goodrich (1890-1984)

und Albert Hackett (1900-1995), Grenzlandtheater, zwei Vorstellungen, Kasino

 

21.04. Schwarze Komödie, Theaterstück von Peter Shaffer (*1926), Grenzlandthea-ter, Kasino

 

26.05. Liebestoll, von Sam Shepard (*1943), Grenzlandtheater, Kasino

 

 

1986/87

 

29.09. Vier linke Hände, Komödie von Pierre Chesnot (* 1935), Grenzlandtheater, Kasino

 

08.12. Der Tod des Handlungsreisenden, Drama von Arthur Miller (1915-2005),

Grenzlandtheater, Kasino

 

19.01. Charleys Tante, Komödie von Brandon Thomas (*1856-1914), Grenzland-theater, zwei Vorstellungen, Kasino

 

16.02. Master Harold und die Boys, Drama von Athol Fugard (*1932), Grenz-

landtheater, Kasino

 

23.03. Die Fliegen, Drama von Jean Paul Sartre (1905-1980), Grenzlandtheater, Kasino

 

27.04. Ein Jackson zuviel, Komödie von Arthur Niewfield (* 1946), Grenzland-theater, Kasino

 

25.05 Leonce und Lena, Lustspiel von Georg Büchner (1813-1837), Grenzlandthea-

ter, Kasino

 

1987/88

 

28.09. Intimitäten, Komödie von Noel Coward (1899-1972), Grenzlandtheater, Kasino

 

07.12. Nora oder ein Puppenheim, Schauspiel von Hendrik Ibsen (1828-1906),

Grenzlandtheater, Kasino

 

11.01. Zwei links – zwei rechts, Komödie von Derek Benfield (*1926), Grenzland-

theater, Kasino

 

22.02. Unternehmen Arche Noah, Komödie von Elke Heidenreich (*1943), Grenz-

landtheater, Kasino

 

14.03. Ich bin Rappaport, Schauspiel von Herb Gardner (*1934), Grenzlandtheater,

Kasino

 

25.04. Die schmutzigen Hände, Drama von Jean Paul Sartre (1905-1980), Grenz-

landtheater, Kasino

 

30.04. Reigen, Szenen von, Arthur Schnitzler (1862-1931), Grenzlandtheater, Kasino

 

 

1988/89

 

26.09. Halbe Wahrheiten, Komödie von Alan Ayckbourn (*1939), Grenzlandtheater, Kasino

 

31.10. Unter der Treppe, Komödie von Charles Dyer (*1928), Grenzlandtheater, Kasino

 

05.12. Von Mäusen und Menschen, Schauspiel von John Steinbeck (1902-1968),

Grenzlandtheater, Kasino

 

16.01. Othello darf nicht platzen, Komödie von Ken Ludwig (* 1950), Grenzland-

theater, Kasino

 

 

13.02 Shirley Valentine oder die heilige Johanna der Einbauküche, Komödie von

Willy Russel (*1947), Grenzlandtheater, Kasino

 

06.03. Ein Volksfeind, Drama von Henrik Ibsen (1828-1906), Grenzlandtheater, Kasino

 

29.05. Wenn Du geredet hättest, Desdemona, Stück von Christiane Brückner

(*1921), Grenzlandtheater, Kasino (letzte Veranstaltung im alten Kasino)

 

1989/90

 

25.09. Butterbrot, Schauspiel von Gabriel Barylli (*1957), Grenzlandtheater, Aula-

Gymnasium

 

30.10. Laura und Lotte, Komödie von Peter Shaffer (*1926), Grenzlandtheater, Aula

Gymnasium

 

04.12. Blick von der Brücke, Drama von Arthur Miller (1915-2005), Grenzland-

theater, Aula Gymnasium

 

15.01. Kulissen, Lustspiel von Walter Hasenclever (1890-1940), Grenzlandtheater,

Uraufführung, Aula Gymnasium

 

19.03. Broadway, wir kommen, Schauspiel von Neil Simon (*1927), Grenzlandthea-

lter, Aula Gymnasium

 

23.04. Hau de Mull, Jong, Volksstück von Fitzgerald Kusz (*1944), Grenzlandthea-

theater, Aula Gymnasium

 

28.05. Ab jetzt, Komödie von Alan Ayckbourn (*1939), Grenzlandtheater, Aula Gymnasium

 

 

1990/91

 

24.09. Endlich allein, Komödie von Lawrence Roman, Grenzlandtheater, Aula Gym-

nasium

 

29.10. Woyzeck, Schauspiel von Georg Büchner (1813-1937), Grenzlandtheater,

Aula Gymnasium

 

24.11. Die vergessene Silvesternacht, Ein Schwank von Emil Stürmer , Sonderveran-

staltung mit dem Würselener Volkstheater, Aula Gymnasium

 

03.12. Eine Mitternachts-Sex-Komödie, Komödie von Woody Allen (*1935),

Grenzlandtheater, Aula Gymnasium

 

18.03. Draußen vor der Tür, Schauspiel von Wolfgang Borchert (1921-1947),

Grenzlandtheater, Aula Gymnasium

 

22.04. Theatermacher, Theaterstück von Thomas Bernhard (1931-1989), Grenzland-

theater, Aula Gymnasium

 

27.05. Schon wieder Sonntag, Komödie von Bob Larbey (*1934), Grenzlandthea-

ter, Aula Gymnasium

 

 

1991/92

 

30.09. Ein seltsames Paar, Komödie von Neil Simon (*1927), Grenzlandtheater,

Aula Gymnasium

 

04.11. Amadeus, Schauspiel von Peter Shaffer (*1926), Grenzlandtheater, Aula

Gymnasium

 

16.12. Liebe Jelena Sergejewna, Drama von Ljudmila Rasumowskaja (*1948),

Grenzlandtheater, Aula Gymnasium

 

13.01. Love-Jogging, Farce von Derek Benfield (*1926), Grenzlandtheater, Aula Gymnasium

 

30.03. Piaf, Schauspiel mit Musik von Pam Gems (*1925), Grenzlandtheater, Aula

Gymnasium

 

25.05. Hexenjagd, Drama von Arthur Miller (1915-2005), Grenzlandtheater, Aula

Gymnasium

 

15.06. Das Ende vom Anfang, Komödie von Sean 0´Casey (1880-1964), Grenzland-

theater, Aula Gymnasium

 

 

1992/93

 

28.09. Ein schöner Schwede, Komödie von Laurence Jyl, Grenzlandtheater, Aula

Gymnasium

 

02.11. Das Mädchen am Ende der Straße, Thriller von Laird Koenig, Grenzland-

theater, Aula Gymnasium

 

07.12. Totentanz, Schauspiel von August Strindberg (1849-1912), Grenzlandtheater,

Aula Gymnasium

 

11.01 Doppelt lieben hält besser, Farce von Ray Cooney (*1932), Grenzlandthea-

ter, Aula Gymnasium

 

01.03. Doch die Mutter spricht, Mädel tu das nicht, Stück von Charlotte Keatley

(*1960), Grenzlandtheater, Aula Gymnasium

 

10.05. Hexenjagd, Schauspiel von Arthur Miller (1915-2005), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

14.06. Gatte gegrillt, Komödie von Debbie Isitt (* 1966), Grenzlandtheater, Stadt-halle

 

 

1993/94

 

20.09. Was willst Du beim Film?, Komödie von Neil Simon (*1927), Grenzland-theater, Stadthalle

 

08.11. Ein Sommerabend im Wintergarten, Thriller von Norman.J .Crisp (*1923),

Grenzlandtheater, Stadthalle

 

13.12. Ab heute heißt Du Sara, Schauspiel mit Musik von Volker Ludwig und Det-

lef Michel (*1944), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

24.01. Augen zu und durch, Lustspiel von Michael Pertwee (1916-1991) und

Briand Rix, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

07.03. Schmetterlinge sind frei, Komödie von Leonard Gershe (1923-2002), Grenz-

landtheater, Stadthalle

 

23.05. Eine schöne Gesellschaft, von Andrew Bergman (* 1945), Grenzlandtheater,

Stadthalle, statt: „Marlene“, Schauspiel mit Musik von Alois Haider und Mar-

tin Flossmann

 

13.06. Ausgestiegen, hiergeblieben, Komödie von Willy Russel (*1947), Grenzland-theater, Stadthalle

 

 

1994/95

 

26.09. Dinner für Spinner, Komödie von Francis Veber (* 1937), Grenzlandtheater,

Aula Gymnasium

 

07.11. Sonny-Boys, Komödie von Neil Simon (*1927), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

23.01. Non(n)sense, Musical von Dan Goggin (*1943) Grenzlandtheater, Stadthalle

 

06.03. Der gute Mensch von Sezuan, Schauspiel von Bertolt Brecht (1898-1956),

Grenzlandtheater, Aula Gymnasium (Beginn der Gaudi-Zeit)

 

10.04. Nun reicht´s aber, Komödie von Donald R. Wilde, Grenzlandtheater, Aula

Gymnasium

 

22.05. Kindertransport, Schauspiel von Diane Samuels (*1960), Grenzlandtheater,

Aula Gymnasium

 

26.07 Balance-Akt, Schauspiel von Frank Salisbury (* 1930), Grenzlandtheater,

Aula Gymnasium

 

 

 

1995/96

 

02.10. Die Nervensäge, Komödie von Francis Veber (* 1937), Grenzlandtheater, Aula Gymnasium

 

06.11. Die Präsentation, Schauspiel von Emmanuel Rongiéras d´Usseau (* 1958),

Grenzlandtheater, Aula Gymnasium

 

11.12. Gespenster, Familiendrama von Henrik Ibsen (1828-1906), Grenzlandtheater, Aula Gymnasium

 

29.01. Außer Kontrolle, Schwank von Ray Cooney (* 1932), Grenzlandtheater, Aula Gymnasium

 

25.03. Charing Cross Road 84, Stück von Helene Hanff (1916-1997), Grenzland-

theater, Aula Gymnasium

 

20.05. Ghetto, Schauspiel mit Musik von Joshua Sobol (*1939), Grenzlandtheater, Aula Gymnasium

 

24.06. Bildung für Rita, Komödie von Willy Russel (*1947), Grenzlandtheater, Aula Gymnasium

 

1996/97

 

30.09. Auf und davon, Komödie von Peter Yeldham (*1927), Grenzlandtheater, Aula Gymnasium

 

04.11. Reine Hysterie, Schauspiel von Terry Johnson (* 1955), Grenzlandtheater,

Aula Gymnasium

 

09.12. Der Hausmeister, Schauspiel von Harold Pinter (*1930), Grenzlandthea-, ter, Aula Gymnasium

 

27.01. Geliebter Jacques Offenbach, den kennen Sie doch, musikalisches Spiel

von Roger Defossez (* 1932), Grenzlandtheater, Stadthalle (Gaudi-Zeit beendet)

 

03.03. Master Class, Schauspiel mit Musik von Terrence Mc Nally (*1939) , Grenz-

landtheater, Stadthalle

 

05.05. Was ihr wollt, Komödie von William Shakespeare (1564-1616), Grenzland-

theater, Stadthalle

 

23.06. Besuch bei Green, Schauspiel von Jeff Baron, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

 

1997/98

 

29.09. Liebe, Lüge, Lampenfieber, Komödie von Josiane Balasco(vic) (*1950),

Grenzlandtheater, Stadthalle

 

03.11. Die Glasmenagerie, Schauspiel von Tennessee Williams (1911-1983), Grenz-

landtheater, Stadthalle

 

01.12. Pippi Langstrumpf, nach dem Buch von Astrid Lindgren (1907-2002), Veran-

stalter: VorOrt e.V., Stadt Alsdorf, Kulturgemeinde; Cinetower Alsdorf

 

08.12. Doppelfehler, Komödie von Barry Creyton (*1939), Grenzlandtheater, Stadt-

halle

 

26.01. Cabaret, Musical von John Kander (*1927) und Fred Ebb (1928-2004), Buch

von Joe Masteroff, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

09.03. Mutter Courage und ihre Kinder, Chronik aus dem 30jährigen Krieg, von

Bertolt Brecht (1898-1956), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

28.03. Die Jahreszeiten, Oratorium von Joseph Haydn (1732-1809), gemeinschaft-

liche Aufführung mit dem Freundeskreis zur Förderung des Städtischen Chors

Alsdorf und seines Orchesters anlässlich des 25jährigen Bestehens des Stadt-

Chores, Leitung: Günther Kerkhoffs, Stadthalle

 

13.04. Der Witwenclub, Komödie von Ivan Menchell, Grenzlandtheater, Stadt-

halle

 

24.04. Jesus Christ Superstar, Rockoper von Andrew Lloyd Webber (*1948), ge-

meinschaftliche Veranstaltung mit dem genannten Freundeskreis aus erwähn-

tem Anlass; städtischer Jugend- und Kinderchor mit Städtischem Orchester

unter Leitung von Günther Kerkhoffs, Aula Gymnasium

 

 

18.05. Gretchen 89 ff., Theaterkabarett von Lutz Hübner (*1964), Grenzlandthea-

ter, Stadthalle

 

13.06. Sommersingen des Städtischen Jugend- und Kinderchors und der Singschu-

le aus dem genannten Anlass; wiederum gemeinschaftliche Veranstaltung,

Foyer des Alsdorfer Rathauses

 

 

1998/99

 

ABONNEMENT

 

26.09. Noblesse usjen Wimmelsjaaß, mundartliches Lustspiel des Aachener Hei-

mattheaters, Stadthalle

 

05.10. Die Absahner, Komödie von Alain Krief, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

09.11. Der Pass, Schauspiel von Pierre Bourgearde, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

23.11. Tasten und Seitensprünge mit Hans Georgi und Co., musikalisches Kaba-

rett, Stadthalle

 

01.02. Blue Jeans, Revue von Jürg Burth (*1944) und Ulf Dietrich, Grenzland-

theater, Stadthalle

 

01.03. Molly Sweeny, Schauspiel von Brian Friel (*1929), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

12.04. Der Freigeist, Komödie von Eric-Emmanuel Schmitt (*1960), Grenzland-

theater, Stadthalle

 

17.05. Faust I, Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Grenz-

landtheater, Stadthalle

 

28.06. Drei auf der Schaukel, Komödie von Luigi Lunari, Grenzlandtheater, Stadt-

halle

 

SONDERVERANSTALTUNGEN

 

01.05. Et Sting, die Lieblingsfrau des Maharadscha, Volksstück der Aachener Hei-

matbühne

 

06.11. Die Miss Fits, Kabarett, Stadthalle

 

04.12. Herbert Knebel, Kabarett, Stadthalle

 

11.12. Ivushka, Die russische Musikrevue, Stadthalle

 

19.02. Springmaus, Kabarett, Stadthalle

 

16.04. Kabarett mit Ingo Appelt, Stadthalle

 

 

1999/00

 

ABONNEMENT

 

27.09. Zurück zum Happy End, Komödie von Frank Pinkus (* 1959), Grenz-landtheater, Stadthalle

 

29.10. Intermezzo und Wise Guys, à capella-Abend, Stadthalle

 

11.13. Glückliche Zeiten, Schauspiel von Alan Ayckbourn (*1939), Grenzlandthea- ter, Stadthalle

 

17.01. Kaiser 2000 oder der Dampf der Pippiniden, satirisch-kabarettistisches Hi-

storienspiel von Wendelin Haverkamp, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

28.02. Enigma, Schauspiel von Eric-Emmanuel Schmitt (*1960), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

03.04. Viel Lärm um nichts, Komödie von William Shakespeare (1564-1616),

Grenzlandtheater, Stadthalle

 

06.05. Komödie in Oecher Platt, Heimattheater Aachen, Stadthalle

 

22.05. Die Comedian Harmonists, Schauspiel mit Musik; Buch von Gottfried

Greiffenhagen, musikalische Einrichtung von Franz Wittenbrink (eigentlich

vorgesehen für den 22.5.2000), Grenzlandtheater, Stadthalle; Wiederholung

am 9.6.2000

 

26.06. Herzilein, „keinVolksstück“ von Heinz-Dieter Herbig ,Grenzlandtheater,

Stadthalle

 

SONDERVERANSTALTUNGEN

 

11.09. Carmina Burana, weltliche Gesänge nach der Benediktbeurer Handschrift

musikalisch gesetzt von Carl Orff (1895-1982), Ausführende: Städtische Chö-

re Alsdorf und Harmonie Orkest Treebeck, Brunssum, Stadthalle

 

28.09. The lonely husband, Comedy-Abend in Zusammenarbeit mit Rur-Kultur e.V.

im Cinetower, Alsdorf, (ebenso am 6.10.1999)

 

25.10. Kabarett mit Michael Mittermeier, Stadthalle

 

28.11. Mark „N“ Simon, Poptimistic Music Comedy, Cinetower Alsdorf

 

28.11. Filmmusik im Wandel der Zeit, Konzert im Cinetower (Abendvorstellung)

 

03.11. Ivushka, Die russische Musikrevue, Stadthalle

 

12.12. Der Teufel mit den drei goldenen Haaren, Märchen nach Gebrüder Jacob

(1795-1863) und Wilhelm (1786-1859) Grimm, Aachener Heimattheater, Stadt-

halle

31.03. Kabarett mit Jörg Knör, Stadthalle

 

 

 

2000/2001

 

ABONNEMENT

 

04.09. Was zählt ist die Familie, Komödie von Joe Di Pietro, Grenzlandtheater,

Stadthalle

 

06.11. Kopenhagen, Schauspiel von Michael Frayn (*1933), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

11.12. Nathan der Weise, Dramatisches Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing

(1729-1781), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

15.01. Sekretärinnen, ein musikalischer Abend von Franz Wittenbrink, Grenzland-

theater, Stadthalle

 

26.03. Mein Freund Harvey, romantische Komödie von Mary Chase (1907-1981),

Komödie am Kurfürstendamm, Stadthalle

 

09.04. Onkel Wanja, Szenen aus dem Landleben, von Anton Tschechow (1860-1904)

Grenzlandtheater, Stadthalle

 

05.05. Komödie in Öcher Platt, Aachener Heimattheater, Stadthalle

 

14.04. Popcorn, Stück von Ben Elton (*1959), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

25.06. Einmal Sonne für zwei, Komödie von Pierre Sauvil, Grenzlandtheater,

Stadthalle

 

SONDERVERANSTALTUNGEN

 

21.09. Blue Jeans, Revue von Jürg Burth (*1944) und Ulf Dietrich, Sonderver-

anstaltung des Grenzlandtheaters, Stadthalle

 

05.10. Miss Fits, Comedy, Kabarett, Stadthalle

 

23.10. Westspitzen 2000, Comedy-Abend, Stadthalle

 

07.11. Westspitzen 2000, Abschluss-Gala mit Jürgen Becker, Stadthalle

 

21.11. Dance of the World, Die Tanzshowrevue, Stadthalle

 

02.12. Paulus, Oratorium von Felix Mendelsohn Bartholdy (1809-1847), Städtische

Chöre Alsdorf und Heidelberger Kammerorchester, Leitung Günther Kerkhoffs,

Stadthalle

 

05.12. Schwanensee, Ballett von Peter Iljitsch Tschaikowski (1840-1893), Peters-

burger Staatsballett, Stadthalle

 

06.12. Nussknacker, Ballett von Peter IljitschTschaikowski, Petersburger Staats-

ballett, Stadthalle

 

08.12. West Side Story, Musical von Leonard Bernstein (1918-1990), Stadttheater

Brünn, Stadthalle; Wiederholungen am 9. und 10.12.2000

 

15.12. Ivushka, Die russische Weihnachtsrevue, Stadthalle; Wiederholung: 16.12.00

 

16.12. Kabarett mit Herbert Knebel, Stadthalle

 

17.12. Frau Holle, Weihnachtsmärchen nach Gebrüder Grimm, Aachener Heimatthea-ter, Stadthalle

 

02.01. Die Fledermaus, Operette von Johann Strauß (1825-1899), Schlesische

Staatsoper Bytom, Stadthalle

 

11.05. Comedy mit Jochen Thielke, Stadthalle

 

 

2001-2002

 

ABONNEMENT

 

24.09. Internet-Romanze, Komödie von Hindi Brooks, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

03.12. Endstation Sehnsucht, Drama von Tennessee Williams (1914-1983), Grenz-

landtheater, Stadthalle

 

21,01. My fair Lady, Musical von Frederick Loewe (1904-1988) nach dem Lustspiel

“Pygmalion” von George Bernard Shaw (1856-1950), Grenzlandtheater, Stadt-

halle

 

18.02. Keine Leiche ohne Lilly, Komödie von Jack Popplewell, (*1911) Komödie

am Kurfürstendamm, Stadthalle

 

 

04.03. Raucher/Nichtraucher, Komödie von Alan Ayckbourn (*1939), Grenzland-

theater, Stadthalle

 

15.04. Das Urteil, Schauspiel von Paul Hengge (* 1939), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

03.05. „weä es hej rammenassejeck“, Komödie in Öcher Platt, Aachener Heimattheater, Stadthalle

 

20.05. Don Carlos, Dramatisches Gedicht von Friedrich von Schiller (1759-1805),

Grenzlandtheater, Stadthalle

 

17.06. Tolstoi in Jersey, Komödie von Sam Bobrick (*1932), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

SONDERPROGRAMME

 

14.09. Comedy-Gala Peppe und 3Gestirn, Kabarett, Stadthalle

 

16.09. Pumuckl, Musical von Ellis Kaut, CocomicoTheater, Köln, Stadthalle

 

28.09. Festival der kleinen Körperteile mit Jürgen Beckers: Ohrläppchen, Stadt-

halle

 

30.09. Das Musical-Konzert mit den Städtischen Chören Alsdorf, Balbina Chor,

Würselen, Capella a Capella Aachen, Leitung Günther Kerkhoffs, Stadthalle

 

02.10. Veronika der Lenz ist da, Die Comedian Harmonists, Komödie am Kur-

fürstendamm, Stadthalle

 

19.10. Dublin Dancers, The magic Highlights of Irish Step, Stadthalle

 

28.10. Musical hautnah, die original Starlight Band mit Gesängen aus bekannten

Musicals, Stadthalle

 

07.10. Musical Cabaret, Manhattan Musical Theatre New York, Stadthalle

 

14.10. Der Freischütz, Romantische Oper von Carl Maria von Weber (1786-1826),

Arena Festspiele Xanten, Stadthalle

 

16.11. A Capella Gala mit 6-Zylinder und Intermezzo, Stadthalle

 

21.11. Artistische Wirbelwinde, Internationales Varieté, Tournee-Theater Thespis-

karren, Stadthalle

 

24.10. Der Messias, Oratorium von Georg Friedrich Händel (1685-1759), Städti-

sche Chöre Alsdorf, Balbina Chor Würselen, Capella a Capella Aachen mit

dem Heidelberger Kammerorchester, Leitung Günther Kerkhoffs, Stadthalle

 

30.10. The Original USA Gospel Singers, Stadthalle

 

04.12. Die Schneekönigin, Ballett nach dem Märchen von Hans Christian Andersen

(1805-1875) mit Musik von Edvard Grieg (1843-1907) und Jean Sibelius (1865-1957), Rumänisches Staatsballett Fantasio, Stadthalle

 

08.11. Ivushka, die russische Weihnachtsrevue, Stadthalle

 

13.12. Blue Jeans, Unterhaltsungsrevue, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

16.12. König Drosselbart, Märchen nach Gebrüdern Grimm, Heimattheater Aachen,

Stadthalle

 

18.12. Jim Knopf und die Wilde 13, von Christian Berg, Musik von Constantin We-

cker, Stadthalle

 

02.01. Nabucco, Oper von Giuseppe Verdi (1813-1901), Schlesische Staatsoper

Bytom,. Stadthalle

 

22.01. My fair Lady, Musical von Frederick Loewe (1904-1988) nach dem Lustspiel

“Pygmalion” von George Bernard Shaw, Grenzlandtheater, Stadthalle; ebenso

am 23. und 24.1.2002

 

21.02. Affentheater, Kabarett mit Herbert Knebel, Stadthalle

 

22.02. Die kleinen Löwen, Chinesisches Akrobatik-Ensemble aus Shaanxi (China), Stadthalle

 

05.04. Jesus Christ Superstar, Musical von Andrew Lloyd Webber (*1948), Times

Square Productions New York, Stadthalle; ebenso am 6.4.2002

 

18.04. Die lustige Witwe, Operette von Franz Lehár (1870-1948), Staatliches Mu-

siktheater Sofia, Stadthalle

 

2002-2003

 

ABONNEMENT (die 2. Aufführung jeweils am nächsten Tag)

 

30.09. Herzlich willkommen, Komödie von Lawrence Roman, Grenzlandtheater,

Stadthalle

 

28.11. Puck in Rumänien, Schauspiel von Anca Visdei, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

02.12. Baumeister Solness, Schauspiel von Henrik Ibsen (1828-1906), Grenzland-

theater, Stadthalle

 

20.01. Wie ein Musical entsteht, ein musikalischer Abend von Ulf Dietrich, Grenz-

landtheater, Stadthalle

 

31.03. Romeo und Julia, Tragödie von William Shakespeare (1564-1616), Grenz-

landtheater, Stadthalle

 

28.04. Ladies Night, Komödie von Stephan Sinclair und Anthony McCarten, Grenz-

landtheater, Stadthalle

 

16.05 „Et kütt wie et kütt“, Komödie in Oecher Platt, Aachener Heimattheater,

Stadthalle

 

23.06. Tolstoi in Jersey, Komödie von Sam Bobrick (* 1932), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

SONDERVERANSTALTUNGEN

 

31.10. Westspitzen-Comedy-Abend mit Halloweenfete, Stadthalle

 

15.10. Westspitzen-Abschluss-Gala, Stadthalle

 

27.11. Sekretärinnen, ein musikalischer Abend von Franz Wittenbrink, Landgraf,

Grenzlandtheater, Stadthalle

 

05.11. Wiener Sängerknaben, Chorkonzert, Stadthalle

 

08.12. Ivushka, Die russische Weihnachtsrevue, Stadthalle

 

11.12. Der Nussknacker, Ballett von Peter Iljitsch Tschaikowski (1840-1893),

Moldavisches Staatsballett, Stadthalle

 

12.12. Musical goes Christmas, weihnachtliche Musicalgala, Landgraf, Stadthalle

 

 

2003-2004

 

ABONNEMENT

 

29.09. Eine gute Partie, Komödie von Stefan Vögel (* 1969), Grenzlandtheater,

Stadthalle

 

03.11. Alle meine Söhne, Drama von Arthur Miller (1915-2005), Grenzlandtheater,

Stadthalle

 

01.12. Elling, Stück von Axel Hellstenius, nach dem Roman „Blutsbrüder“ von Invar

Ambjornsen, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

02.02. Das gibt’s nur einmal, Schlagerrevue aus der Ufa-Zeit von Ulf Dietrich, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

02.03. Wie wärs denn Mrs. Markham, Komödie von Ray Cooney (* 1932) und

John Chapman (*1927), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

05.04. Der Kaufmann von Venedig, Komödie von William Shakespeare (1564-

1616), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

07.05. Komödie in Öcher Platt, Aufführung des Aachener Heimattheaters

 

17.05. Feelgood, Polit-Satire von Alistair Beaton, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

14.05. Sechs Tanzstunden in sechs Wochen, Stück von Richard Alfieri (* 1952),

Grenzlandtheater, Stadthalle

 

 

SONDERVERANSTALTUNGEN

 

09.12. Zarewitsch, Operette von Franz Lehár (1870-1948), Staatsoper Bromberg, Stadthalle

 

10.12. Dr.Stratmann, Hauptsache nich fettich, Kabarett, Stadthalle

 

14.12. Aschenputtel, Märchen, Aachener Heimattheater, Stadthalle

 

21.12. Ivushka, Die russische Musikrevue, Stadthalle

 

02.01. Das große Neujahrskonzert, eine Ehrung von Johann Strauß, Musiktheater Lodz, Stadthalle

 

02.04. Jesus Christ Superstar, Musical von AndrewLloyd Webber (*1948), Arena

Festspiel Xanten, Stadthalle

 

29.04. Wiener Blut, Operette von Viktor Leon (1858-1940), Arena Festspiele Xanten, Stadthalle

 

18.06. 6-Zylinder „singen“, à capella-Konzert, Stadthalle

 

 

2004-2005

 

ABONNEMENT

 

06.09. Männer und andere Irrtümer, eine Gebrauchsanweisung von Michèle Ber-

nier (* 1956) und Marie Pascale Osterrath, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

27.09. Willkommen im Club, Komödie von Günther Beth (*1945) und Barbara

Capell, Theater an der Kö, Düsseldorf, Stadthalle

 

08.11. Der zerbrochene Krug, Komödie von Heinrich von Kleist (1777-1811),

Grenzlandtheater, Stadthalle

 

13.12. Freunde zum Essen, Stück von Donald Margulies, Grenzlandtheater, Stadt-

halle

 

17.01. Am offenen Herzen, eine musikalische Notaufnahme von Franz Wittenbrink,

Grenzlandtheater, Stadttheater

 

11.04. Acht Frauen, Schauspiel mit Musik von Robert Thomas ((1927-1989), Grenz-

landtheater , Stadthalle

 

06.05. Komödie in Oecher Platt, Aufführung des Aachener Heimattheaters, Stadt-

halle

 

23.04. Der Hauptmann von Köpenick, ein deutsches Märchen von Carl Zuckmayer

(1896-1977), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

20.06. Ein Mann an der Angel, Komödie von Sam Bobrick (* 1932), Grenzland-

theater, Stadthalle

 

 

SONDERVERANSTALTUNGEN

 

10.09. Meine Frau ist Schuld daran, Komödie von Curth Flatow (*1920), Theater-

gruppe „T-Time“, Alsdorf, Stadthalle

 

17.09. Ladies Night, Komödie von Anthony McCarten, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

20.09. Golden Broadway, eine Broadway Revue mit bekannten Highlights aus „Cats“

u.a., Arena Festspiele Xanten, Stadthalle

 

31.10. Musical Stars live, Gala mit den Hauptdarstellern der großen deutschen Musi-

calproduktionen und dem Orchester Dirk Jecht (Frankfurter Opernball), Stadt-

halle

 

27.10. Westspitzen Kleinkunstfestival – Abschlussgala, Stadthalle

 

01.12. Joseph and the amazing technicolor Dreamcoat, Musical von Andrew Lloyd

Webber (*1948) und Tim Rice (* 1944), ARENA Festspiele Xanten, Stadthalle

 

08.12. Doktor Stratmann – „Best off“, heiteres medizinisches Kabarett, Stadthalle

 

12.12. Weihnachtsmärchen, Aufführung des Aachener Heimattheaters, Stadthalle

 

19.12. IVUSHKA, die russische Weihnachtsrevue, Meisterchor, Solisten, Orchester,

Ballett und Artisten in über 300 Trachten, Stadthalle

 

27.12. Die Fledermaus, Operette von Johann Strauß (1825-1899), Musiktheater

Lodz, Stadthalle

 

 

2005-2006

 

ABONNEMENT

 

26.09. Ein kleines Spiel ohne große Folgen, Komödie von Jean Dell und Gerald

Sibleyras, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

21.12. Hotel Suite, Stück in zwei Akten nach 3 Werken von Neil Simon (*1927), Münchener Tournee, Stadthalle

 

12.12. Die Ratten, Tragikomödie von Gerhart Hauptmann (1862-1946), Grenzland-

theater, Stadthalle

 

23.01. Sweet Charity, Musical nach dem Roman „Die Nächte der Labiria“ von F.

Fellini; Buch: Neil Simon (*1927); Musik von Cy Coleman, Grenzlandthea-

ter, Stadthalle

 

06.03. Steine in Taschen, Stück von Marie Jones, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

03.04. Kabale und Liebe, Bürgerliches Trauerspiel von Friedrich von Schiller

(1759-1805), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

05.05 Komödie in Oecher Platt, Aufführung des Aachener Heimattheaters, Stadt-

halle

 

22.05. I wanna be loved by you, Schauspiel mit Musik über das Leben der Marilyn

Monroe von Ulf Dietrich und Manfred Langner, Grenzlandtheater, Stadthalle

 

19.06. Das Pilatus-Evangelium, ein dramatischer Dialog von Eric-Emmanuel

Schmitt (*1960), Grenzlandtheater, Stadthalle

 

 

SONDERVERANSTALTUNGEN

 

09.09. Late love, Das DA Theater Aachen, Stadthalle

 

17.09. Saitensprünge, Michael Jelden, Violine, musiziert, Stadthalle

 

24.09. Oskar – Ein Missverständnis, Komödie von Claude Magnier (*1922), Theatergruppe T-Time, Stadthalle

 

30.09. regiostrom-comedy-gala, Theater Trifolie, moderiert von B.Hausmann

(Beckers), Stadthalle

 

21.10. The Rocky Horror Show, Ballett und Classic Entertainment von Richard

O´Brien (* 1942), Stadthalle

 

25.10. Varieté “Träumer, Gaukler und Vagabunden”, Internationales Varietépro-

gramm mit Bert Rex und andere, Stadthalle

 

15.11. Joseph and the amazing technicolor dreamcoat, Musical von Andrew Lloyd

Webber (*1948) und Tim Rice (*1944), Times Square Productions LLC New

York und ARENA Theater- und Festspiel GmbH Xanten, Stadthalle

 

07.12. MAHALIA, Musical über das Leben der Mahalia Jackson, Buch von Emanual

Clark Porter und Joan Orleans, Stadthalle, (die Aufführung musste ausfallen)

 

11.12. Der gestiefelte Kater, Familienmärchen zur Vorweihnachtszeit, Aufführung

des Aachener Heimtattheaters, Stadthalle

 

18.12. IVUSHKA, die russische Weihnachtsrevue, Stadthalle

 

29.12. Die Gräfin Mariza, Operette von Emmerich Kàlman (1882-1953), ARENA

Theater- und Festspiel GmbH Xanten, Stadthalle

 

31.12. Festival der Travestie, Silvestergala des Cabaret Chez Nous, Berlin, Stadthalle

 

04.01. Eine Nacht mit Mozart, Opern-Gala, ARENA Theater- und Festspiel GmbH

Xanten, Veranstaltung zum 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart,

Stadthalle

 

12.01. Das große Neujahrskonzert, Musiktheater Lodz, Stadthalle

 

07.04. Jesus Christ Superstar, Musical von Andrew Lloyd Webber (*1948) und Tim

Rice (*1944), ARENA Theater- und Festspiel GmbH Xanten, Stadthalle

 

19.05. My fair lady, Musical von Frederick Loewe (1904-1988), Konzertdirektion Landgraf, Stadthalle

 

 

Bildnachweise: Die Abbildungen sind den allgemein zugänglichen Nachschlagewerken wie Lexiken, Schauspiel- und Theaterführern, der früheren Alsdorfer Wochenzeitung „Aktuelles aus dem Wurmgebiet“, der Aachener Zeitung, den Aachener Nachrichten, privatem und eigenem Besitz entnommen.

 


     
       
Kontakt